Auf Tierprodukte verzichten: Wie gesund ist eine vegane Ernährung?

Es gibt ganz unterschiedliche Gründe, warum immer mehr Menschen sich für einen reduzierten Fleischkonsum oder gleich einen komplett veganen Lebensstil entscheiden. Für manche ist das Vermeiden von Tierleid wichtig, für andere stehen Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit im Fokus. Auch die eigene Gesundheit ist häufig der Grund für den Verzicht auf tierische Lebensmittel wie Ei, Milch, Fleisch und Honig. Aber wie gesund ist die vegane Ernährung wirklich, und worauf sollten Sie bei der Umstellung achten?

Welche positiven Effekte kann eine vegane Ernährung haben?

In der heutigen Zeit leiden viele Menschen unter sogenannten Wohlstandserkrankungen. Diese entstehen unter anderem durch eine übermäßige und falsche Ernährung sowie durch zu wenig Bewegung. Übergewicht und damit einhergehende Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Gefäßkrankheiten und Probleme mit den Gelenken sind nur einige der Auswirkungen, die ein Überangebot an verarbeiteten Lebensmitteln auf uns haben können.

Immer mehr Menschen sehen in einer rein veganen Lebensweise eine sowohl gesunde als auch nachhaltige und umweltschonende Lösung. Untersuchungen zeigen, dass der Konsum von Fleischersatzprodukten gegenüber dem von echtem Fleisch beispielsweise den Ausstoß von Treibhausgasen deutlich reduziert. Auch der Organismus profitiert von einer Umstellung auf eine rein pflanzliche Ernährung. So lässt sich beispielsweise der Cholesterinspiegel entscheidend senken und Gefäßerkrankungen vorbeugen. Der Verzicht auf tierische Fette bedeutet oftmals auch, dass sich das Gewicht reduziert und so zu einem gesünderen und verbesserten Allgemeinzustand beiträgt. Auf diese Weise können Sie in vielen Fällen Folgeerkrankungen wie Diabetes vorbeugen und zusätzlich die Gelenke entlasten.

So gelingt die Umstellung auf eine vegane Lebensweise

Die Entscheidung, sich von nun an vermehrt oder ausschließlich rein pflanzlich zu ernähren, kann also deutlich spürbare positive Auswirkungen auf Ihre Gesundheit und die Ihrer Familie haben. Besonders, wenn Kinder im Haushalt leben, fällt es aber nicht immer leicht, alle Familienmitglieder von den teilweise neuen und unbekannten Produkten zu überzeugen. Im besten Fall geschieht dies über den Geschmack: Sobald kleine und größere Mitbewohner merken, wie lecker vegan sein kann und dass sie auf nichts verzichten müssen, wird die Umstellung schneller und problemloser akzeptiert. Hier können Fleischersatzprodukte aus Tofu, Seitan oder Erbsenprotein in den Speiseplan integriert werden, die kaum von ihren fleischhaltigen Vorbildern zu unterscheiden sind. Dazu gibt es ganz unterschiedliche Arten, Gemüse, Getreide und vieles mehr zuzubereiten und für einen guten Geschmack zu sorgen. Auch die Gewürze machen den Unterschied. Leckere vegane Rezepte, die auch für die Vorlieben kleiner Esser geeignet sind, finden sich in großer Anzahl im Internet.

Ausgewogen und gesund: Was ist bei einer veganen Ernährung zu beachten?

Wie bei jeder anderen Ernährungsweise gilt auch beim Veganismus: Richtig gesund ist nur ein ausgewogener Speiseplan, der alle Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Co. beinhaltet. Wer hauptsächlich Fast Food und Süßigkeiten verzehrt, lebt auch als Veganer nicht zwangsläufig gesund. Besondere Beachtung sollte die Zufuhr von Proteinen und von Vitamin B12 finden: Hier droht eine Unterversorgung, der aber mit entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln vorgebeugt werden kann. Im Zweifelsfall beraten auch der Hausarzt oder die Krankenkasse zu einer ausbalancierte und gesunden veganen Ernährung für die ganze Familie: Davon profitiert die Umwelt ebenso wie die individuelle Gesundheit.

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