Jetzt ist Kürbis-Zeit!

Eigentlich verbindet man eher herbstliche Genüsse mit dem Kürbis. Doch seine Saison beginnt schon im Juli! Allein in Deutschland gibt es 800 verschiedene Sorten des gesunden Gemüses, von denen 200 essbar sind. Kürbisse sind vielseitig einsetzbar - von der Schale bis zum Kern. Lesen Sie mehr über dieses Power-Gemüse, über Lagerung und wie man es zubereitet.

Tipps für den Einkauf
Zu kaufen gibt es den Kürbis vor allem im Sommer und Herbst. Eine Checkliste hilft, reife Kürbisse im Geschäft zu erkennen.

- Klopftest: Einfach mit dem Knöchel auf den Kürbis pochen. Klingt er hohl, ist er reif.

- Stielprüfung: Er sollte holzig aussehen und sich fest anfühlen. Fehlen sollte der Stiel nicht. Sonst kann die Frucht austrocknen und faulig werden.

- Schale begutachten: Trockene, helle Stellen auf der Schale sind nur Schönheitsfehler. Dunkle, weiche Bereiche hingegen neigen zur Fäule.

- Etikett beachten: Wichtig ist, beim Einkauf Speise- nicht mit Zierkürbissen zu verwechseln. Letztere sind ungenießbar. Wer sich zu Hause unsicher ist, schneidet von der rohen Frucht ein kleines Stückchen ab und probiert. Wenn es bitter schmeckt, ist der Kürbis nicht essbar.

Den Kürbis richtig lagern
Ob Hokkaido oder Butternut, die Frucht hat es gern kühl und luftig. Ein trockener Platz im Keller oder in einem kühlen Raum ist gut zum Lagern geeignet. Die Raumtemperatur sollte 13 Grad nicht überschreiten. So kann der Kürbis über mehrere Monate aufbewahrt werden. Angeschnittene Kürbisse halten sich etwa zwei Tage im Kühlschrank, die Schnittstellen sollten mit Frischhaltefolie abgedeckt werden. Wer ihn länger aufbewahren will, muss die Schale entfernen und ihn wenige Minuten in Wasser kochen. Nach dem Abkühlen bei minus 18 Grad einfrieren. Die Haltbarkeit beträgt dann etwa fünf Monate.

Zubereiten leicht gemacht
Der Kürbis hat einen dezenten Geschmack, der sich wunderbar kombinieren und variieren lässt – von der einfachen Suppe bis zu Kürbispommes. Für eine pikante Note wird er mit Chili, Curry oder Ingwer gewürzt. Wer es lieber süß mag, kann Honig, Zimt oder süßen Wein zum Kochen verwenden.

Auch die Kerne müssen nicht in den Müll: Einfach das Fruchtfleisch abwaschen, im Ofen bei 180 bis 200 Grad zehn Minuten rösten und so selbst eine gesunde Alternative zu Chips herstellen. Die gerösteten Kerne sind leicht verdaulich und durch ihren hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren sehr gesund. Sie passen auch gut als knackige Zugabe in den Salat oder veredeln den selbst gemachten Brotteig zu einem Kürbiskernbrot.

Welcher Kürbis für welches Gericht?
- Der Hokkaido: Dieser Kürbis ist perfekt für eine schnelle Kürbissuppe. Er muss nämlich nicht geschält werden und erinnert geschmacklich an Maronen.

- Der Spaghetti-Kürbis: Wer einmal Nudeln aus Gemüse ohne lästiges Feinschneiden zubereiten möchte, sollte diesen Kürbis ausprobieren. Sein Fruchtfleisch zerfällt beim Kochen in spaghetti-ähnliche Streifen.

- Der Acorn-Squash: Diesen Kürbis kann man roh essen. Die weißlich-orangefarbene Frucht lässt sich gut gewürzt mit Joghurtdip als Rohkost-Knabberei essen.

Quelle: Initiative Zu gut für die Tonne!
Jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, werfen wir weg. Pro Person und Jahr sind das rund 82 Kilogramm Lebensmittelabfall. Rund zwei Drittel davon wären vermeidbar. Wie sich Lebensmittelabfälle reduzieren lassen, zeigt die Initiative Zu gut für die Tonne! des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Akteure aus Industrie, Handel, Gastronomie und Landwirtschaft sowie Verbraucherverbände, Kirchen und NGOs unterstützen die Initiative. Unter www.zugutfuerdietonne.de finden sich Tipps zu Lebensmittellagerung und -haltbarkeit, Fakten zur Lebensmittelverschwendung sowie Rezepte für beste Reste. Der „Zu gut für die Tonne! – Bundespreis für Engagement gegen Lebensmittelverschwendung“ im Rahmen der Initiative prämiert Ideen und Projekte aus vielen Bereichen. Bewerbungen sind noch bis 31. Oktober 2015 unter www.zugutfuerdietonne.de/bundespreis möglich.

Kochen und Deko mit Kürbis

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