Selbstgemachte Geschenke aus der Küche

Viele Menschen ziehen in ihrem Garten oder auf der Terrasse ihr eigenes Gemüse, Obst oder frische Kräuter. Dieser Trend hält nach wie vor an. Die eigene Ernte oder andere leckere Sachen für sich, für die Familie oder als Geschenk für Freunde selbst herzustellen, ist nach wie vor eine tolle Sache…

Paprikasuppe

PaprikasuppeLeicht, fein und schnell zubereitet ist dies für Paprikaliebhaber die einzig wahre Suppe! Probieren Sie diese Suppe einmal als einfacher Sugo zu Penne, etwas Grana (herrlicher Käse mit mildem Geschmack) dazu. Da fühle ich mich in Süditalien, herrlich süß-würzig!

Für 6 Gläser (à 390 ml) benötigen Sie: 8 rote Paprika (bevorzugt Spitzpaprika, da diese süßlicher sind), 2 große Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen, 3 EL Olivenöl, 3 Zweige Thymian, 1 l Gemüse- oder klare Suppe (ersatzweise auch nur mit Wasser), Salz und schwarzer Pfeffer, Cayennepfeffer, 200 ml Schlagobers (Sahne; diese UNBEDINGT erst vor dem Servieren beimengen!)

Und so wird die Suppe hergestellt:

  1. Die Paprika gut waschen, die Haut mit einem Spargelschäler entfernen, die Paprika halbieren, die Kerne entfernen, in kleine Stücke würfeln.
  2. Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und würfeln. Das Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln und den Knoblauch andünsten (sie sollen keine Farbe annehmen).
  3. Die Paprika hinzufügen, den Thymian gut waschen und trocken schütteln, abzupfen und klein schneiden, in den Topf unterheben, mit Suppe ablöschen, würzen und 25 Minuten
  4. köcheln lassen. Ich püriere die Suppe gerne noch mit dem Stabmixer – ist aber kein Muss.
  5. In vorbereitete Gläser füllen und verschließen.
  6. Bei 90 Grad 60 Minuten einkochen.

Aus „Das 1x1 des Einkochens“. Rezepte zum Einkochen und Einmachen gibt es wie Sand am Meer, doch oft werden grundsätzliche Fehler gemacht und die Produkte verderben schnell und werden sogar giftig. Gerade im Internet, aber auch in Büchern finden sich viele falsche Tipps und Irrtümer, die der Autor Punkt für Punkt aufklärt. Je nachdem, ob zuckerhaltige Konfitüren, in Essig eingelegtes Gemüse oder ölhaltige Speisen abgefüllt werden, müssen unterschiedliche Gläser und Verschlüsse bzw. Deckel verwendet werden, damit die Haltbarkeit gegeben ist. Auch für das richtige Pasteurisieren und Sterilisieren, das Abfüllen und das Haltbarmachen im Backofen, Dampfgarer oder Einkochautomaten finden sich hier alle nötigen Hinweise und Tipps. Über 90 Rezepte, von einfachen Marmeladen und Konfitüren über Kompott, Säfte und Sirup, Pesto und Chutney, eingesalzene Köstlichkeiten und in Öl eingelegtes Gemüse bis hin zu Suppen, Gulasch, Eintöpfen und Aufläufen im Glas, runden das Buch ab. Auch Brot und Kuchen können in den richtigen Gläsern gebacken werden. Fazit: Tolle Auswahl höchst leckerer und zum Teil ungewöhnlicher Rezepte. Dank des Buches kann man sich sehr lange in der eigenen Küche austoben. Grandios! Erschienen im Leopold Stocker Verlag zum Preis von 24,90 Euro (256 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-7020-1650-0).

Entenrillettes mit Zwiebelmarmelade

entenrillettesFür 4 Personen benötigen Sie für die Entenrillettes: 4 Entenkeulen (à 300 - 350 g), Meersalz, Pfeffer aus der Mühle (grob gemahlen), 50 g Ingwer, 1 Lorbeerblatt, 1 Zimtstange, 1 Sternanis, 1 getrocknete Chilischote, abgeriebene Schale von 1 Bio-Orange, 800 g Enten- oder Gänseschmalz. Für die Zwiebelmarmelade: 500 g Schalotten, 100 ml roter Portwein, 200 ml Johannisbeersaft

Und so ist die Zubereitung:
1. Für die Entenrillettes 1 bis 2 Tage im Voraus die Entenkeulen waschen, trocken tupfen und mit Meersalz und Pfeffer einreiben. Den Ingwer schälen, in feine Würfel schneiden und mit Lorbeerblatt, Zimt, Anis, Chili und Orangenschale im Mörser grob zerstoßen. Die Entenkeulen damit einreiben und zugedeckt im Kühlschrank 1 bis 2 Tage ziehen lassen.
2. Backofen auf 150 Grad vorheizen. Die Keulen in eine ofenfeste Form geben. Das Schmalz erhitzen und die Keulen damit übergießen. Zugedeckt im Ofen 3½ bis 4 Stunden schmoren. Das Fleisch vom Knochen lösen, häuten und mit zwei Gabeln in Stücke zupfen. In eine Schale oder kleine Gläser verteilen. Das Bratfett durch ein Sieb darübergießen, bis das Fleisch bedeckt ist. Das restliche Fett beiseitestellen und die Entenrillettes kühl stellen.
3. Für die Zwiebelmarmelade die Schalotten schälen und in dünne Scheiben schneiden. In einer Pfanne 1 EL vom Entenfett erhitzen und die Schalotten darin 3 bis 4 Minuten andünsten. Mit Wein und Saft ablöschen und sirupartig einkochen lassen.
4. Die Entenrillettes mit der Zwiebelmarmelade und einem kleinen Bauernbrot verschenken.
Zubereitungszeit: ca. 30 Min. + 4 Std. + 2 Tage Warten, Haltbarkeit: 6 Monate

Aus „Geschenke aus der Küche: Die besten Rezepte (Easy Cooking)“. Selbstgemachte Geschenke von Herzen kommen immer gut an, besonders wenn es sich um Essen handelt – von Pralinen über Pesto bis zu Kuchen im Glas. Für alle, die nicht selbst auf geniale Ideen kommen, hat der ZS Verlag ein kleines Büchlein gestaltet. Das Buch ist inzwischen leider vergriffen.

Kräuter-FrischkäserolleKräuter-Frischkäse-Rolle

Diese schnellen Kräuter-Frischkäse-Rollen können je nach Jahreszeit mitsaisonalen Kräutern nach Wunsch serviert werden.

Für 2 kleine Frischkäse-Rollen benötigen Sie: 1 ½ Knoblauchzehen, 2–3 EL gemischte Kräuter (gehackt; z.B. Rosmarin, Bärlauch, Zitronenmelisse, Oregano, Schnittlauch, Petersilie), 1 Portion Cashewkäse-Grundrezept (Rezept s.u.; ein bis zwei Tage lang gereift), 2 TL Hefeflocken (leicht gehäuft), ½ TL Himalaya-Salz, 4 EL gehackter Schnittlauch zum Bestreuen. Für den Cashewkäse (ca. 235 g) benötigen Sie außerdem: 150 g Cashewkerne, 30 ml Rejuvelac, ¼ TL Himalaya-Salz

So ist die Zubereitung vom Cashewkäse:

  1. Die Cashewkerne etwa acht Stunden lang oder über Nacht einweichen.
  2. Anschließend abgießen, abspülen und mit den restlichen Zutaten im Standmixer oder im Universal-Zerkleinerer zu einer geschmeidigen Masse pürieren. Die Menge des Rejuvelac hängt von der genauen Einweichzeit und vom Mixer ab. Es wird nur so viel Flüssigkeit verwendet, wie nötig ist, um eine geschmeidige Masse herzustellen.
  3. Den Käse in eine Glas- oder Keramik-Schüssel geben und mit einem Teller abdecken. Den Cashewkäse je nach Temperatur etwa einen halben bis zwei Tage lang reifen lassen. Zwischendurch kosten, um zu testen, ob er schon den gewünschten Geschmack erreicht hat.
  4. Den Käse in den Kühlschrank stellen und einige Stunden lang kühlen oder ihn nach Wunsch weiterverarbeiten.
  5. Im Kühlschrank hält der Cashewkäse etwa eine Woche lang.

Tipp: Abhängig davon, wie stark Sie den Käsegeschmack haben möchten, kann der Käse 12–48 Stunden reifen, wobei der Geschmack bei längerer Reifezeit immer stärker wird. Die Raumtemperatur hat selbstverständlich auch Einfluss auf die Reifedauer.
Tipp: Mit 1–2 EL grünem oder rotem Pesto können Sie nach Lust und Laune ganz schnell weitere Käse-Varianten erschaffen.

Und so werden die Kräuter-Frischkäse-Rollen zubereitet:

  1. Die Knoblauchzehe schälen und durch die Knoblauchpresse pressen.
  2. Die Kräuter waschen, trocknen und fein hacken.
  3. Alle Zutaten bis auf den Schnittlauch gut mischen, die Masse in einem Strang auf ein Backpapier geben, das Backpapier zu einer Rolle rollen, die Enden zusammendrehen und die Rolle einige Stunden im Kühlschrank kühlen.
  4. Anschließend die Rolle vorsichtig auspacken. In zwei kleine Rollen teilen und diese vor dem Servieren in gehacktem Schnittlauch rollen.

Tipp: Die Kräuter können je nach Lust, Laune und Saison ausgetauscht werden. Ich liebe den Käse besonders mit ein paar Lavendelblüten oder im Frühling mit frisch gepflücktem Bärlauch. (Autorin Yvonne Hölzl-Singh)

Aus „Käse, Joghurt, Tofu, Milch. Vegan & selbst gemacht“ von Yvonne Hölzl-Singh. Milch goes vegan! Dieses Werk bietet erstmals die ganze Palette veganer „Milchklassiker“ zum Selbermachen. Veganer Käse, Joghurt, Tofu, Milch, Sahne und Butter sind überraschend vielfältig, einfach herzustellen und sagenhaft lecker. Die Fülle an Rezepten spannt den Bogen von Tomaten-Rosmarin-Käse und Kräuter-Frischkäse über Kokossahne und Mandel-Creme-Fraîche bis hin zu Haferdrink und Kichererbsentofu. Alle Infos zu den Grundzutaten, Utensilien und den verschiedenen Fermentationsverfahren gibt Ihnen die Autorin und Foodbloggerin im Basisteil an die Hand. Natürlich, pflanzlich und homemade statt teuer kaufen – für Hochgenuss ohne Verzicht! Fazit: Wunderbares Rezeptbuch nicht nur für Einsteiger der veganen Küche, auch erfahrene Vegan-Köche und Nichtveganer werden es interessant finden. Hölzl-Singh wartet hier mit hervorragend erklärten Rezepten, die mit wenig Aufwand umzusetzen sind, auf. Richtig, richtig gut… Erschienen im Verlag Eugen Ulmer zum Preis von 18,90 Euro (128 Seiten, Klappenbroschur, ISBN 978-3-8001-0857-2).

Orientalischer Feigensenf

Mit Rosinen, Feigen und Gewürzen besonders lecker zu kräftigem Käse und für die Zubereitung von Wraps.

Für 2-3 Gläser à 250 ml benötigen Sie: 250 g gelbe Senfkörner, 125 g Rohrzucker, 2 TL Zimt, 2 EL Salz, 1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, 1 TL Curry, 1 TL Kurkuma, 300 ml Apfelessig, 125 ml Apfelsaft, 10-12 getrocknete Feigen, 1 große Handvoll Rosinen

Und so ist die Zubereitung:
1. Die Senfkörner sehr fein mahlen oder zerstoßen und in eine große Schüssel geben. Mit dem Zucker und den Gewürzen vermischen, dann Essig und Apfelsaft zugeben. Feigen und Rosinen im Mixer zu einer feinen Paste mixen und ebenfalls unterrühren. Den Senf 12 Stunden offen ziehen lassen.
2. Alles zusammen mit dem Mixer oder dem Pürierstab mindestens 5 Minuten noch feiner pürieren, dabei zwischendurch häufig pausieren, um eine Überhitzung zu vermeiden. Bei Bedarf noch etwas Wasser untermixen.
3. Den Senf in verschließbare Gläser füllen und im Kühlschrank oder an einem kühlen Ort mindestens 2-4 Wochen ziehen lassen, damit sich der Geschmack entwickeln kann. Verschlossen hält er sich einige Monate im Kühlschrank.
Variante mit Schwips: Statt Apfelsaft Gin verwenden.

Aus „Ketchup, Senf und Majo“ von Bettina Snowdon & Martin Lagoda. Selbstgemacht schmeckt es einfach am besten: Grundrezepte und kreative Varianten zu Ketchup, Senf und Mayonnaise. Wir schnitzen unsere Pommes von Hand, backen unsere Hot-Dog-Brötchen selbst und pressen unsere Burger-Pattys frisch. Und dann sollen Senf, Mayo und Ketchup aus der Tube kommen? Einfach unvorstellbar! Das versierte Autorenteam Bettina Snowdon und Martin Lagoda schafft da kreative Abhilfe: Ketchup, Senf und Mayonnaise schmecken selbst gemacht einfach unschlagbar gut! Dabei muss man sich noch nicht einmal auf gewagte Kompositionen oder grenzwertige Experimente einlassen. Schon mit haushaltsüblichen Gewürzen, Kräutern und weiteren leicht verfügbaren Zutaten lässt sich für Abwechslung vom gewohnten Einerlei sorgen. Denn seien wir doch mal ehrlich: Welcher Gast wäre nicht hocherfreut und voll des Lobes, wenn ihm bei der nächsten Grillparty statt des üblichen Senfs eine verblüffend kreative Sauce für die Bratwurst oder das Steak serviert wird? Die 60 Rezepte zu Ketchup, Senf und Mayo stellen die uns aus dem Supermarkt bekannten Sorten bei Weitem in den Schatten. Neben Grundrezepten für Ketchup, Senf und Mayo und den Klassikern wie Gewürzketchup, süßem Senf und Aioli gibt es zahlreiche kreative Ideen zum Pimpen der würzigen Saucen. Fazit: Für alle, die mal aus dem Trott kommen wollen. Abwechslungsreiche und hochinteressante Rezepte zu den klassischen Varianten von Ketchup, Senf und Majo. Da möchte man jeden Tag dippen… Top! Erschienen im Fackelträger Verlag zum Preis von 15 Euro (112 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-7716-4688-2).

Quellen und Bildrechte:

  • 1. © Verena N. / www.pixelio.de
  • 2. © Felix Büchele für Leopold Stocker Verlag
  • 3. © J.-P. Westermann für ZS Verlag
  • 4. Foto: © Fotografin Yvonne Hölzl-Singh aus „Käse, Joghurt, Tofu, Milch. Vegan und selbstgemacht“, Verlag E. Ulmer – Rezepte: Yvonne Hölzl-Singh, Käse, Joghurt, Tofu, Milch. Vegan und selbstgemacht © 2017, Verlag E. Ulmer, Stuttgart

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