In der dunklen Jahreszeit haben Gewürze Hochsaison. Was wäre der Winter ohne den Duft von Glühwein und Spekulatius? Typische Wintergewürze sind zum Beispiel Zimt, Nelken, Anis oder Piment. Sie haben eine entspannende und wohltuende Wirkung und helfen dem Körper, trotz Dunkelheit und Kälte fit zu bleiben.
Schon vor 5000 Jahren setzten die alten Chinesen und Ägypter diese Gewürze zu Heilzwecken ein. Schon damals wusste man um die Kraft der in den Gewürzen enthaltenen ätherischen Öle und wie sie wirken. Chili zum Beispiel bringt Immunsystem und Verdauung in Schwung. Gewürznelken wirken antibakteriell und schmerzlindernd. Deshalb verwenden zum Beispiel auch Zahnärzte Nelkenextrakt zur örtlichen Betäubung. Ingwer kurbelt den Kreislauf und die Durchblutung an und hilft sogar bei Reisekrankheit.
Beim Kochen sind Gewürze das i-Tüpfelchen für das Essen. Wer noch nicht so viel Erfahrung damit hat, sollte sie vorsichtig dosieren: Erst wenig nehmen und dann noch mal abschmecken und nachwürzen. Ganz besonders ist das natürlich bei scharfen Zutaten wie Ingwer, Chili und Pfeffer wichtig - denn wenn das Gericht einmal richtig verpfeffert ist, ist es nicht mehr genießbar.
Am besten schmecken Gewürze, wenn man sie frisch zerreibt oder im Mörser zerstößt. Man kann damit auch einen aromatischen Tee zubereiten.
Ein toller Tipp für graue Tage ist Chai-Tee, den Sie ganz leicht selber zubereiten können: Einen Esslöffel Kardamom-Kapseln, eine kleine Zimtstange, zwei Nelken und ein Esslöffel frisch geriebenen Ingwer in ungefähr einem Viertelliter Wasser zehn bis fünfzehn Minuten kochen, dann durchsieben. Nach Geschmack kann man noch etwas Milch und Honig dazugeben. Das sorgt für einen klaren Kopf und macht gute Laune.
Viele Gewürze entfalten ein besonderes Aroma, wenn man sie in der Pfanne anröstet. Man muss aber aufpassen, dass sie dabei nicht verbrennen, denn besonders Paprikapulver und Curry schmecken dann bitter.
Noch mehr Wintergewürze:
Anis
Das Öl der Anisfrüchte wirkt bei Blähungen und Verstopfung krampflösend und bei bei Infektionen der oberen Atemwege schleimlösend. Rezept: Für einen Tee einen halben Teelöffel getrocknete, zerstoßene Anisfrüchte mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Bei Erkrankungen der Atemwege morgens und abends, bei Magen-Darm-Beschwerden mehrmals täglich etwas Tee trinken.
Kardamom
Beliebt als Gewürz für Lebkuchen und Punsch. Kardamom wirkt verdauungsfördernd und hilft bei Blähungen, Magenschmerzen und Krämpfen. Das Kauen der Samen verbessert den Atem. Ein Rezept aus dem Orient: Den Kaffee oder Tee mit einer Prise Kardamom bestreuen - das macht ihn bekömmlicher.
Koriander
Dieses Gewürz wird schon in der Bibel erwähnt. Man findet es in Lebkuchen und Spekulatius. Koriandersamen (oder Öl) wirken beruhigend auf die Nerven und den Magen-Darm-Trakt. Mit den frischen Blättern werden viele Gerichte, wie zum Beispiel in mexikanischen Salsas, verwendet wird. Sie sind reich an Vitamins A und C, außerdem enthalten sie Eisen und Calcium. Frisches Korianderkraut kann sogar in Nerven und Zellen eingelagertes Quecksilber auslösen und so seine Ausleitung bewirken.
Von Kurkuma über Zimt bis zu grünem Tee gilt: In der richtigen Menge gut, in größeren Mengen riskant. Erfahren Sie, welche Gewürze und Lebensmittel wobei helfen, wie Sie sie richtig dosieren und worauf Sie besser verzichten.
Ob ein Gericht gut schmeckt oder auch nicht, entscheidet sich nicht selten an der richtigen Würze. Was man über Gewürze wissen sollte, wo man sie am besten lagert, Tipps zur Herstellung eigener Gewürzmischungen und selbstverständlich auch einige köstliche Rezepte erhalten Sie bei uns...
Schon die Weisen aus dem Morgenland beschenkten das neugeborene Jesuskind neben Gold und Weihrauch mit Myrrhe, einem der wertvollsten Güter der damaligen Zeit. Noch heute wird die Arzneipflanze bei verschiedenen Erkrankungen eingesetzt.