Beerenküche – lecker wie nie!

Jetzt reifen sie wieder an den Sträuchern: Die Beerenzeit hat begonnen und wir dürfen uns über Himbeeren, Blaubeeren, Brombeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren in Hülle und Fülle freuen. Natürlich wandern sie nicht nur von der Hand in den Mund, es gibt auch tolle Rezepte für ganze Gerichte…

Dicke Bohnen mit HeidelbeerenDicke Bohnen, Heidelbeeren und Speck

Dieses Trio passt erstaunlich gut zusammen: die süß-säuerlichen Beeren zu den leicht bitteren Bohnen und dem salzigen Speck. Die Form von Beeren und Bohnen harmonieren ebenfalls sehr schön und ergibt ein angenehmes Mundgefühl.

Für 2 Personen benötigen Sie: 750 g frische Dicke Bohnen in der Hülse (200 g enthülst), 1 EL Olivenöl, 175 g Speck (in Würfel oder Streifen geschnitten), 1 Spritzer Zitronensaft, 75 g Heidelbeeren, 2 Scheiben Sauerteig- oder anderes gutes, robustes Brot, 1 Knoblauchzehe (halbiert), Olivenöl oder Rapsöl zum Beträufeln, einige Blätter Thymian (nach Belieben), Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Und so ist die Zubereitung:

  1. Die Bohnen aus den Hülsen lösen. In einem Topf Wasser zum Kochen bringen, die Bohnen darin 3-4 Minuten kochen, dann abgießen. Ein paar Bohnen probieren. Wenn die Haut eher bitter schmeckt, diese entfernen. Bei kleineren, frischen Bohnen sollte das jedoch nicht nötig sein.
  2. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und den Speck knusprig anbraten. Die Bohnen dazugeben und unter Rühren 1 Minute weiter braten. Die Herdplatte abschalten, einen Spritzer Zitronensaft, etwas Salz und Pfeffer und die Heidelbeeren hinzufügen. Gut vermischen und in der Pfanne lassen, um die Heidelbeeren zu erwärmen und eventuell sgoar leicht zu garen, während Sie das Brot vorbereiten.
  3. Das Brot toasten und leicht mit der halbierten Knoblauchzehe einreiben. Mit etwas Olivenöl beträufeln und mit der Bohnen-Heidelbeer-Mischung belegen. Nach Wunsch mit Thymianblättern bestreuen. Nochmals mit Olivenöl beträufeln, etwas Pfeffer darübermahlen und servieren.
  4. Variation: Die Bohnen-Heidelbeer-Kombination funktioniert auch gut mit Ziegenkäse. Die Bohnen wie oben kochen, abtropfen und abkühlen lassen, dann mit den Heidelbeeren, etwas Olivenöl sowie Salz und Pfeffer mischen. Mit zerkrümelten Ziegenkäse bestreuen oder zu gegrilltem Ziegenkäse auf Toast servieren.

Aus „Täglich Früchte“ * von Hugh Fearnley-Whittingstall. Die meisten von uns essen zu wenig Obst und im Grunde unseres Herzens wissen wir das auch. Der Autor begegnet der verbreiteten Gleichgültigkeit und Fantasielosigkeit bei der Verwendung von Obst in der Küche mit einem Feuerwerk von 160 abwechslungsreichen Rezepten: süße und pikante Gerichte für fast alle saisonalen Früchte, die hierzulande gedeihen, vom ersten Rhabarber über saftige Beeren, Melonen, Pflaumen und Reineclauden bis zu herbstlichen Apfel- und Birnenernte, Hagebutten und anderen Wildfrüchten. Neben bekannten und beliebten fruchtigen Klassikern – Desserts, Kuchen, Tartes und Eiscremes – schmeckt Obst auch wunderbar in pikanten Salaten, als Belag auf einer Pizza, peppt Fleischeintöpfe auf und passt hervorragend zu Fisch. Fazit: Tolle Bandbreite von Rezepten mit den fruchtigen Hauptdarstellern. Klasse! Erschienen im AT Verlag zum Preis von 28 Euro (416 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-03800-926-9).

Gorgonzola-Linguine mit Himbeeren

Für 4 Portionen benötigen Sie: 400 g Linguine, Meersalz, 200 g junger Spinat (fein gehackt), 200 g Gorgonzola (gewürfelt), 50 ml Sahne, ½ Bd. Petersilie (fein gehackt), Abrieb und 2 EL Saft von 1 Bio-Zitrone, 50 g Haselnusskerne (grob gehackt), 125 g Himbeeren

Und so ist die Zubereitung:

1. Die Linguine nach Packungsanweisung in sprudelnd kochendem Salzwasser bissfest garen. 30 Sek. vor dem Abgießen den Spinat untermischen. 4 EL Nudelwasser abschöpfen und beiseitestellen. Die Nudeln und den Spinat abgießen und zurück in den Topf geben.
2. Gorgonzola, Sahne, Nudelwasser, Petersilie, Zitronenabrieb und –saft sowie die Haselnüsse unterrühren, bis der Käse geschmolzen ist. Die Hälfte der Himbeeren unterheben und die Nudeln auf vorgewärmte Teller verteilen. Mit den restlichen Himbeeren garnieren und sofort servieren.

Aus „Himbeeren – Rezepte für Genießer“ *. Samtig-weich und rot – Himbeeren lassen nahezu jeden im Nu auf einer rosaroten Sommerwolke schweben. Kein Wunder also, dass dem zierlichen Früchtchen eine positive Wirkung auf das Gemüt nachgesagt wird. Aber es kann noch mehr: Sowohl in süßen als auch in herzhaften Gerichten macht die Himbeere eine gute Figur – hier sind die Rezepte dafür! Fazit: Schöne Auswahl leckerer Gerichte rund und mit der Himbeere. Dabei wird bewusst auf Fotos verzichtet. Erschienen im Hölker Verlag zum Preis von 6,99 Euro (32 Seiten, Broschur, ISBN 978-3-88117-130-4).

No Bake Cake mit Himbeeren und Kokos

No bake cake mit Himbeeren und HeidelbeerenFür 1 Springform (Ø 24 cm) benötigen Sie für den Boden: 150 g Butterkekse, 25 g feine Kokosraspel, 1 TL Zucker, 1 Prise Meersalz, 100 g Butter. Für die Füllung: 500 g Himbeeren, 5 Blatt Gelatine, 200 ml ungesüßte cremige Kokosmilch, 300 g Doppelrahm-Frischkäse, 200 g Magerquark, 150 g Puderzucker, Saft und Abrieb von 1 Bio-Limette, 150 ml Sahne, 75 g feine Kokosraspel. Außerdem: Butter für die Form, Kokosraspel zum Bestreuen

Und so ist die Zubereitung:

  1. Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen. Die Butterkekse in einen Gefrierbeutel geben und mit dem Nudelholz fein zerstoßen. Mit Kokosraspeln, Zucker und Salz einer Schüssel mischen. Die Butter in einem kleinen Topf zerlassen und gründlich mit der Keksmischung vermengen. Die Mischung gleichmäßig in der Form verteilen und gut am Boden andrücken. Für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
  2. Für die Füllung die Himbeeren verlesen, vorsichtig waschen und trocken tupfen. 125 g abwiegen, pürieren und durch ein feines Sieb streichen. Das Himbeerpüree beiseitestellen. Die restlichen Himbeeren gleichmäßig auf dem Boden verteilen. Dabei ca. 1 cm Platz zum Rand lassen.
  3. Die Gelatine 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Kokosmilch, Frischkäse, Quark, Puderzucker, Limettensaft und –abrieb glatt rühren. 3 EL Sahne in einem kleinen Topf erwärmen (sie darf nicht kochen!). Die Gelatine gut ausdrücken und in der heißen Sahne unter Rühren auflösen. Anschließend 3 EL der Kokosmasse untermischen und den Topfinhalt unter die restliche Kokoscreme rühren. Die übrige Sahne steif schlagen und mit den Kokosraspeln unter die Füllung ziehen.
  4. Die Creme in die Form füllen und glatt streichen. Den Kuchen nach Belieben mit dem beiseitegestellten Himbeerpüree garnieren und für mindestens 5 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank fest werden lassen. Zum Servieren mit einem spitzen, dünnen Messer vorsichtig am Rand entlangfahren, den Kuchen aus der Form lösen und auf eine Platte setzen. Mit Kokosraspeln bestreuen und in Stücke schneiden.
  5. Zubereitungszeit: ca. 1 Std., Kühlen: 30 Min. + 5 Std.

Aus „I love Berries“ * von Christin Geweke. Beeren sind schon pur ein echter Genuss – aber auch in Kuchen, luftigen Desserts und kleinem Naschwerk sind die aromatischen Sommerfrüchte bestens aufgehoben! Ob zart-cremig, erfrischend-fruchtig oder eisgekühlt - diese Leckereien bringen dich dem süßen Glück garantiert ein Stück näher. Kuchenglück für alle Beerenliebhaber! Fazit: Ein ansprechendes Buch, dessen schöne Fotos die schmackhaften Rezepte widerspiegeln, die die Autorin für uns rund um die süße Frucht entdeckt, kreiert und und für die Nachwelt festgehalten hat. Sehr gelungen! Erschienen im Hölker Verlag zum Preis von 16,95 Euro (96 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-88117-122-9).

Brombeer-Thymian-Konfitüre

Brombeer-Thymian-KonfitüreWers gerne herzhafter mag, kann einen Teil der Brombeeren durch Balsamico-Essig ersetzen. Auf jeden Fall ein guter Begleiter zu Frischkäse oder Ziegengouda.

Für 1,25 Liter benötigen Sie: 1 kg Brombeeren, Saft von 1 Zitrone, 8 Zweige Thymian, 500 g Gelierzucker 2:1

Und so ist die Zubereitung:

Brombeeren verlesen und möglichst nicht waschen. Von 4 Thymianzweigen die Blättchen zupfen, zusammen mit den Früchten und dem Gelierzucker vermischen und die Mischung mindestens 2 Stunden stehen lassen. Zusammen mit dem Zitronensaft in einem Topf unter Rühren langsam zum Kochen bringen. 4 Minuten kochen lassen. Fast fertig! Beim Abfüllen in jedes Glas noch einen frischen Zweig Thymian geben.

Aus „Marmeladen & Curds“ *. Egal ob aus dem eigenen Garten, vom Markt oder aus Wildsammlung – wenn der Duft frischer Früchte durch die Küche zieht, werden wir kreativ: Wir kombinieren heimische und exotische Früchte, Obst und Gemüse, und wagen uns an ganz neue Kreationen. Das köstliche englische Lemon-Curd mit seiner cremigen Konsistenz aus Butter und Ei inspiriert uns zu Abwandlungen mit Ananas oder Kokos; Marmeladen und Gelees bereichern wir mit Kräutern wie Minze und Lavendel oder mit Gewürzen wie Vanille und Zimt oder Schokolade und Kokos. So entsteht Glück im Glas als Vorrat für trübe Wintertage oder als Geschenk für unsere Lieben! Fazit: Kleines, feines Büchlein, das mit köstlichen Obst-Streich-Rezepten aller Art prall gefüllt ist. So kann der Morgen zumindest kulinarisch mit einem Lächeln beginnen… Erschienen im Jan Thorbecke Verlag zum Preis von 8,99 Euro (64 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-7995-1214-5).

Kalte Stachelbeer-Minz-SuppeDas ideale Dessert für heiße Tage

Kalte Stachelbeer-Minz-Suppe

Für 4 Portionen benötigen Sie: 3 Kiwis, 700 g Stachelbeeren, 50 ml Holunderblütensirup, 300 ml Weißwein, 5 Stängel Minze, 1 gestrichener TL Speisestärke, Eiswürfel

So ist die Zubereitung:

1. 1 Kiwi schälen, in grobe Stücke schneiden und mit Stachelbeeren, Holunderblütensirup und Weißwein langsam aufkochen. 5 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen.
2. Die Hälfte der Beeren herausnehmen und beiseitestellen. Den Rest weiterkochen, bis die Beeren zerfallen.
3. Die Suppe und die abgezupften Minzblätter mit dem Stabmixer pürieren und durch ein Sieb streichen.
4. Die Stärke mit 3 EL kaltem Wasser verrühren und zur Suppe geben. Alles nochmals unter Rühren aufkochen, im kalten Wasserbad abkühlen und im Kühlschrank komplett auskühlen lassen.
5. Die restlichen Kiwis schälen und in Scheiben schneiden. Mit den beiseitegelegten Beeren und einigen Eiswürfeln in die Suppe geben und servieren.

Zubereitungszeit: 20 Min. + 4 Std. kühlen

Aus „Beerenglück für Genießer“ * von Karl Newedel. Beeren sind Superfoods: gesund, lecker und vielseitig. Süße Gerichte, Kuchen, Torten und feine Desserts mit fruchtigen Saucen: Diese Rezepte zeigen die große Vielseitigkeit der bunten Früchte. Fazit: Natürlich weiß Autor Karl Newedel seine Rezepte gut in Szene zu setzen. Die Gerichte sehen superlecker aus und zudem bietet das Buch eine gute Auswahl der verschiedensten Beeren. Ansprechend! Erschienen bei Bassermann Inspiration zum Preis von 4,99 Euro (80 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-572-08171-4).

Quellen und Bildrechte:

  • 1. © Sigrid Roßmann / www.pixelio.de
  • 2. © Simon Wheeler, AT Verlag / www.at-verlag.ch
  • 3. © Hölker Verlag / Frauke Antholz
  • 4. Nathalie Wolff, Paris © 2017 Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern
  • 5. © Karl Newedel / Bassermann Verlag
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