Die heimlichen Dickmacher

Wie kann man ohne aufwendige Diät Kalorien sparen? Ganz einfach: Räumen Sie in Kühlschrank und Küche auf, entfernen Sie die heimlichen Dickmacher und steigen Sie auf die kalorienarmen Varianten um. Wir sagen Ihnen, welche das sind.

Manche Lebensmittel sättigen nur extrem kurzfristig und lösen später Heißhungerattacken aus. Besonders risikoreich sind Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index (Glyx). Je mehr davon im Kühlschrank stehen, desto aussichtsloser sind Abnehmversuche. Je höher der Glyx, desto rasanter steigt der Blutzuckerspiegel an. Die Bauchspeicheldrüse muss Insulin produzieren, um den Zuckerwert wieder zu normalisieren. Ernährungsforscher wiesen nach, dass ein hoher Insulinspiegel mit heftigen Heißhungerattacken einhergeht: Man isst und isst und bekommt immer mehr Hunger. Hier lauern versteckte Fett- und Kalorienfallen:


Laugenbrezel oder Croissant?

Hier siegt die Laugenbrezel eindeutig. Bei 1 g Fett pro Brezel kann das Croissant mit 21 g Fett definitiv nicht mithalten.


Toast oder Pumpernickel?

Toast ist immer die schlechtere Wahl, denn die quadratischen Scheiben haben sogar viermal soviel Fett wie Vollkornbrot. Pumpernickel ist dagegen fast fettfrei.


Nuss-Nougat-Creme oder Marmelade?

Natürlich lieber Marmelade aufs Brot! 100 g der Schokocreme haben 514 Kalorien, die gleiche Menge Marmelade durchschnittlich nur 266 Kalorien.


Frischkäse oder Halbfettmargarine?

Kaum zu glauben, aber Frischkäse hat durchschnittlich 10 % weniger Fett als Halbfettmargarine. Übrigens haben Butter und Margarine einen ähnlichen Fettgehalt, hier ist Ihre Wahl also reine Geschmackssache. Nur wer von ärztlicher Seite her auf seinen Cholesterinspiegel achten muss, sollte zur Margarine greifen.


Mortadella oder Schinken?

Eine hauchdünne Scheibe Mortadella hat bereits 7 g Fett - mehr als zwölf mal so viel wie eine Scheibe Schinken ohne Fettrand.

Mozzarella oder Hüttenkäse?

Mozzarella täuscht mit seinem Aussehen nur Leichtgewicht vor, denn er enthält 20 g Fett pro 100 g. Hüttenkäse dagegen bringt es nur auf magere 3 g Fett.

Gurkensalat oder Pilzsalat?

Mit Salat kann man nicht viel verkehrt machen? Von wegen: Mit ca. 14 g Fett entpuppt sich verzehrfertiger Gurkensalat aus dem Kühlregal als Diät-Falle - und als genauso gehaltvoll wie sechs Portionen Pilzsalat.


China-Gemüse oder Apfelrotkohl?

In 100 g tiefgekühltem chinesischen Pfannengemüse stecken 9 g Fett, magere 2,2 g Fett dagegen haben 100 g Apfelrotkohl aus dem Tiefkühlfach.


TK-Hacksteak oder Fischstäbchen?

Mit einer Portion tiefgekühltem Hacksteak (100 g) stocken Sie Ihr Fettkonto um 16 g auf. Für die gleiche Menge könnte man ebenso dreizehn panierte Fischstäbchen (1,4 g Fett pro Stück) verdrücken.

Tunfisch oder Kabeljau?

Fisch gilt allgemein als leicht, Tunfisch ist aber die reinste Fettfalle. Schon 100 g liefern 15,5 g Fett. Magerster Fisch ist Kabeljau mit 0,4 g Fett.


Calamares oder Scampi?

Calamares gehören mit satten 11 g Fett pro 100 g zu den fettreichsten Meerestieren überhaupt. Gegrillte Scampi sind mit mageren 1 g Fett ein echtes Leichtgewicht.

Klopse oder Frikassee?

TK-Königsberger Klopse liefern 202 Kilokalorien und 16 g Fett pro 100 g, das entspricht vier Portionen Hühnerfrikassee.

Pizza-Baguette oder Frühlingsrollen?

100 g Pizza-Baguette aus der Tiefkühltruhe schlagen mit 402 kcal und 28 g Fett zu Buche. Für die gleiche Fettmenge können Sie auch 2 Kilo Frühlingsrollen (1,3 g Fett/100 g) verspeisen.

Big Mac oder Hamburger?

Der Punkt geht ganz klar an den Hamburger. Während der Big Mac mit 485 Kalorien und 23 g Fett eine echte Fettbombe ist, schlägt der Hamburger mit 245 Kalorien und 7 g Fett zu Buche.

Mandelkroketten oder Kartoffelklöße?

Statt Mandelkroketten könnte man auch 3 Esslöffel Butter essen - sie kommen auf die gleiche Fettmenge von 26 g. Kartoffelklöße enthalten nur Fettspuren!

Pommes Frites oder Pommes Frites?

Doch, Sie haben richtig gelesen. Denn bei Pommes Frites kommt es auf die Zubereitung an! Pommes aus dem Backofen haben wesentlich weniger Fett als Pommes aus der Friteuse.

Knoblauchsauce oder Zigeunersauce?

Knoblauchsoße hat 31 g Fett pro 100 g, das toppt sogar eine Sauce à la Hollandaise. Dagegen ist die scharfe Zigeunersauce mit 0,2 g Fett ein Schlankmacher.


Lammkotelett oder Schweinekotelett?

Ein kleines Lammkotelett kann der Figur doch nicht schaden! Leider falsch, denn mit 32 g Fett pro 100 g ist das Fleisch ein echter Brocken. Selbst ein saftiges Schweinekotelett bringt es gerade einmal auf 8 g Fett.

Götterspeise oder Grießpudding?

In scheinbar harmlosem Wackelpeter (fettfrei) stecken elf Stück Würfelzucker pro 150 g. Dafür kann man locker elf Portionen Grießpudding essen.

Vanille-Eis oder Frucht-Eis?

Lust auf Eis stillt man besser mit Frucht- und Wasser-Eis, denn diese Sorten haben viel weniger Fett und Kalorien als Milchspeiseeis.

Schokokuss oder Schokoriegel?

Lust auf was Süßes? Dann lieber in einen Schokokuss beißen, denn der besteht zum größten Teil aus Eischnee, hat also nur 3 g Fett. Ein Schokoriegel hat dagegen 15 g Fett.


Vollmilchschokolade oder Zartbittertafel?

Im Schokoregal hat die Zartbittervariante bei den Kalorien die besseren Werte. Eine Tafel hat im Schnitt 507 Kalorien, Vollmilchschokolade hingegen 530 Kalorien.


Sahnebonbon oder Weingummi?

Durch Heidi Klum weiß es eigentlich schon jeder: Weingummi hat kein Fett, ein Sahnebonbon dafür umso mehr.

Salzstangen oder Erdnüsse?

So lecker sie auch sind, Erdnüsse sind alles andere als ein kalorienarmer Knabberspaß. Mit 100 g Erdnüssen nimmt man auch 50 g Fett zu sich. Besorgen Sie für einen gemütlichen Fernsehabend lieber Salzstangen, die haben zwar auch Kalorien, sind aber nahezu fettfrei.


Milchschnitte oder Naturjoghurt mit Obst?

Mit einer 30 g Portion der beliebten Milchschnitte nimmt man fünf Stück Würfelzucker auf. Ein kleiner Becher Naturjoghurt mit Frischobst liefert mehr Kalzium und Vitamine und nur ein Stück Würfelzucker.

Avocado oder Ananas?

Entscheiden Sie sich lieber für die Ananas. Auch die Avocado liefert lebenswichtige Nährstoffe und Fettsäuren, doch wer die grünen Früchtchen im Übermaß futtert, wird dies bald auf der Waage bemerken. In 100 g Avocado stecken 23 g Fett - wohingegen 100 g Ananas nur auf 1 g Fett kommen.


Banane oder Mango?

Beide liefern Vitamine und viel Kalium. Aber während eine Banane 110 Kalorien hat, kann man bei der Mango ruhig öfter zuschlagen, denn 100 g haben hier nur 59 Kalorien.


Wie Sie sonst noch Dickmacher vermeiden können


Pistazien machen schlank

Wer acht Minuten vor dem Mittagessen eine Handvoll Pistazien isst, hilft dem Körper, Gemüse und Salat bis zu drei Stunden im Magen zu behalten - sonst wären es nur 20 Minuten. Vorteil: langes Sättigungsgefühl.


Fisch ist besser als Kaffee

Lachs und Scampi zum Frühstück? Klingt gewöhnungsbedürftig - ist aber für Asiaten kein Problem. Dort hat man längst erkannt: Der Mix aus Aminosäuren, Phenylalanin und Tyrosin hemmt den Appetit, macht besser wach als Kaffee und steigert zudem noch die Konzentration. Alternative zum Fisch: Käse, Eier oder ein Eiweißdrink.

Zimt beugt Diabetes vor

Zimt enthält das Polyphenol MHCP (Methylhydroxy-Chalcone-Polymer), welches wie Insulin wirkt und somit die Aufnahme von Zucker in den Zellen verstärkt. In Tests hatten Diabetiker, die täglich ein paar Gramm Zimt naschten, um 20 Prozent niedrigere Blutzuckerwerte als die Kontrollgruppe. Die Tagesdosis von sechs Gramm sollten Sie einfach über den Obstsalat oder das Müsli streuen.


Geheimwaffe Quarkspeise!

Mit Mineralwasser aufgeschlagener Magerquark schmeckt herrlich cremig und macht bei wenigen Kalorien ordentlich satt. Man kann ihn übrigens nach Geschmack mit Ahornsirup, frischem Obst oder etwas Marmelade verfeinern.


Achtung Zucker!

Zucker wird auf Lebensmittelverpackungen oft nicht beim Namen genannt. Beim Einkauf sollte man deshalb au Zutaten mit der Endung "-ose" achten. Sie verrät Zuckerarten oder Zuckeraustauschstoffe.

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