Jetzt besonders lecker: Birnen & Pflaumen!

Wer jetzt über den Wochenmarkt schlendert, dem läuft bestimmt das Wasser im Munde zusammen. Maßgeblich daran beteiligt ist vermutlich auch die große Auswahl an Pflaumen und Birnen, deren Saftigkeit einem förmlich ins Gesicht springt. Wir haben passende Rezepte für die Verarbeitung derselben für Sie parat…

Birnen-Kartoffel-Püree


Birnen enthalten kaum Säure und ergänzen die Kartoffeln daher auf sehr delikate Art. Als Gratin ein Sattmacher, als Püree mit weniger Crème fraîche eine feine Beilage.

Für 4 Personen benötigen Sie: 400 g vollreife Birnen, 400 g mehligkochende Kartoffeln, 2 Zweige Rosmarin, 150 g Crème fraîche, Salz, Pfeffer, frisch geriebene Muskatnuss, 50 g Butter, 80 g Semmelbrösel

Und so ist die Zubereitung:

  1. Die Birnen waschen, vierteln, entkernen und grob zerkleinern. Die Kartoffeln waschen, schälen und klein schneiden. Den Rosmarin waschen und trocken schütteln. Birnen, Kartoffeln und 1 Zweig Rosmarin in einem Topf mit wenig kochendem Wasser in ca. 20 Min. garen. Dann den Rosmarin entfernen. Birnen und Kartoffeln mit einem Kartoffelstampfer fein zermusen. Crème fraîche unterrühren und das Püree mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.
  2. Vom übrigen Rosmarin die Nadeln abstreifen und grob hacken. Die Butter in einer Pfanne erhitzen, die Semmelbrösel und den Rosmarin darin kurz schwenken.
  3. Das Püree in eine runde (ca. 28 cm Ø) oder rechteckige Auflaufform füllen, die Semmelbrösel darauf verteilen. Das Püree im Backofen (Mitte) bei 200 Grad (Umluft) ca. 15 Min. überbacken.
  4. Zubereitungszeit: ca. 45 Min., pro Portion ca. 390 kcal

Aus „Genuss aus der Heimat“. Immer mehr Menschen entscheiden sich heutzutage für eine nachhaltige Lebensweise. Und dazu gehört auch eine gesunde Ernährung mit regionalen und saisonalen Produkten. Mit über 250 Rezepten, die mal einfach und schnell, mal besonders und überraschend sind, zeigt die Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm, wie man im Alltag bewusster mit Lebensmitteln umgehen kann, ohne auf Genuss zu verzichten. Das Kochbuch führt mit vielen saisonalen Zutaten durch das kulinarische Jahr. So stehen im Frühling Gerichte mit grünem Gemüse, Spargel, Erdbeeren, Hühnchen und Lamm auf dem Speisezettel. Selbst gezogene Küchenkräuter sowie gesammelte Blüten verfeinern die Rezepte. Der Sommer verwöhnt mit seinem üppigen Angebot an sonnengereiften Tomaten, knackigen Salaten, zartem Fisch, gegrilltem Fleisch und frischen Beeren. Von diesen leichten Köstlichkeiten geht es in den Herbst mit seiner ganzen Fülle und Rezepten zu Kürbis, Pilzen, Quitten und Pflaumen, gefüllter Ente, Braten und Wild. Der kulinarische Winter bietet regionale Produkte wie Rübchen, Süßkartoffeln und Kohl. Gänsebraten und sanft geschmortes Fleisch duften herrlich und wechseln sich ab mit süßen Hauptgerichten. So hat jede Jahreszeit ihren Reiz. Fazit: Nach einem kurzen Info-Teil geht es auch schon los – mit vielen köstlichen Rezepten, die nach Jahreszeiten sortiert sind. So fällt einem saisonales Kochen leicht! Erschienen bei Gräfe & Unzer zum Preis von 19,99 Euro (288 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-8338-5447-7).

Pflaumen-Bete-Gemüse mit Polenta

Für 4 Personen benötigen Sie für die Polenta: 1 Bund Thymian, 100 g Pecorino (oder Parmesan; am Stück), 600 ml Milch, Salz, 180 g Polentagrieß, Fett für die Form. Für das Gemüse: 250 g kleine Rote Beten, 300 g Pflaumen, 1 Zwiebel, 3 TL Kapern, 1 Zweig Rosmarin, 1 Stiel Salbei, 4 EL Olivenöl, 150 ml Rotwein, Salz, Cayennepfeffer, ½ TL Zimtpulver, ½ TL brauner Zucker. Außerdem: 30 g Butter, 50 g Haselnussblättchen

Und so ist die Zubereitung:

  1. Für die Polenta den Thymian waschen, trocken schütteln und die Blättchen abzupfen. Den Pecorino fein reiben. Milch, ½ TL Salz und Thymianblättchen in einem Topf aufkochen. Vom Herd nehmen und den Polentagrieß unter Rühren hinzufügen. Nochmals aufkochen und unter gelegentlichem Rühren etwa 5 Minuten köcheln lassen. Die Hälfte des Käses unterrühren. Die Masse in eine kleine eckige gefettete Auflaufform (etwa 16 x 20 cm) füllen. Mit dem restlichen Käse bestreuen. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen.
  2. Für das Gemüse die Roten Beten putzen, am besten mit Einmalhandschuhen schälen und halbieren. Die Hälften in 1 cm breite Spalten schneiden. Die Pflaumen waschen, halbieren, entsteinen und in breite Spalten schneiden. Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Die Kapern hacken. Den Rosmarin und den Salbei waschen und trocken tupfen.
  3. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin andünsten. Die Roten Beten hinzufügen und kurz mitdünsten. Mit dem Rotwein ablöschen. Kapern, Gewürze, Zucker und Kräuter dazugeben und das Gemüse zugedeckt etwa 12 Minuten dünsten. Dann die Pflaumen zum Rote-Bete-Gemüse dazugeben und weitere 5 Minuten dünsten. Die Kräuterstiele entfernen.
  4. Inzwischen die Polenta im Ofen auf der mittleren Schiene 10 Minuten überbacken. Die Butter in einer Pfanne erhitzen und die Haselnüsse darin goldbraun rösten.
  5. Die Polenta aus dem Ofen nehmen, in dicke Scheiben schneiden und mit dem Pflaumen-Bete-Gemüse auf Tellern anrichten. Die Nuss-Butter darübergeben.

Tipp: Zur Abwechslung schmeckt auch cremige Polenta. Dann einfach 150 bis 200 ml mehr Milch (oder Wasser) hinzufügen und den gesamten Käse unterrühren.
Zubereitungszeit: ca. 50 Min.

Aus „Ernteglück“. Es ist Erntezeit! Dann stapeln sich rotbackige Äpfel auf dem Küchentisch und Gläser voll von frisch eingekochtem Quittengelee füllen die Speisekammer. Mit den saisonalen Highlights aus dem eigenen Garten, vom Wochenmarkt, aus dem Wald oder von der Wiese holt sich jeder das Glück in die Küche! Diane Dittmer und Anke Schütz nehmen uns mit auf eine kulinarische Reise – von der Brombeerernte bis zur Grünkohlsaison. Ob Bunte-Bete-Carpaccio für jeden Tag, Pilzpastete für Gäste oder Nuss-Schoko-Würfel zum Verschenken: Bei den über 60 überraschenden Rezepten landen nicht nur Lebensmittel aus dem eigenen Garten auf dem Teller, sondern auch das Beste aus dem Wald wie frisches Wild und Pilze. Und damit auch außerhalb der Erntezeit geschlemmt werden kann, wird eingekocht, eingelegt, püriert und gebacken. Die frische Küche macht Lust aufs Experimentieren mit den Produkten aus der Nachbarschaft und lässt so manche Kindheitserinnerung wieder aufleben. Fazit: Tolle Foodfotos lassen einem schon beim Blättern das Wasser im Munde zusammenlaufen. Raffinierte Rezepte lösen dann das visuelle Versprechen ein. Tolles Buch! Erschienen im ZS Verlag zum Preis von 18,99 Euro (160 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-89883-547-3).

Birnenschlangerl

Für 4 Personen benötigen Sie: 150 g glattes Weizen- oder feines Dinkelmehl, 110 g kühle Butter, 2 EL Wasser, 1 EL Essig, 1 Eidotter, 1 verquirltes Ei zum Bestreichen, Butter für das Backblech, Staubzucker zum Bestreuen. Für die Fülle außerdem: 500 g Apfel- oder Birnenspalten, 30 g Rosinen, 50–70 g Zucker, Prise Zimt und Vanillezucker


Und so ist die Zubereitung:

  1. Für den Mürbeteig zunächst die Butter in kleine Stückchen schneiden und mit Mehl, Wasser, Essig sowie Eidotter rasch zu einem Mürbeteig verarbeiten. Nur bei Bedarf (wenn der Teig zu weich geworden ist) kühl rasten lassen.
  2. Ungefähr auf die Länge des Backblechs hin rechteckig ausrollen. Dafür den Teig am besten auf einer leicht bemehlten Backmatte, einem etwas festeren Vakuumierbeutel oder -sack bzw. einem Bogen Backpapier ausrollen. Das Backrohr auf ca. 165 Grad Heißluft vorheizen.
  3. Für die Fülle die Apfel- oder Birnenspalten mit Rosinen, Zucker, Vanillezucker und einer Prise Zimt vermengen und in der Mitte des Teigflecks auftragen. Den Teig mit Hilfe des Backpapiers oder der Backmatte beidseits zur Mitte hin einschlagen. Mit verquirltem Ei bestreichen und mit einer Gabel Muster eindrücken. Auf ein mit Butter bestrichenes
  4. Backblech setzen oder mit dem Backpapier bzw. der Backmatte auf das Blech setzen und 35–40 Minuten backen.
  5. Apfelschlangerl herausheben, auskühlen lassen, portionieren und vor dem Servieren mit Staubzucker bestreuen. Aber Achtung: Auf Backmatten darf nicht geschnitten werden! Daher am besten eine Teigkarte unter die Schlangerl schieben und erst dann aufschneiden, dabei die Teigkarte jeweils unter das neue Stück schieben.


Tipp: Mürbeteig bleibt beim Ausrollen nicht kleben, wenn man das Rollholz mit einem sauberen Strumpf überzieht und erst dann mit Mehl bestäubt.

Aus “Oberösterreichische Küche” von Ingrid Pernkopf & Renate Wagner-Wittula. Gut gegessen und getrunken hat man in Oberösterreich ja schon immer gerne. Altbewährte Rezepte für deftige Knödel, saftige Brat’ln und sündige Krapfen erzählen davon wunderbare Geschichten. Doch auch hier bleibt die Zeit nicht stehen: Man kocht leichter, bewusster und nachhaltiger. Innovative Landwirte steuern qualitativ hochwertiges Obst, Gemüse, Fleisch und Getreide bei. Die Natur sorgt für fangfrische Fische und bestes Wild. Dies spiegeln auch die Rezepte wider: Neben kreativen, leichten Gerichten wie Apfel-Curry-Suppe oder Gemüse-Laibchen kommen die Klassiker wie G’selchtes mit Grießknödeln, Mostbrat`l und G’hackknödel auch nicht zu kurz. Stimmungsvolle Fotos, Hintergrundinformationen zu Land & Leuten sowie klare Schritt-für-Schritt-Rezepte machen dieses Buch zum Standardwerk oberösterreichischer Lebensfreude. Fazit: Wer einen einzigartigen Einblick in die oberösterreichische Küche haben möchte, ist hier sehr gut aufgehoben. Klasse Rezepte, ein geschmackvoll aufbereitetes Buch. Top! Erschienen im Pichler Verlag zum Preis von 34,90 Euro (272 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-85431-731-9).

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