Das Beste aus dem Ofen...

Überbacken, gratiniert, gebraten oder gebacken: Der Backofen ist für uns Deutsche wohl kaum noch wegzudenken. Was gibt es nicht für Köstlichkeiten, die mal nach kurzer, häufig jedoch längerem Aufenthalt dort wieder zum Vorschein kommen. Ein paar tolle Ofen-Rezepte gibt es natürlich wie immer bei uns...

Hafenmeistertöpfchen mit Krabben, Krebsen und Forelle
Sie benötigen für 4 Portionen: 300 g frische 'Champignons, 80 g durchwachsener Speck, 100 g Nordseekrabben, 100 g gekochte, geschälte Flusskrebse, 1 Zitrone, 400 g Forellenfilet (ohne Haut; Bach- oder Regenbogenforelle), Salz, Pfeffer aus der Mühle, 500 ml Sahne, 2 EL Tomatenmark, 2 TL eingelegte grüne Pfefferkörner, evtl. Dill oder andere Kräuter zum Garnieren

Und so wird es zubereitet:
1. Ofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen. Die Champignons putzen, Stiele herausdrehen und wegwerfen. Köpfe mit einem Pinsel säubern, dann in Scheiben schneiden. Den Speck würfeln. Champignons, Speckwürfel, Krabben und Krebs mischen.
2. Zitrone auspressen. Das Forellenfilet mit Zitronensaft säuern (etwas Saft für die Sauce übrig behalten), salzen und pfeffern. Den Fisch etwas ziehen lassen, dann in Würfel schneiden. Mit den Champignons, Krabben, Krebsen und Speckwürfel mischen und in eine ofenfeste Form geben.
3. Die Sahne mit Tomatenmark und grünen Pfefferkörnern vermengen, mit Zitronensaft und Salz abschmecken und in der Form verteilen.
4. Das Hafenmeister-Töpfchen im vorgeheizten Ofen ca. 45 Minuten überbacken. Vor dem Servieren nach Geschmack mit frischem Dill oder anderen Kräutern garnieren.
Dazu reichen Sie Bratkartoffeln oder ein kräftiges Brot und als Getränk ein nicht zu bitteres Bier oder einen leichten Riesling.
Zubereitungszeit: 45 Min. + 45 Min. überbacken

Aus "Fische aus heimischen Seen & Flüssen". Forelle, Zander, Hecht & Co. - Fische aus heimischen Seen und Flüssen werden immer beliebter, seit Nachrichten von überfischten Meeren und fragwürdigen Fangmethoden die Lust auf Meeresfisch nehmen. Heimischer Fisch passt perfekt in einen ausgewogenen Speisekplan und sorgt dank hochwertigem Eiweiß, Mineralien und Spurenelementen für eine gesunde Ernährung. Doch was muss man beachten beim Kauf, der Aufbewahrung und der Verarbeitung? Antworten auf diese Fragen geben Jacqueline Vogt und Ingo Swoboda in ihrem Buch "Fische aus heimischen Seen und Flüssen". Neben klassischen Rezepten wie "Forelle Müllerinnen Art" stellen sie auch neue Kreationen zu den am häufigsten anzutreffenden Fischarten vor. Zusätzliche Hinweise, was beim Zubereiten beachtet werden muss, sorgen dafür, dass auch alles wirklich gelingt. Erschienen im Kosmos Verlag zum Preis von 14,95 Euro (144 Seiten, Broschur, ISBN: 978-3-440-12687-5).

Kalbsfilet im Strudelteig
Sie benötigen für 4 Portionen: 800 g Kalbsfilet, 1 Schalotte, 5 Scheiben eingelegte getrocknete Tomaten und aus das Öl, 100 g Champignons, 5 EL Rotwein, Sherry oder Bier, Salz, Pfeffer, 150 g (dekorative) Spinatblätter, 150 g Rohschinken in Scheiben, 1 Packung Strudelteig, etwas Butter, 1 Ei

Und so ist die Zubereitung:
1. Das Kalbsfilet salzen und bei mittlerer Hitze von allen Seiten ca. 10 Minuten anbraten. Danach etwas abkühlen lassen.
2. Das Öl der eingelegten Tomaten in einer Pfanne erhitzen. Die geschälte Schalotte, Tomaten und die Pilze fein hacken (Pilze vorher gründlich säubern). Alles zusammen ca. 2 Minuten andämpfen. Den Wein bzw. Sherry oder Bier dazugießen und alles so lange köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Anschließend mit Salz und Pfeffer würzen.
3. Die Spinatblätter ganz kurz in Salzwasser kochen (blanchieren). Dann abgießen und sofort unter kaltem Wasser abkühlen. So behält der Spinat seine intensive grüne Farbe. Die Spinatblätter mit Küchenkrepp trocken tupfen.
4. Jetzt zuerst die Spinatblätter, dann darauf die Rohschinken-Scheiben in der Länge des Filets ca. 25 cm breit überlappend auslegen. Die Tomaten-Pilz-Mischung darüber verteilen. Dabei rundherum einen Rand von ca. 2 cm aussparen. Das Filet darauf legen und sorgfältig einrollen.
5. Die Teigblätter mit flüssiger Butter einpinseln. Dabei kann man nach Belieben viele Teigblätter verwenden, ganz so, wie es dem persönlichen Geschmack entspricht. Das Filet mit dem Teig "verpacken". Alles ca. 30 Min. kühl stellen. Dann den Teig mit Eigelb bestreichen und mit einer Gabel einstechen. Anschließend das Kalbsfilet im "Teigmantel" auf der unteren Schiene des auf 200 Grad vorgeheizten Umluftofens ca. 35 Min. backen.
6. Vor dem Tranchieren ca. 10 Minuten ruhen lassen.

Aus "Leckere Pilz-Rezepte" von Janny Hebel. Jeder, der die Früchte des Waldes liebt, aber an Rezepten vielleicht nur Pilzpfanne oder Pilzsuppe parat hat, ist mit "Leckere Pilzrezepte" von LV-Buch bestens bedient. Denn Pilze sind so vielseitig. Sie sind gesund, kalorienarm, vitamin- und mineralstoffreich; vorausgesetzt, sie werden richtig gelagert und behandelt. Dazu gibt es in der Einführung die passenden Tipps für den ungetrübten Pilzgenuss. Dass Pilze auch im Salat eine gute Figur machen, wird hier mithilfe von appetitmachenden Fotos und kreativen Rezeptideen bewiesen. So gibt es zum Beispiel den Kräuterseitling-Salat mit Entenbrust. Auch der Pfifferlingsalat mit Rinderfiletwürfeln und Rucola weckt Vorfreude, genauso wie die Suppen. Pilze sind eben Allroundtalente, was auch die ausgefallenen Vorspeisen wie Champignon-Kastanien-Terrine oder eine Kohlrabicreme mit Trüffelmarmelade beweisen. Und erst die Hauptspeisen! Simpel in der Zubereitung, geschmacklich aber ein Erlebnis sind z.B. der Auflauf vom Kräuterseitling oder die gebratene Kräuterseitling-Polenta. Erschienen im Landwirtschaftsverlag zum Preis von 9,95 Euro (96 Seiten, Ringbuch, ISBN: 978-3-7843-5125-4).

Möhren-Mandel-Auflauf
Für 4 Portionen benötigen Sie: 600-700 g Möhren, 100 g Mandeln (gerieben), Salz, 2 gestr. TL Garam Masala, etwas weißer Pfeffer (frisch gemahlen), 3-4 EL Kichererbsenmehl, 2 EL Öl, Öl für die Förmchen

Und so wird er gemacht:
1. Die Möhren putzen und grob raspeln. Mit den geriebenen Mandeln mischen.
2. Salz, Garam Masala und Pfeffer hinzufügen und gut mischen. Kichererbsenmehl ebenfalls dazugeben. Zum Schluss mit dem Öl gut vermischen.
3. Vier Portionen-Auflaufförmchen mit Öl bestreichen und die Masse auf die Förmchen verteilen. Wenn Sie keine kleinen Förmchen haben, können Sie auch ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Möhrenmasse in kleinen Häufchen darauf verteilen.
4. Backofen auf 180 Grad vorheizen. Förmchen oder Backblech in den Ofen schieben und Möhren-Mandel-Auflauf 35-40 Min. backen.

Aus "Aufläufe und Gratins - fantastisch vegetarisch". Köstliche Aufläufe und Gratins sind heiß begehrte Klassiker jeder Alltagsküche. Wer dabei nur an Resteverwertung denkt, darf sich von Margrit Stevanon und ihrem Buch überraschen lassen. Weil Aufläufe und Gratins erstaunlich vielseitig sind, macht es immer wieder Spaß, Neues auszuprobieren - ist eine Zutat gerade mal nicht vorhanden, wird sie durch eine andere ebenso köstliche ersetzt. Egal, ob mit Getreide, Kartoffeln oder Nudeln - rund ums Jahr lassen sich unkompliziert die leckersten Gerichte zaubern! Bei der Zubereitung sind neben den passenden Rezepten vor allem Kreativität und Fantasie gefragt, aber auch ein wenig Basiswissen kann nicht schaden. Deshalb gibt die Autorin vorab nützliche Informationen über Backformen, praktisches Zubehör und die richtigen Backtemperaturen sowie Tipps, wie luftig lockere Souffles garantiert gelingen. Im Rezeptteil finden sich neben bewährten Klassikern wie Kartoffelgratin und Gemüselasagne auch internationale Speisen und interessante exotische Gerichte. Auch Aufläufe für die festliche Tafel und süße Gerichte - als Nachspeise oder Hauptgericht - fehlen nicht. Erschienen im pala-verlag zum Preis von 9,90 Euro (160 Seiten, Hardcover, ISBN: 978-3-89566-292-8).

Gedeckter Apfelkuchen (Apfelschlangerl)
Sie benötigen für 500 g Mürbeteig zunächst: 130 g kühle Butter, 80 g Zucker nach Belieben (Feinkristall-, fein gesiebter Staub-, Rohr-, Roh- oder Gelbzucker), je nach gewünschter Süße bis zu 130 g, 240 g glattes Weizenmehl oder feines Dinkelmehl, 1 Eidotter, etwas Vanillezucker, Prise Salz, fein geriebene Zitronenschale oder beliebiges Aroma, 3 EL Milch (30 g), 1 Prise Backpulver, 1 Ei zum Bestreichen. Außerdem für die Fülle: 1,5 kg Äpfel (ca. 1 kg netto), 150 g Zucker, Zimt, Zitronensaft, ca. 100 g Kuchen- oder Keksbrösel (je nach Feuchtigkeit der Äpfel), evtl. fein gemahlene Nüsse

Und so wird er gemacht:
1. Für die Fülle die Äpfel schälen, in Spalten schneiden und mit Zucker, Zimt, Zitronensaft, Bröseln und nach Belieben auch Nüssen vermengen. Aus den angegebenen Zutaten einen Mürbeteig zubereiten, dabei aber nur 1 Eidotter einarbeiten. Kurz durchkneten, nur bei Bedarf kühl stellen. Eine Hälfte des Teiges etwa 2 mm dick ausrollen und eine Kuchenform damit auslegen, dabei den Rand ca. 2-3 cm hochziehen. Mit der Fülle belegen und mit der zweiten ausgerollten Teigplatte abdecken, mit einer Gabel mehrmals stupfen, damit beim Backen der Dampf entweichen kann und mit verquirltem Ei bestreichen. Im vorgeheizten Backrohr bei 165-175 Grad 35-40 Min. backen.

Aus "Mürbteig - Ein Teig = 100 Rezepte". Der Mürbteig ist der Klassiker unter den Teigen. Nach dem Motto "Einer für alle" lassen sich aus dem Grundrezept unzählige süße und pikante Leckereien herstellen. Ingrid Pernkopf und Renate Wagner-Wittula haben in ihrem Buch zahlreiche Variationen zusammengestellt. Neben dem einfachen Basisrezept gibt es viele Ideen zur Abwandlung und Ergänzung. So verfeinern Früchte, Nüsse, Crème-Fraîche oder auch Chilipulver den Teig. Ein kleines Backeinmaleins erklärt die wichtigsten Zutaten, Geräte, Maßeinheiten und gibt Erste-Hilfe-Tipps für den Fall, dass der Mürbteig einmal nicht so gut gelingen sollte. Rezepte wie Pestotaler, Gemüse-Quiche mit Käse, Mohnrolle, Vanillekipferl und Gedeckter Apfelkuchen zeigen, dass sowohl für das Sommerpicknick als auch für die Weihnachtsbäckerei etwas Schmackhaftes dabei ist. Dank eines Lesezeichens, auf dem vier Grundrezepte stehen, behält man auch im größten Backstress den Überblick. Erschienen im Pichler Verlag zum Preis von 14,95 Euro (96 Seiten, Hardcover, ISBN: 978-3-85431-546-9).

Foto: 1. Markus Hein / pixelio.de