Ein festliches Menü - nicht nur zu Ostern

Ostern, Konfirmation, Geburtstag oder einfach nur mal so - man braucht nicht immer einen besonderen Anlass, um ein festliches Menü für seine Liebsten auf den Tisch zu zaubern. Wie ein äußerst geschmackvolles 3-Gänge-Menü jedoch ausschauen könnte, haben wir für Sie zusammengetragen.

Für den, der gerne kocht, gibt es nichts Schöneres, als Freunde zu einem Essen einzuladen und sie zu verwöhnen. Natürlich hängt die Gastlichkeit nicht ausschließlich von den kulinarischen Fähigkeiten des Gastgebers ab, und Freundschaft geht ganz sicher nicht nur den Magen, dennoch macht es viel Spaß zusammen mit Menschen, die man schätzt, bei einem köstlichen Menü mehrere Stunden am Tisch zu verbringen, während man das liebevoll Zubereitete genießt und herrlich quatschen kann. Nicht nur zu Feiertagen kommen wir Menschen zusammen, doch wenn, dann garantiert dann, wenn es gilt, etwas oder jemanden hochleben zu lassen. Für viele sind die Ostertage rot im Kalender markiert. Man besucht die Familie oder spielt selbst den Gastgeber, um all seine Liebsten zu verwöhnen. Doch was kommt diesmal auf den Tisch? Hören Sie auf, sich den Kopf zu zerbrechen, anbei finden Sie einen schönen Menü-Vorschlag...


Spargelsuppe mit Kerbelklößchen

Für 4 Personen benötigen Sie: 500 g weißer Spargel, 800 ml Gemüsebrühe, 3 Bund Kerbel, 250 ml Milch, 4 EL Butter, 150 g Mehl, 4 Eier, Salz, frisch geriebene Muskatnuss, 200 ml Sahne

Und so wird das Süppchen zubereitet:

  1. Spargel waschen, schälen und die holzigen Enden abschneiden. Die Spargelstangen in etwa 3 cm lange Stücke schneiden. Die Gemüsebrühe in einem Topf erhitzen und die Spargelstücke darin bissfest garen. Einige Spargelköpfe beiseitelegen.
  2. Den Kerbel waschen, trocken schütteln und die Blätter fein hacken. Die Milch in einem Topf erhitzen und die Butter unterrühren. Das Mehl hinzufügen und so lange rühren, bis sich ein Kloß gebildet hat, der sich vom Topfboden löst.
  3. Den Teig in eine Schüssel geben und die Eier unterrühren. Anschließend den Kerbel hinzufügen und die Masse mit Salz und Muskatnuss abschmecken. Salzwasser zum Kochen bringen und vom Teig kleine Klöße abstechen. Im siedenden Wasser etwa 5 Minuten ziehen lassen. Herausnehmen und abtropfen lassen.
  4. Die Spargelstücke mit der Gemüsebrühe pürieren und die Sahne unterrühren. Mit Salz abschmecken. Spargelköpfe hineinrühren und mit den Kerbelklößchen servieren.

Zubereitungszeit: ca. 30 Min. (plus Garzeit), pro Portion ca. 390 kcal

Das Rezept von Sylvia Winnewisser stammt aus dem schönen Kochbuch "Spargel". Spargelzeit ist Genießerzeit - nur wird es irgendwann langweilig, wenn die edlen Stangen immer nur mit zerlassener Butter oder Sauce Béchamel daherkommen. Damit ist jetzt Schluss, denn die Rezepte dieses Buches bieten garantiert Abwechslung. Ob Spargelcarpaccio mit Früchten, scharfe Spargelsuppe mit Garnelen, Tafelspitz mit Spargelvinaigrette oder Hähnchenroulade mit Spinat und Spargel - hier zeigt sich Spargel von seiner köstlichsten Seite. Und wer meint, schon alles zu kennen, wird mit Spargelkonfitüre oder grünem Spargeleis überrascht. Erschienen bei Naumann & Göbel zum Preis von 8,99 Euro. (192 Seiten, ISBN 978-3-625-12799-4).


Kalbsfilet in der Brotkruste

Für 4 Personen benötigen Sie für das Kalbsfilet: 1-2 EL getrocknete Totentrompetenpilze, 100 g Kalbsbrät, 2-3 EL Sahne, 1 gestr. TL Dijonsenf, Salz, schwarzer Pfeffer, frisch geriebene Muskatnuss, 1 EL gehackter Thymian, 1 ganzes Toastbrot (altbacken), 500 g Kalbsfilet (Mittelstück), 5 EL braune Butter. Für das Gemüse außerdem: 100 g Rosenkohl, Salz, 1 Petersilienwurzel, 2 Möhren, 2 Schwarzwurzeln, ½ Zimtrinde, ½ ausgekratzte Vanilleschote, 100 ml Gemüsebrühe, schwarzer Pfeffer, frisch geriebene Muskatnuss, 1 Prise mildes Chilipulver, 1 EL Arganöl


Für das Kalbsfilet:

  1. Den Backofen auf 160 Grad vorheizen. Ofengitter mit Abtropfblech einschieben.
  2. Die Totentrompeten in kochendes Wasser geben, aufkochen lassen, dann vom Herd nehmen und 15 Min. ziehen lassen. Abtropfen und auskühlen lassen, dann klein hacken.
  3. Das Kalbsbrät mit der Sahne glatt rühren. Dijonsenf dazugeben und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Thymian und Totentrompeten unterrühren. Das Toastbrot entrinden und längs 2 möglichst dünne Scheiben abschneiden. Beide Scheiben jeweils etwa 3 mm dick mit Brät bestreichen. Das Kalbsfilet halbieren, je 1 Stück darauflegen und darin einrollen, sodass das Fleischstück rundherum mit Brot eingewickelt ist.

Das Kalbsfilet im Brot in einer Pfanne bei mittlerer Hitze in der braunen rundherum goldbraun anbraten, dann im Backofen auf dem Gitter saftig durchziehen lassen.

Für das Gemüse

  1. Den Rosenkohl putzen, in einzelne Blätter teilen, in Salzwasser 1-2 Min. kochen, kalt abschrecken und abtropfen lassen.
  2. Petersilienwurzel, Möhren und Schwarzwurzeln schälen. Die Schwarzwurzeln schräg in Scheiben schneiden, Petersilienwurzel und Möhren in Stifte schneiden und alle Gemüsesorten nacheinander in Salzwasser bissfest kochen, in kaltem Wasser abschrecken und auf einem Sieb abtropfen lassen.
  3. Rosenkohlblätter mit Petersilienwurzel, Möhren, Schwarzwurzeln, Zimtrinde, Vanilleschote und Brühe in eine tiefe Pfanne geben. Mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Chili würzen. Zuletzt das Arganöl dazugeben.

Anrichten:
Das Kalbsfilet mit einem Sägemesser in Scheiben aufschneiden. Mit dem Gemüse portionsweise auf vorgewärmten Tellern anrichten und mit je 2-3 EL brauner Sauce umgießen.

Zubereitungszeit: 1 Std. 20 Min.

Das Rezept stammt aus "Meine Klassiker". Wie lässt sich jemand wie Alfons Schuhbeck in einem Satz beschreiben? Mit der einen Hand jongliert er scheinbar mühelos Fernsehauftritte, sein Münchner Restaurant, seinen Gewürzladen und unzählige kulinarische Projekte, während er in der anderen seit fast dreißig Jahren seinen Michelin-Stern hält. Unmöglich, einen Tausendsassa wie ihn zu fassen - wäre da nicht seine unverwechselbare kulinarische Handschrift. Mit 100 seiner typischen und beliebten Rezepte serviert Alfons Schuhbeck nun in dem Kochbuch "Meine Klassiker" die Essenz seiner über dreißigjährigen Karriere am Herd. Es ist sein persönlichstes Kochbuch. "Es gibt nix Besseres als was Guats", bekennt Alfons Schuhbeck. Und "was Guats", das sind für ihn in erster Linie die bodenständigen Gerichte seiner bayerischen Heimat, die er zu raffinierten Hochgenüssen verfeinert, ohne sie dabei zu verkünsteln. Nicht nur anhand der Rezepte, sondern auch in eingestreuten Anekdoten lässt Schuhbeck seine Laufbahn Revue passieren. Ein ausführliches Porträt rundet das Kochbuch ab. Wer wissen möchte, wie der Ausnahmekoch Alfons Schuhbeck tickt - hier lässt es sich erlesen und erschmecken. Erschienen bei Gräfe und Unzer als E-Book zum Preis von 19,99 Euro (320 Seiten, Hardcover, ISBN: 978-3-8338-2126-4).

Holunder-Zitronenparfait mit Buttermilchschaum

Für 4 Personen benötigen Sie fürs Parfait: 100 g Holunderpulp (pürierte Holunderbeeren ohne Schalen und Kerne, Alternative: gefrorene Heidelbeeren), 100 ml Zitronensaft, 2 Eiweiß, 155 g Zucker, 2 Blatt Gelatine, 400 ml geschlagene Sahne. Für den Buttermilchschaum: 100 ml Buttermilch, 20 g Puderzucker, 10 g Vanillezucker. Für die Garnitur: 1 Blatt Brickteig, Puderzucker, Holunderblätter, Holunderpulp

Zubereitung:

  1. Holunderpulp mit 50 g Zucker aufkochen und in eine Schüssel abpassieren. In einer zweiten Schüssel den Zitronensaft mit 30 g Zucker verrühren.
  2. Eiweiß mit den verbliebenen 75 g Zucker über einem Wasserbad in einer Schüssel aufschlagen. Die in kaltem Wasser eingeweichte Gelatine dazugeben und kalt schlagen.
  3. Nun die kalte Eiweißmasse auf beide Schüsseln mit Holunderpulp und Zitronensaft aufteilen und unterheben. 250 ml Sahne unter die Zitronenmasse und 150 ml unter die Holundermasse heben.
  4. Die beiden Massen abwechselnd in eine mit Frischhaltefolie ausgelegte Parfaitform einschichten und für 5 Stunden ins Gefrierfach geben. Vor dem Anrichten die Form stürzen, Folie vom Parfait abziehen und es dann in Scheiben schneiden.
  5. Buttermilch, Puderzucker und Vanillezucker mit dem Mixstab aufschäumen.


Anrichten:

  1. Ein fertig gebackenes Brickteigblatt mit Puderzucker bestäuben und damit den Teller dekorieren.
  2. Den Buttermilchschaum auf dem Teller platzieren, darauf das Holunder-Zitronenparfait setzen, und mit zwei Tropfen Holunderpulp und Holunderblättern garnieren.



Aus "Sommerfrische" von Barbara Schlachter-Ebert. Die Küchenchefin des sternegekrönten Hotels "Schloßanger Alp" präsentiert mit diesem Kochbuch den zweiten Teil ihrer Trilogie "Meine drei Allgäuer Jahreszeiten". Darin holt die gebürtige Allgäuerin buchstäblich die Sommerfrische der Berge in die Küche. Dazu gibt es hilfreiche Küchentipps, die das Nachkochen Zuhause erleichtern. Zwischen den Rezepten gewährt die mehrfach prämierte Köchin sehr persönliche Einblicke in ihr Leben und ihren Werdegang. Neben Food-Fotos zeigt sie auch Aufnahmen aus ihrem privaten Fotoalbum. Zugegeben, die Rezepte sind nicht wirklich alle leicht, aber das wunderschöne Kochbuch mit den erstklassigen Kochideen passen zumindest vom Titel her zu hundert Prozent. Diesen Titel aus dem Umschau Buchverlag gibt es nur nur noch gebraucht.

Eigentlich ist nun unser festliches 3-Gänge-Menü komplett. Doch als besonders hübsche und auch köstliche Versuchung können Sie zum nachmittäglichen Kaffee noch dies präsentieren...


Schmetterlingscupcakes

Für 12 Stück benötigen Sie für den Teig: 2 Eier (Kl. M), 70 g Zucker, Salz, 150 ml neutrales Speiseöl, 75 ml Milch, 80 g Mehl, 30 g Speisestärke, 2 TL Kakaopulver, 1 ½ TL Backpulver. Für die Creme: 6 Riesen-Schokoschaumküsse, 100 g Speisequark (20 % Fett), 15 g Puderzucker, 200 g Sahne, 2 Päckchen Sahnesteif. Für die Dekoration: bunte Zuckerperlen und -miniblümchen, 12 größere Zuckerblumen. Außerdem: weiche Butter für die Formen

Und so werden die wunderschönen Cupcakes zubereitet:

  1. Für den recht flüssigen Teig die Formen dünn mit Butter ausstreichen. Den Backofen auf 190 Grad (Umluft 170 Grad) vorheizen. Eier, Zucker und 1 Prise Salz mit den Quirlen des Handrührgeräts 8 bis 10 Minuten sehr dickcremig aufschlagen. Nach und nach unter Schlagen zuerst das Öl, dann die Milch zugießen. Mehl, Stärke, Kakao und Backpulver gemischt darauf sieben und mit einem Schneebesen vorsichtig unterheben. Teig in die Formen füllen. Im Ofen auf dem mit Backpapier belegten Rost 15 Minuten backen. Mit dem Rost aus dem Ofen nehmen, 5 Minuten abkühlen lassen, vorsichtig aus den Formen lösen und völlig abkühlen lassen.
  2. Für die Creme die Waffeln der Schokoküsse vorsichtig abtrennen und beiseite stellen. Die Schaummasse der Schokoküsse in eine Schüssel geben und fein zerdrücken, mit Quark und Puderzucker verrühren. Sahne und Sahnesteif steif schlagen. 2 Esslöffel Schlagsahne abnehmen, den Rest unter die Creme heben und Creme 15 Minuten kalt stellen.
  3. Waffeln der Schokoküsse halbieren. Die Hälfte dünn mit den 2 Esslöffeln Schlagsahne bestreichen und nach Belieben mit bunter Zuckerdekoration garnieren. Creme in einen Spritzbeutel ohne Tülle füllen und auf die Teigherzen spritzen. 6 Cupcakes mit den Waffelhälften als Schmetterling garnieren. Übrige Cupcakes mit großen bunten Zuckerblüten garnieren. Dann sofort servieren.


Tipp: Cupcakes und Creme kann man sehr gut am Vortag zubereiten. Man kann die Creme auch schon auf die Cupcakes spritzen und dann in den Kühlschrank stellen. Nur das Garnieren der Waffeln und der Cupcakes sollte man erst kurz vor dem Servieren machen, da die Deko sonst durchweicht. Mit Kerzen dekoriert perfekt für den Kindergeburtstag!
Zubereitungszeit: ca. 50 Min. (plus Kühlzeit)

Das Rezept stammt aus "Muffins & Cupcakes", erschienen im Südwest Verlag, ist aber nicht mehr erhältlich.

Quellen und Bildrechte:

Ähnliche oder weiterführende Artikel