Wie der Balkon zur gesunden Ernährung beitragen kann

In Sachen gesunder Ernährung prallen zuweilen Welten aufeinander. Verschiedenste Ernährungskonzepte nehmen für sich in Anspruch, besonders gesund zu sein. Die Ideen reichen von steinzeitlicher bis zur veganen Ernährung. Verbrauchern bleiben angesichts der zahlreichen oft widersprüchlichen Empfehlungen oft ratlos zurück.

Gesund ernähren - aber wie?

Das Leben hat sich seit der Steinzeit kontinuierlich verändert und Essen ist heute mehr als nur eine Energiezufuhr. Essen verkörpert immer mehr auch ein bestimmtes Lebensgefühl.

Was auf den Teller kommt, hängt von vielen Aspekten ab. Da sind zunächst Nahrungsunverträglichkeiten und Allergien. Vegane Ernährung hat oftmals nicht nur einen Gesundheitsaspekt, sondern auch einen ethischen Ansatz. Aber für die gesunde Ernährung ist entscheidend, die für den Körper notwendigen Nährstoffe, Vitamine und Energie aufzunehmen. Die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung geben hierfür gute Richtwerte. Sie basieren auf wissenschaftlichen Untersuchungen.

Letztendlich sind ausgewogene Mahlzeiten am gesündesten. Zu viele Fette und Zucker werden langfristig ebenso zu einem Gesundheitsrisiko wie der Mangel an wichtigen Vitaminen und Mineralien. Die wichtigste Energiequelle für unseren Körper sind Kohlenhydrate, die zum Beispiel in getrockneten Bananen, Cornflakes oder Reis in hohem Maße enthalten sind. Aminosäuren, die Bausteine der Proteine, übernehmen zahlreiche notwendige Funktionen für den Körper. Sie sind für den Zellaufbau der Muskulatur, des Haares, der Haut und der Knochen zuständig. Auch die Gesundheit unserer Organe ist von Proteinen abhängig, gute Lieferanten sind zum Beispiel Fleisch, Hülsenfrüchte oder Milchprodukte. Allerdings tut sich unser Körper leichter, die lebenswichtigen Stoffe über tierische Eiweiße (z.B. Eier) zu verwerten.

Fett wird gern als Dickmacher abgelehnt. So einfach ist dies allerdings nicht, denn unser Körper benötigt Fette, um die Aufschlüsselung von Vitaminen zu gewährleisten. Außerdem bildet Fett eine Isolationsschicht. Ernährungswissenschaftlern raten deshalb, Nahrung mit ungesättigten Fettsäuren aufzunehmen. Sie sind beispielsweise in Nüssen, Olivenöl und Fisch enthalten und wirken sich nicht negativ auf den Cholesterinspiegel aus. Lebensmittel mit gesättigten Fettsäuren sollten Sie dagegen meiden. Zu ihnen gehört auch Butter.

Obst und Gemüse sind wichtige Bausteine für die Ernährung

Kind isst ErbsenschotenSalz und Zusatzstoffe, wie sie häufig in Fertiggerichten vorkommen, sind negativ für die Gesundheit, genauso wie der übermäßige Genuss von Zucker . Generell sind naturbelassene, unverarbeitete Lebensmittel gesünder. Tierische Produkte sind zwar nicht generell schädlich, sollten aber mit Bedacht auf den Speiseplan kommen. Pflanzliche Lebensmittel sind aber eindeutig besser für eine gesunde Ernährung.

Diese lassen sich frisch und unbelastet hervorragend im eigenen Garten anbauen. So schonen Sie Ihren Geldbeutel und darüber hinaus ist dies für ihre Kinder eine lehrreiche Beschäftigung: Der Anbau von Lebensmitteln - und auch besonders die Ernte - machen Spaß und schulen den verantwortungsbewussten Umgang mit Nahrung. Außerdem ist nichts schöner, als selbst geerntete Früchte oder Gemüse zu einem schmackhaften Essen zuzubereiten.

Wie umfangreich die Selbstversorgung gehen kann, hängt vor allem vom Platz im Garten ab. Auch das Zeitmanagement und die Einlagerungskapazität spielen eine große Rolle. Ratgeber liefern gute Anleitungen, wie der Garten auch bei Einsteigern zum Lieferanten gesunder Lebensmittel wird. Wer keinen Garten besitzt, kann andere Möglichkeiten finden. Sogar ein Balkon lässt sich trotz begrenzter Fläche zu einem Biotop gestalten, auf dem mehr als nur Kräuter wachsen können. Tomaten, Radieschen oder Himbeeren lassen sich problemlos auch auf dem Balkon ziehen. Wem das nicht reicht, hält Ausschau nach Urban Gardening. In den Gemeinschaftsgärten teilen sich die Mitglieder die Arbeit und die Ernte. Dabei sorgen sie dafür, dass unsere Städte ein wenig Grün zurückerhalten.

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