Rote Bete – eine besonders aromatische Rübe

Die schmackhafte und extrem färbende Rote Bete sollte in keinem Speiseplan fehlen! Sie gibt dank ihrer Süße vielen Gerichten noch den letzten Feinschliff und liefert zudem unserem Körper jede Menge wichtiger Mineralstoffe. Egal ob roh geraspelt, gegart, sauer eingelegt, gedämpft und sogar geräuchert – alles ist mit ihr möglich…

Verwandt mit Zuckerrübe und Mangold ist die Rote Bete erstaunlich vielseitig einsetzbar. Ob als Beilage, Salat, Suppe oder zum Färben der Speisen (rosa oder rote süße Rote-Bete-Nudeln sind einfach etwas Feines) – die Möglichkeiten der Zubereitung sind enorm. Auch wenn sich der eine oder andere an dem scheinbar unattraktiven Äußerem oder dem stark färbenden Saft stört, gewinnen sehr schnell die vielen positiven Merkmale der Knolle. Abgesehen vom Geschmack sind die gesunden Inhaltsstoffe kaum zu toppen: Die Knolle, aber auch ihre Blätter enthalten Betanin, Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium, die Vitamine A, B, C und Folsäure. Die Inhaltsstoffe sollen positiv auf Leber und Galle sowie gegen Herzerkrankungen wirken, außerdem sind sie verdauungsfördernd und blutdrucksenkend. All das wäre vielen egal, wenn Rote Bete nicht schmecken würde. Dass dies jedoch nicht so ist, können die nachfolgenden Rezepte beweisen…

Aromatisierte Rote Bete mit Beefsteakstreifen

Für 4 Portionen benötigen Sie: 800 g Rote Bete (geschält und gekocht), ½ TL Maisstärke, 100 ml Gemüsefond, 1 EL Miso, ½ TL Blütenhonig, ½ TL Olivenöl, 600 g abgehangenes Beefsteakfleisch, 2 EL Butterschmalz, 3 EL Sesam, Rote-Bete- und grüne Brunnenkresse (nach Belieben), Meersalz, weißer Pfeffer aus der Mühle

So ist die Zubereitung:
Die Rote Bete aus der Verpackung nehmen, abtropfen lassen und in 1 cm dicke Scheiben
schneiden. Die Maisstärke in etwas kaltem Wasser auflösen. Den Gemüsefond mit
Miso, Honig und Öl mischen. Mit der aufgelösten Stärke verrühren und alles aufkochen
lassen. Die Rote-Bete-Scheiben in der Glasur erwärmen.

Das Beefsteakfleisch gut würzen, in Streifen schneiden und im heißen Butterschmalz in
einer Pfanne portionsweise rundherum für ca. 2 Minuten braten. Die Beefsteakstreifen
auf der glasierten Roten Bete dekorieren. Den Sesam darüberstreuen und nach Belieben
mit roter und grüner Kresse bestreuen. Dazu passt wunderbar ein fluffiges Kartoffelpüree
oder ein knuspriges Baguette.

Aus „Rüben und Beten“ von Usch von der Winden. Viel zu lange haben sich Rüben, Beten und andere Knollen bescheiden im kulinarischen Hintergrund gehalten, dabei verbergen sich unter ihrer rauen Schale und ihrem urwüchsiggroben Erscheinungsbild wertvolle Inhaltsstoffe von außergewöhnlichem Genuss. In diesem Buch werden die zwölf wichtigsten Sorten ausführlich vorgestellt: Bunte Beten, Karotten, Kohl-, Steck- oder Zuckerrüben, Pastinaken, Sellerie, Petersilienwurzel, Kohlrabi, Schwarzer Rettich, Schwarzwurzel und Meerrettich. Entdecken Sie in über 60 Rezepten den vielfältigen Geschmack und das verführerische Aroma der heimischen Gemüsesorten. Fazit: Ein schönes Buch über die äußerlich häufig nicht so attraktiven Gemüsesorten. Doch der Geschmack zählt bekanntermaßen und so dürfen wir uns hier über eine tolle Vielfalt köstlicher Rezepte freuen! Stark… Erschienen im Fackelträger Verlag zum Preis von 19,99 Euro (144 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-7716-4608-0).

Spaghetti mit Randenpesto

Für 4 - 6 Portionen benötigen Sie: 400–600 g Spaghetti (Kochwasser: halb Randen-/Rote- Betesaft und Wasser), Olivenöl, 1 mittelgroße rohe Rande/Rote Bete, ½ Apfel, 10 geschälte Mandeln, 1–2 Knoblauchzehen, ½ TL Kreuzkümmelsamen, 1 TL Zitronensaft, 1 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer aus der Mühle, Cottage Cheese/Hütenkäse

So ist die Zubereitung:
1. Mandeln und Kreuzkümmel im Cutter mahlen. Rande und Apfel schälen und auf der Bircherraffel dazureiben, mit Zitronensaft unterrühren, Knoblauchzehen dazupressen, alles mischen. Olivenöl unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
2. Spaghetti im Randen-/Rote-Betesaft/Salzwasser al dente kochen. Abgießen. Mit Olivenöl vermengen.
Tipp: Mit Pasta und Hüttenkäse servieren.

Aus "Tolle rote Knolle: Rande – Rote Bete" von Kristina Jansson & Natalie Russi. Das erste Kochbuch zum herb-süßen Wurzelgemüse mit kreativen süßen und pikanten Rezepten einer passionierten Foodbloggerin. Mit ihrem erdig-süßen Aroma gibt die Rote Bete oder Rande, wie sie in der Schweiz heißt, den Rezepten vom Aperitif bis zum Dessert das gewisse und einzigartige Etwas. Ihr kräftiges Rot setzt dabei nicht nur in der Winterküche einen unübersehbaren (Farb-)Akzent. Gegart oder roh liefert sie lebenswichtige Stoffe, die Appetit und Widerstandskraft fördern. Dank ihres hohen Eisengehalts bietet sie sich besonders bei fleischloser Ernährung an. Dass sich neben spannenden pikanten Rezepten die Knollen auch für Desserts und Gebäck eignen, zeigt das innovative und wunderschön fotografierte Kochbuch, das Lust aufs Ausprobieren macht. Fazit: Ein richtig tolles Buch rund um die gesunde rote Knolle. Mit teils verblüffend originellen Rezepten, die Augen und Magen begeistern werden. Großartig! Erschienen im FONA Verlag zum Preis von 19,90 Euro (108 Seiten, gebunden, ISBN: 978-3-03780-577-0).


Rote-Bete-Suppe mit Mango und Meerrettich

Für 4 Personen benötigen Sie: 1 Stück Ingwer (3-4 cm), 600 g Rote Beten, 2 EL Olivenöl, 800 ml Gemüsebrühe, 1 Bio-Zitrone, 1 Mango, Salz, Pfeffer, 2-3 Kumquats, 1 Stück Meerettich (3-4 cm), 2 EL Crème fraîche

Und so wird sie zubereitet:

  1. Ingwer schälen und in nicht zu feine Würfel schneiden. Die Roten Beten schälen (dabei am besten Einmalhandschuhe anziehen) und in kleine Würfel schneiden.
  2. Das Olivenöl in einem Topf erhitzen und darin ein Drittel des Ingwers nur ganz kurz andünsten. Die Roten Beten dazugeben und mit der Gemüsebrühe aufgießen, restlichen Ingwer unterrühren und alles zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren und die Suppe bei geschlossenem Deckel ca. 30 Min. köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.
  3. In der Zwischenzeit die Zitrone heiß waschen und abtrocknen, die Schale fein abreiben oder mit einem Zestenreißer feine Streifen abziehen. Den Saft auspressen. Die Mango schälen, das Fruchtfleisch vom Stein schneiden und in grobe Stücke teilen. Ein Viertel der Mango mit etwas Zitronensaft in einem kleinen Messbecher mit dem Stabmixer fein pürieren.
  4. Den Topf vom Herd nehmen. Die restlichen Mangostücke zur Suppe geben und alles fein pürieren. Mit dem übrigen Zitronensaft, Zitronenschale, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Kumquats waschen, entkernen und sehr fein hacken. Den Meerrettich schälen und fein reiben.
  5. Das Mangopüree mit der Crème fraîche verrühren. Die Suppe in Schalen oder tiefe Teller füllen und je 1 Klecks Mangocreme in der Mitte platzieren. Wer möchte, zieht die Creme mit einem kleinen Löffel strahlenförmig zum Tellerrand hin. Mit dem Meerrettich und den Kumquats bestreuen.

Tipp: Bei dieser herrlich aromatischen Suppe bringen Sie eine ganze Reihe von Individualisten unter einen Hut – und Sie werden Roten Beten eine völlig neue Seite abgewinnen. Die moderne und schnelle Variante wäre übrigens, nicht die rohen Roten Beten zu kaufen, sondern die bereits vorgegarten Knollen (sie gibt es vakuumverpackt in der Gemüseabteilung). Das vermindert die Kochzeit locker um die Hälfte. Den Meerrettich reiben Sie immer frisch, dann entfaltet er seine ätherischen Öle am besten. Im Notfall tut es aber auch Sahnemeerrettich aus dem Glas. Und die Alternative für die Kumquats wäre fein abgeriebene Bio-Grapefruitschale.

Zeitbedarf: 1 Std., pro Portion: 180 kcal

Aus „Deutsche Küche neu entdeckt“. Noch vor nicht allzu langer Zeit machten Genießer um die deutsche Küche einen Bogen. Seitdem hat sich viel getan. Mangold macht sich in seinem Buch auf zu den Menschen, die die deutsche Kulinarik-Szene aufwirbeln, und stellt sie in üppig bebilderten Reportagen vor: den Craft-Bier-Brauer wie den Müritzfischer, den Urban-Gardening-Aktivisten wie den Bäcker, der auf dem Dorf seine ganz persönliche Brot-Revolution anzettelt, aber auch Sternekoch Johannes King mit seiner Passion für die Salzkräuter Sylts. Eine neue deutsche Küche entsteht bei ihm aus der Spannung zwischen der Tradition und den Essgewohnheiten des 21. Jahrhunderts. Da schmiegt sich Matjes an Orange, der Sauerbraten wird bei Niedrigtemperatur gegart, und das Bauernfrühstück würzen Wildkräuter von Brennnesseln bis Giersch. Ob verjüngter Klassiker oder vollkommen neue Kreation: Wichtig ist vor allem der Geschmack: Gleich am Buchanfang gibt es einen Baukasten mit den 17 charaktervollsten Aromen der deutschen Küche, von Holunder bis Kümmel, von Quitte bis Senf. Aber kreatives Aromenspiel braucht eine solide handwerkliche Basis. Alle, die kompromisslos gute Lebensmittel am liebsten selbst herstellen möchten, finden ausführliche Bild-für-Bild-Anleitungen für Hausgemachtes: von der Wurst bis zum Brot aus eigenem Sauerteig, vom selbst geräucherten Fisch bis zum Sauerkraut. Denn deutsche Küche, das ist vor allem, was man selbst draus macht. Fazit: Ein sehr schönes Food-Foto-Buch mit hervorragenden Rezepten aus der deutschen Küche – modern aufgemacht. Top! Erschienen bei Gräfe und Unzer zum Preis von 24,99 Euro (200 Seiten, Klappenbroschur, ISBN 978-3-8338-4473-7).


Rote-Bete-Salat mit Heringshäckerle

Für 8 Gläser benötigen Sie: 1 Schalotte, 1 Apfel, 120 g Rote Bete (vorgegart), 1 EL Olivenöl, 1 TL Zitronensaft, 1 unbehandelte Orange (1 TL abgeriebene Schale), 1 Prise Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker, 200 g Heringsfilets, 3 Zweige Dill, 200 g griechischer Joghurt. Außerdem: 8 kleine Gläser

Und so wird er zubereitet:

  1. Die Schalotte schälen und fein würfeln. Den Apfel waschen, nach Belieben schälen, das Kerngehäuse entfernen und die Hälfte des Fruchtfleisches mit der Roten Bete in kleine Würfel schneiden. Die andere Apfelhälfte in feine Spalten schneiden.
  2. Das Olivenöl mit Zitronensaft und Orangenschale verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen und unter den Rote-Bete-Salat heben.
  3. Für das Häckerle die Heringsfilets in kleine Würfel schneiden, den Dill von den Stängeln zupfen und klein hacken. Beides miteinander mischen.
  4. Zum Anrichten die Gläser gleichmäßig mit dem Rote-Bete-Salat füllen, den griechischen Joghurt darauf verteilen und zum Schluss mit den Heringswürfeln abschließen. Mit den zur Seite gelegten Apfelspalten garnieren.

Aus „Wintergemüse“. Wintergemüse kann richtig lecker sein! Raffiniert zubereitet und abwechslungsreich kombiniert sorgt es für immer neue Gaumenfreuden und versorgt uns gleichzeitig auch in der kalten Jahreszeit mit frischen Vitaminen. Ob Snacks, Suppen, leckere Quiches, vegetarische Hauptgerichte oder Rezepte mit Fisch, Fleisch und Geflügel: In diesem Buch finden sich viele leckere Rezepte für jeden Geschmack und jeden Anlass, von der Apfel-Speck-Quiche mit Oregano bis zum Hechtfilet auf Rahmwirsing. So bunt kann der Winter schmecken! Fazit: Klein (Format: 12x15 cm), aber fein. Viele ansprechende Rezept kompakt verpackt. Prima! Erschienen bei Naumann & Göbel zum Preis von nur 3,99 Euro (240 Seiten, ISBN 978-3-625-17388-5).

Quellen und Bildrechte:

  • 1. Pixabay

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