Ab auf die Insel – zumindest kulinarisch…

Packt Sie das Fernweh? Träumen Sie von schönen Stränden, rauschendem Meer und köstlicher Inselküche? Nun, Strände und Meer können wir Ihnen leider nicht bieten, doch für den Fernweh-Hunger gibt es leckere Rezepte von ganz unterschiedlichen Insel-Paradiesen…

Rochenflügel auf Tomaten-Olivencaponata (ali di razza bagnia de tomatiga e olia)

geschnittene Tomaten und Zwiebeln auf HolzbrettFür 4 Personen benötigen Sie: 2 mittelgroße Rochenflügel (ca. 900 g), 4 mittelgroße Rispentomaten, 250 g bunte Kirschtomaten, 100 g schwarze Oliven ohne Kern, 100 g grüne Oliven, gefüllt (z.B. mit Paprika), 1 Zwiebel (geschält und fein gewürfelt), 2 Knoblauchzehen (geschält und fein gewürfelt), 200 ml weißer Aceto Balsamico, 1 unbehandelte Zitrone (Saft), 150 ml Olivenöl, Meersalz und Pfeffer aus der Mühle, 4 EL Zucker, 3 Stängel Basilikum (Blätter grob zerzupft), ca. 50 ml Olivenöl zum Anbraten

Und so wird das Gericht zubereitet:

  1. Die Rispentomaten vom Strunk befreien. Die Haut der Rispen- und Kirschtomaten ringsum leicht einstechen.
  2. Die Tomaten in heißem Wasser kurz blanchieren, in Eiswasser abschrecken und dann häuten. Die Kirschtomaten parallel zum Strunk halbieren. Die Rispentomaten vierteln, entkernen und in Streifen schneiden.
  3. Schwarze und grüne Oliven in feine Ringe schneiden. In eine Schüssel geben, Zwiebel- sowie Knoblauchwürfel, Aceto Balsamico, Zitronensaft und Olivenöl zugeben.
  4. Mit Meersalz, Pfeffer und reichlich Zucker abschmecken.
  5. Mit einem scharfen Messer die Rochenflügel auf einer Seite senkrecht am Knorpel bis auf die Gräten einschneiden. Das Messer in die Waagerechte drehen und es den Gräten entlang mit leichtem Druck gleiten lassen, um das Fleisch abzutrennen. Die Flügel wenden und auf der anderen Seite genauso verfahren.
  6. Die Flügel in Portionsgröße schneiden und mit Meersalz und Pfeffer würzen. In einer Pfanne Olivenöl erhitzen und darin bei mittlerer Hitze beidseitig goldbraun braten.
  7. 7. Die Tomaten-Olivenmischung (Caponata) auf eine Platte geben und die gebratenen Rochenflügel darauf legen.


Kochbuch: Sardinien – su coro sarduTipp: Genießen Sie zu diesem Gericht pane carasau, das typische sardische Hirtenbrot, und servieren Sie zusätzlich einen einfachen Ricotta. Marinierte Tomaten, Ricotta und pane carasau sind typisch für die sardische Hirtenküche.

Aus „Sardinien – su coro sardu“. Ganz Sardinien duftet nach den Kräutern der Macchia, die der Inselküche ihren besonderen Geschmack verleihen. Das Buch vermittelt sardisches Lebensgefühl und sardische Gastfreundschaft. Man bekommt Lust aufs Nachkochen und Ausprobieren und wird zu einem Besuch auf der zweitgrößten Insel Italiens im westlichen Mittelmeer angeregt – oder an den letzten Urlaub dort am Strand oder im bergigen Hinterland erinnert. Traditionelle Familienrezepte, in denen die kulinarischen Besonderheiten wie Bottarga oder Fiore Sardo (ein geräucherter Schafskäse), Gewürze (z.B. der dort angebaute Safran) und Kräuter der Macchia verwendet werden, bieten den unverfälschten Geschmack einer einfachen, durch die Güte ihrer Zutaten überzeugenden Küche. Erschienen im Hädecke Verlag zum Preis von 22 Euro (112 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-7750-0654-5).

Ginos Pasta mit frischem Pesto (aus dem eigenen Gemüsegarten)

Für 4 Personen benötigen Sie: für das Pesto 1–2 Bund frisches Basilikum, 2 Handvoll Pinienkerne, 1 Handvoll Walnusskerne, 2 große Knoblauchzehen (geschält), ½ Scheibe Weißbrot (dunkel getoastet), 1 ½ Gläser Olivenöl. Und für die Pasta: 500 g Pasta (wer mag, natürlich selber machen), je 200 g Pecorinokäse und Parmesankäse (frisch gerieben)

Und so wird das Gericht zubereitet:

Das Basilikum waschen und die Blätter abzupfen. Zusammen mit allen Zutaten im Mixer
oder mit dem Pürierstab pürieren. Die Pasta al dente kochen, abschütten und noch warm mit
dem Pesto vermischen. Den Käse reiben und dazu reichen.

Tipp: Wer viel Basilikum im eigenen Garten hat, kann gerne eine größere Menge Pesto herstellen. Hierbei einfach das Pesto in verschliessbare Gläser füllen und mit Olivenöl ganzflächig bedecken. Jetzt hält sich das Pesto bis zu 3 Monate im Kühlschrank.

Buch: Happy Hippie CookingAus „Happy Hippie Cooking Ibiza". Ibiza ist anders. Ein mediterranes Eiland, das den Traum von einer besseren Welt aus Hippietagen herübergerettet hat. Elke Clörs zeigt Facetten der drittgrößten Balearischen Insel, die der normale Urlauber nur selten erleben wird. Es ist mehr als eine Hommage an die Insel: Sie präsentiert einen Liebesbeweis an Menschen, Orte, Domizile und die köstlichen Gerichte Ibizas. Großartig ist es der Autorin gelungen, die Verbindung von Architektur, Wohnen und kulinarischen Genüssen in Bilder umzusetzen. Elke Clörs bereitet unkonventionell und mediterran geprägt, aus einfachen Zutaten Außergewöhnliches. Auf einer kleinen Reise quer über Ibiza werden private, individuelle und exotische Wohnträume vorgestellt. Und auch tolle Rezepte - eine gesunde Ernährung, die nicht teuer und nicht aufwendig ist. Fazit: Das Buch ist ein Gesamtkunstwerk und macht uns Lust auf ein neues Lebensgefühl. Eine Bereicherung für das Küchenregal! Erschienen im Systemed Verlag zum Preis von 19,99 Euro, aber zur Zeit vergriffen (208 Seiten, Broschur, ISBN 978-3-95814-025-7).

Hähnchen-Garnelen-Küchlein mit Tomatensauce (Fuyunghai)

Dieses Gericht hat seinen Ursprung in der chinesischen Küche. Dort wird jedoch überwiegend Schweinefleisch verwendet. Moslems, die größte Bevölkerungsgruppe Indonesiens, verwenden dafür Hähnchenfleisch.

Für 4 Personen benötigen Sie: 2 Zwiebeln, 3 Knoblauchzehen, 4 EL Öl, 200 g Tomatenpüree, 400 ml Gemüsebrühe, 200 g Erbsen (TK-Qualität oder frisch ausgepalt), Essig, Zucker, 4 EL Speisestärke, 200 g Hähnchenbrustfilet, 100 g Garnelen/Shrimps (ohne Schale; bei TK-Qualität aufgetaut), Salz, Pfeffer (frisch gemahlen), 2 Frühlingszwiebeln, 100 g Möhren, 100 g Weißkohl, 6 Eier, Öl zum Braten und Frittieren

Und so wird das Gericht zubereitet:

  1. Für die Sauce Zwiebeln schälen und in Streifen schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. 2 EL Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebeln und die Hälfte des Knoblauchs darin anbraten. Mit Brühe ablöschen und Tomatenpüree sowie Erbsen dazugeben. Mit Essig und Zucker süßsauer abschmecken. Etwa drei Minuten köcheln lassen. 2 EL Stärke mit 2 EL Wasser glattrühren, in die Sauce gießen, aufkochen und warm stellen.
  2. Hähnchenbrust mit kaltem Wasser waschen, trocken tupfen und fein hacken.
  3. Restliches Öl in einer Bratpfanne erhitzen. Übrigen Knoblauch darin anbraten. Hähnchenfleisch sowie Shrimps dazugeben und mitbraten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann herausnehmen und abkühlen lassen.
  4. Frühlingszwiebeln putzen, waschen und fein schneiden. Möhren schälen und in feine Streifen schneiden. Weißkohl putzen, waschen und ebenfalls in feine Streifen schneiden.
  5. Eier verquirlen und mit der Fleischmischung, den Frühlingszwiebeln, Gemüsestreifen und der restlichen Stärke verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Öl zum Frittieren auf etwa 170 Grad erhitzen. Mithilfe einer Suppenkelle oder eines großen Löffels portionsweise im heißen Öl knusprig frittieren. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  7. Die Küchlein mit der warmgestellten Sauce servieren.

Kochbuch: Bali & Java Street FoodAus „Bali & Java Street Food“. Die indonesische Street-Food-Reise führt vom muslimisch-geprägten Java zum hinduistisch-geprägten Bali, durch grandiose Landschaften vorbei an Vulkanen, Mango-, Reis- und Chilifeldern, Märkten und Tempeln und natürlich zu jeder Menge Garküchen und kleinen Restaurants, die oft nur ein einziges Gericht auf der Karte haben, das dann aber genau hier besonders gut schmeckt. Die Geschichten dieser „Küchen auf Rädern“ und der Menschen, die sie betreiben, werden hier erzählt und die typischen Rezepte zum Nachkochen vorgestellt. Die Idee zur gemeinsamen Reise entstand während der Zusammenarbeit in Hamburg, wo die Autorin, Foodstylistin und gebürtige Indonesierin Jenny Susanti dem Fotografen und leidenschaftlich Reisenden Andreas Wemheuer von ihrer Heimat und deren wunderbarer, abwechslungsreicher Küche vorschwärmte. Mit tatkräftiger Unterstützung von Freunden und Familie vor Ort wurde die Reise dann geplant und umgesetzt. Herausgekommen ist ein köstlicher kulinarischer Road-Trip durch das Reich der tausend Inseln, wo (nicht nur) die Götter gerne Urlaub machen. Das Lese-, Koch- und Reisebuch verführt zur sofortigen Reiseplanung und bis das Flugzeug startet, lassen sich die authentischen Rezepte gut zu Hause nachkochen, zumal Jenny Susanti für hier nicht erhältliche Zutaten entsprechende Varianten angibt. Erschienen im Hädecke Verlag zum Preis von 18 Euro (224 Seiten, Klappenbroschur, ISBN 978-3-7750-0686-6).

Schärensommer: Meine Lieblingsrezepte

Schären, die idyllische Inselgruppe an der schwedischen Küste, die Schauplatz von Bestsellerautorin Viveca Stens Kriminalromane rund um Thomas Andreasson und seine Jugendfreundin Nora ist, wird hier in diesem Bildband von der Autorin nun kulinarisch entdeckt. Wunderschöne Fotos zeigen eine idyllische Sommerlandschaft, Viveca Sten porträtiert liebevoll Menschen und Inseln und hat in vielen Gesprächen mit den Einheimischen Rezepte gesammelt: für Gebäck wie Zitronenmuffins oder Blaubeerküchlein über Hauptgerichte wie Schwarzwurzeln mit Pfifferlingen oder den berühmten Köttbullar bis hin zu Fischgerichten, die in den Schären besonders beliebt sind. Alle Rezepte, die sich größtenteils gut nachkochen lassen, werden dank vieler toller Fotos sehr ansprechend präsentiert und man bekommt direkt Lust, alles zu probieren. Wer einmal ins das Buch hineinschnuppern möchte, kann dies hier tun! Erschienen ist "Schärensommer: Meine Lieblingsrezepte" bei Kiepenheuer & Witsch zum Preis von 19,99 Euro (192 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-462-04773-8).

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