Gesundbrunnen Kaffee

Kaffee ist besser als sein Ruf: Nach neuesten wissenschaftlichen Studien wirken zwei bis fünf Tassen, am besten über den Tag verteilt, vorbeugend vor Allergien, Darm- und Leberkrebs, Gallensteinen und Karies.

Das Risiko, an Parkinson oder Diabetes vom Typ II zu erkranken, wird um bis zu 25 Prozent gesenkt.

Wie Kaffee das schafft, wissen die Wissenschaftler allerdings noch nicht. Sie vermuten, dass bestimmte Bestandteile als Antioxidantien wirken und gefährliche Freie Radikale vernichten. Was es den Forschern so schwer macht: Bis heute existiert keine eindeutige Analyse der Kaffeebohne. Sie enthält mehr als 1.000 Substanzen. Die wichtigsten sind Kohlehydrate, Fettstoffe, Wasser, pflanzliche Säuren, Aromastoffe sowie Mineralstoffe wie Eisen, Kalium und Magnesium.

Für die meisten Kurzzeit-Effekte ist das Koffein verantwortlich. Es trickst den Organismus aus: Bei Müdigkeit produziert der Körper Adenosin, einen Botenstoff, der entspannend wirkt. Koffein verhindert das und beschleunigt zudem den gesamten Stoffwechsel. Die Blutgefäße weiten sich, das Herz schlägt kräftiger und schneller, und die Durchblutung aller Organe wird optimiert.

Nur in höherer Dosis (mehr als zehn Tassen) hat Koffein negative Wirkungen. Dann kann es Zittrigkeit, Unruhe und Übelkeit verursachen.
Herzkranke sollten generell ihren Arzt fragen, wie viel Kaffee für sie vertretbar ist. Und Schwangere beschränken ihren Konsum besser auf einen "Latte" am Tag, weil Föten ein Enzym in der Leber fehlt,mit dem das Koffein im Körper abgebaut wird.

Übrigens ist Kaffee das mit Abstand beliebteste Getränk der Deutschen: Sie trinken pro Kopf und Jahr 162 Liter, verteilt auf drei Tassen täglich. Das sind rund 50 Liter mehr Kaffee als Bier. Mit diesem Verbrauch liegen sie weltweit auf Platz 10. In Ländern wie Luxemburg, Niederlande, Finnland und Schweden wird deutlich mehr Kaffee getrunken.

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