Lecker Hühnchen – am besten in Bio-Qualität

Hähnchenfleisch ist nicht nur lecker, sondern natürlich auch äußerst freundlich zu unserer Figur, schließlich haben 100 g nur 75 kcal (Brust). Ein besonderes Geschmackserlebnis erwartet denjenigen, der sich ein teures Bio-Huhn gönnt. Doch Vorsicht: Bio ist nicht immer gleich Bio!

Vegetarier brauchen jetzt nicht weiterlesen, denn wir wollen hier über Genuss sprechen – und zwar über Genuss beim Verzehr von Fleisch! Wer mal Fleisch von einem richtig gut gehaltenen Bio-Huhn verspeist hat, wird sich künftig scheuen, das günstige Brustfilet aus dem Supermarkt zu kaufen, das häufig aus einem konventionellen Mastbetrieb kommt. Denn – und das können wir bestätigen! – man schmeckt wirklich den Unterschied und kann beim Verspeisen eines Bio-Hühnchens ein echtes Wow-Erlebnis haben. Doch jedem muss klar sein, dass Biofleisch nicht billig ist, denn die Tiere leben länger, haben mehr Platz im Stall bzw. dürfen bestenfalls auch nach draußen, im Sand scharren und picken. Der Aufwand ist natürlich höher, teurer und schlägt sich dann auf den Endpreis. Doch Vorsicht: Bio ist nicht immer gleich Bio. Je nach Bio-Verband kann es bei der Haltung der Tiere Unterschiede geben. Unsere Empfehlung: Erkundigen Sie sich über den Betrieb, wo das Hühnchen herkommt. Gönnen Sie sich mal ein Bio-Huhn, um selbst festzustellen, ob es Ihnen besser schmeckt. Natürlich wird man dann nicht jeden zweiten Tag Hähnchenfleisch zu sich nehmen, denn der Preis spricht für sich: Ein Bio-Huhn ist ca. dreimal so teuer wie ein Huhn aus einem konventionellen Mastbetrieb.

Haben wir Ihnen jetzt Appetit gemacht? Dann versuchen Sie unsere köstlichen Rezepte mit Hähnchenfleisch. Ob Sie Bio-Qualität verwenden oder nicht, bleibt natürlich Ihnen überlassen…

Hähnchencurry – schön scharf
Für 4 Portionen benötigen Sie: 100 g Thai-Schalotten (auch fein: 1 rote Zwiebel), 2 Knoblauchzehen, 3 Stangen Zitronengras, 4 Kaffir-Limettenblätter, 1-3 rote Thai-Chilischoten (nach Belieben), 500 g Hähnchenbrust, 600 g Gemüse (z.B. Brokkoli, Aubergine, Maiskölbchen, Frühlingszwiebeln), 400 ml Kokosmilch, 2 EL neutrales Öl, 2 EL rote Thai-Currypaste, ¼ l Geflügelbrühe, 2 EL Fischsauce, Salz, 1 Bund Koriandergrün oder ½ Bund Thai-Basilikum.

Und so wird das Gericht zubereitet:
1. Die Zutaten abwiegen und bereitstellen.
2. Schalotten und Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden. Die äußeren Blätter vom Zitronengras entfernen und die Stangen mit einem Messerrücken quetschen. Limettenblätter waschen und in breite Streifen reißen. Eventuell Chilis längs halbieren, entkernen, waschen und in feine Streifen schneiden oder hacken.
3. Das Hähnchenfleisch 2 cm groß würfeln. Gemüse putzen, waschen und in Stücke schneiden, die schnell gar werden: den Brokkolikopf in kleine Röschen teilen, den Brokkolistiel schälen und in dünne Scheiben schneiden, die Aubergine 2 cm groß würfeln, Mais quer halbieren und die Frühlingszwiebeln in 2-3 cm lange Stücke schneiden.
4. Kokosmilchdose nicht schütteln! Dose vorsichtig öffnen und die dickflüssige Creme, die sich oben abgesetzt hat, mit einem Esslöffel abnehmen. Kokoscreme und Öl in einer beschichteten Pfanne oder in einem Wok erhitzen.
5. Schalotten, Knoblauch, Zitronengras, Limettenblätter, die Currypaste und eventuell die Chilis dazugeben und ca. 3 Min. bei mittlerer Hitze braten. Das Gemüse dazugeben, 2 Min. braten. Zuletzt das Hähnchenfleisch untermischen und alles weitere 2 Min. braten.
6. Mit der Kokosmilch und Brühe auffüllen, 5 Min. bei mittlerer Hitze kochen lassen. Mit Fischsauce und Salz abschmecken.
7. Koriander oder Basilikum abbrausen und trocken schütteln, Blättchen abzupfen und grob hacken. Das fertige Curry anrichten und mit den Kräutern bestreuen. Dazu passt Duft- oder Basmatireis.
Tipp: Falls noch Wurzeln an dem Koriandergrün sind, diese gründlich waschen, hacken und im Mörser anquetschen. Dann zusammen mit der Currypaste anbraten.
Zubereitungszeit: 30 Min., pro Portion ca. 260 kcal

Aus „Kochen so einfach geht’s“. Anschaulichkeit ist Prinzip bei diesem Grundkochbuch, das Kochneulinge nicht nur beim ersten Löffelschwingen, sondern ein ganzes Leben lang begleitet. Und so wird nicht nur erklärt, sondern auch per Foto gezeigt, wie z.B. „Lauch putzen“ ganz genau funktioniert. In über 70 Grundrezepten erläutert der Autor den Weg von den Zutaten zum fertigen Gericht - Schritt für Schritt in Wort und Bild. Darüber hinaus sorgen 140 weitere Rezepte für reichlich Abwechslung auf dem Teller. Damit auch wirklich nur Lieblingsgerichte den Weg ins Buch finden, hat der Autor vorab Leser, Freunde, Familienmitglieder und die Kochbuchredaktion zu ihren Favoriten befragt. Herausgekommen sind jede Menge unkomplizierte Rezepte für jeden Tag: vom Wiener
Schnitzel bis zum Nudelauflauf, vom schaumig-leichten Omelett bis zum klassischen Kaiserschmarrn. Ausflüge über die Grenzen der heimischen Küche werden dabei selbstverständlich auch unternommen – schließlich gehören Paella, Ratatouille und Caesar
Salad schon längst zu unserem Speiseplan. Doch selbst wer die Grundlagen sicher beherrscht, findet in diesem Buch noch reichlich Inspiration: Papayasalat mit Rindfleischstreifen, perfekt knusprige Spareribs oder winterliches Petersilienwurzelpüree mit Maronen zum selbst gemachten Gänsebraten erfreuen nicht nur den eigenen Gaumen, sondern taugen auch durchaus zum Gästebeeindrucken. Fazit: Wer sich nun endlich mal an den Herd traut, fährt mit diesem Buch richtig gut. Empfehlenswert! Erschienen bei Gräfe und Unzer zum Preis von 24,99 Euro (288 Seiten, Hardcover, ISBN: 978-3-8338-3339-7).

Pochiertes Hähnchen mit Rhabarber-Salsa
Beim Garziehen bei maximal 80 Grad bleiben zarte Fleischstücke wie Hähnchenbrust schön saftig. Da braucht es nicht mehr als eine süsssäuerliche Salsa und etwas Salat dazu.

Für 2 Portionen benötigen Sie: 200 ml trockener Weißwein, Salz, je 3 Pimentkörner und Lorbeerblätter, 5 Pfefferkörner, 2 kleine Hähnchenbrustfilets (ca. 300 g), ½ rote Zwiebel, 1 Stück Ingwer (ca. 1 cm), 1 Peperoni, 1 Stängel Zitronengras (Asia-Laden), 2-3 Stangen Rhabarber (ca. 150 g), 150 g Cocktailtomaten, 1 EL Olivenöl, 2 EL Zucker, 2 EL Balsamico bianco, 1 EL Tomatenmark, 125 g Rucola

Und so wird das Gericht zubereitet:
1. Für das Hähnchen in einem Topf einen Sud aus Wein, 1 TL Salz, Piment, Lorbeer und Pfeffer aufkochen. Inzwischen das Hähnchenfleisch abbrausen, trocken tupfen und jedes Filet straff in Frischhaltefolie einwickeln. Die beiden Enden der Frischhaltefolie wie Bonbonpapier fest zusammendrehen, sodass eine Rolle entsteht. Die Enden nach innen klappen und die Rollen einzeln in Aluminiumfolie einwickeln. Folienenden wieder verdrehen. Mit einem Zahnstocher ringsherum mehrmals vorsichtig einstechen, sodass die Folien durchstochen sind, das Fleisch aber möglichst nicht angestochen wird.
2. Beide Hähnchenfleischrollen in den aufgekochten Sud legen und bei schwacher Hitze 35 Minuten zugedeckt pochieren.
3. Inzwischen für die Salsa die Zwiebelhälfte schälen und klein würfeln. Ingwer schälen. Peperoni waschen und putzen. Zitronengras waschen, die oberen holzigen zwei Drittel und das Wurzelende knapp abschneiden, welke, holzige Hüllblätter entfernen. Stange in kleine Stücke schneiden, dann mit Ingwer und Peperoni fein hacken. Rhabarberstangen waschen und Enden abschneiden. Wenn sich dabei Fäden lösen, einfach abziehen. Rhabarber in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Cocktailtomaten waschen, halbieren, entkernen und ebenfalls 1 cm groß würfeln.
4. Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, Zwiebel darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Zucker darüberstreuen und karamellisieren lassen. Tomaten, Rhabarber und die gehackte Peperonimischung zugeben, mit Balsamico ablöschen und unter gelegentlichem Rühren in ca. 6 Minuten weich kochen. Dann das Tomatenmark und ½ TL Salz untermischen und unter ständigem Rühren weitere 4 Minuten köcheln, bis die Salsa leicht andickt.
5. Rucola waschen, dabei verlesen und in etwas kleinere Stücke zupfen. Gut trocken schütteln. Rucola auf 2 Tellern verteilen. Hähnchenbrüste aus dem Sud heben und aus den Folien wickeln. Fleisch in hauchdünne Scheiben schneiden, auf dem Salat verteilen und die Salsa darüberlöffeln.
Zeitbedarf: ca. 45 Min., pro Portion 410 kcal

Aus „Genießen wie es mir gefällt“ von Sarah Schocke und Alexander Dölle. In einem äußerst geschmackvoll aufgemachten Buch werden via Baukastensystem diverse höchst leckere Rezepte angeboten, aus denen sich der Leser jeden Tag je ein Gericht aus den Kapiteln Frühstück, kleine Gerichte, Hauptgerichte sowie Snacks und Desserts aussuchen darf. Die Schlank-Joker sind dabei kleine Abwandlungen des Grundrezeptes, um so noch einmal 100 Kalorien einsparen zu können. Das Ziel ist eine ausgewogene, gesunde Ernährung, die ohne Genussverlust dank einer gewissen Kalorienhöchstmarke dabei helfen soll, trotz Alltagsschlemmerei seine Wohlfühlfigur zu halten. Wer häufig die Schlank-Joker einsetzt, kann dem Buch zufolge natürlich auch abnehmen. Sport ist von Vorteil. Fazit: Die Rezepte sind äußerst lecker, das Jonglieren mit Kalorien einfach und bequem. Aufpassen sollte man dennoch bei der maximalen Kalorienzahl, die recht verallgemeinernd vom Buch thematisiert wird. Vermutlich benötigen doch einige Menschen weitaus weniger Kalorien für ihren Grundumsatz, ohne dass man/frau zunimmt. Erschienen im Kosmos Verlag zum Preis von 19,99 Euro (160 Seiten, Broschur, ISBN 978-3-4401-4010-9).

Zitronenhuhn mit Honigfeigen
Für 4 Personen benötigen Sie: 4 Hähnchenkeulen (je ca. 280 g), 1 große Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, ¼ Bund Petersilie, ½ Bund (Zitronen-)Thymian, 1 große Chilischote, 1 ½ Bio-Zitronen, 6 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer, 300 ml Hühnerbrühe, 6 Feigen, 2 EL Butter, 2 EL Honig

Und so wird das Zitronenhuhn zubereitet:
1. Die Hähnchenkeulen im Gelenk durchtrennen, kalt abspülen und gründlich trocken tupfen. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und möglichst fein hacken. Die Kräuter waschen und trocken schütteln, die Blättchen von den Stängeln zupfen und grob hacken. Chilischote waschen, entstielen, halbieren und die Kerne und Trennwände herauskratzen, dann die Schote in schmale Streifen schneiden. Die ½ Zitrone auspressen, den Saft mit Zwiebel, Knoblauch, Kräutern, Chili und 4 EL Öl mischen. Die Hähnchenteile in dieser Mischung wenden und zugedeckt mind. 6 Std. (oder über Nacht) im Kühlschrank durchziehen lassen.
2. Dann den Backofen auf 190 Grad vorheizen. Übrige Zitrone heiß waschen und in dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebel-Kräuter-Mischung mit einer Gabel von den Hähnchenteilen kratzen und auffangen. Die Hähnchenteile salzen und pfeffern.
3. Übriges Olivenöl in einem flachen Bräter erhitzen und die Hähnchenteile darin bei mittlerer bis starker Hitze rundherum hellbraun anbraten. Herausnehmen, eventuell überschüssiges Öl abgießen. Dann die Zwiebel-Kräuter-Mischung in den Bräter geben und ca. 2 Min. unter Rühren andünsten. Die Brühe angießen, einmal aufkochen lassen dann vom Herd nehmen. Die Hähnchenteile mit der Haut nach oben mit den Zitronenscheiben in den Bräter legen und offen im Ofen (Mitte, Umluft 175 Grad) in ca. 45 Min. goldbraun braten.
4. Die Feigen ca. 10 Min. vor Garzeitende waschen und längs vierteln. Die Butter in einer beschichteten Pfanne schmelzen, die Feigen mit einer Schnittseite nach unten einlegen und bei mittlerer Hitze ca. 1 Min. braten, dann auf die zweite Schnittseite wenden und 1 Minute braten. Den Honig darüberträufeln, Feigen kräftig darin schwenken, auf die Hautseite drehen und noch kurz ziehen lassen. Zum Huhn geben und 2-3 Min. mitgaren. Das Hähnchen schmeckt besonders gut mit Couscous oder Fladenbrot.
Zubereitungszeit: 25 Min., Marinierzeit: 6 Std., Garzeit: 45 Min., pro Portion ca. 194 kcal

Aus "Sommerküche". Pralles Gemüse, saftige Früchte und der Duft frischer Kräuter - jetzt ist die Zeit, um mit allen Sinnen zu genießen. Jeden Moment, an jedem Ort, am besten gleich unter freiem Himmel. Autorin Tanja Dusy präsentiert die allerbesten Rezepte für drinnen und draußen. Für jeden Moment des Sommers, egal ob z.B. eine gemeinsame Landpartie, die große Hitzewelle, das Lampionfest oder den Kaffeeklatsch, gibt es die passende Köstlichkeit. Und weil frisches Gemüse im Sommer Hochsaison hat, serviert Tanja Dusy außerdem jede Menge kreative Rezepte für Aubergine, Paprika & Co. Die sieben opulenten Rezeptkapitel verheißen Gaumenfreude pur und damit nicht genug! Sonnengetränkte Bilderwelten laden in jeder Jahreszeit zum Schmökern und Träumen ein. Erschienen bei Gräfe und Unzer zum Preis von 24,99 Euro (256 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, ISBN: 978-3-8338-1924-7).

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