Natürliche Fatburner zum Abnehmen

Wäre das nicht ein Traum: Abnehmen ohne Diät, Stress und Hunger? Das muss kein Traum bleiben. Wer ein paar Regeln beherzigt und die richtigen Fatburner auf seinen Ernährungsplan setzt, kommt der schlanken Linie locker auf die Spur. Lesen Sie, wie es funktioniert.

Das Fettgewebe abbauen, aber das Muskelgewebe aufbauen - so sollte eine Diät funktionieren. Denn Muskelgewebe verbraucht ordentlich Energie und hält gleichzeitig den Körper fit und straff. Bei Crash-Diäten dagegen wird das Muskelgewebe abgebaut, das Fettgewebe aber erhalten - der gefürchtete Jojo-Effekt ist also vorprogrammiert. Denn leider funktioniert unser Körper seit alters her wie ein Speicher: Sein Ziel ist es, für Hungersnöte und andere Notzeiten, wie sie früher häufig vorkamen, Vorräte in Form von Fett anzulegen. Um diese Reserven zu schützen, baut er bei einer Diät - für ihn eine Notzeit - lieber Energie-Fresser ab - die Muskeln. Der Körper benötigt also weniger Energie in Form von Kalorien. Stellt man dann nach der Diät wieder auf normales Essen um, nimmt man zu, weil der Körper mit weniger Muskeln weniger verbrennt und neue Fettreserven für die nächste "Hungersnot" anlegt...

Also heißt es, den Körper auszutricksen, in dem man ganz langsam die Energiezufuhr drosselt, regelmäßig Sport treibt und Fatburner in den Ernährungsplan aufnimmt.

Nicht hungern!

Müsli mit FRüchtenAbnehmen kann nur, wer nicht hungert. Allerdings soll man auch nur essen, wenn man Hunger hat - und nicht bei Frust oder Langeweile.
Ballaststoffe haben kaum Kalorien, machen satt, bringen die Verdauung in Schwung und sind gut für die Blutfettwerte. Diese unverdaulichen Pflanzenstoffe kommen vor allem in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Gemüse und Frischobst mit Schale vor. Sie binden zusätzlich Flüssigkeit im Magen, was die Meldung ans Gehirn gibt: Ich bin satt! Kartoffeln zum Beispiel sind 3,23 mal sättigender als Weißbrot, Müsli ist mehr als doppelt so sättigend wie Croissants. Es geht also nicht nur um die Kalorien, die ein Lebensmittel enthält, sondern auch um seinen Sättigungsgehalt.

Außerdem ist es kein guter Plan, Mahlzeiten ausfallen zu lassen. Geht man zum Beispiel ohne Frühstück aus dem Haus, besteht die Gefahr, dass man beim Mittagessen doppelt zuschlägt. Man hat festgestellt, dass Menschen, die nicht frühstücken, häufiger dick sind als Menschen, die jeden Tag ein Frühstück zu sich nehmen.

Kleine Tricks zum leichteren Abnehmen

Trinken Sie vor jeder Mahlzeit ein Glas kalziumreiches Mineralwasser mit Kohlensäure und essen Sie anschließend ballaststoffreiche Lebensmittel. Wenn Sie anschließend noch einen starken Kaffee trinken, haben Sie alles getan, um das Fett schmelzen zu lassen.

Versuchen Sie, ausreichend zu schlafen - auch Schlafmangel kann Übergewicht begünstigen. Denn während des Schlafs werden vom Körper verstärkt Wachstumshormone produziert, die für den Fettabbau zuständig sind.

Da bei Stress das Stresshormon Cortison produziert wird, das wiederum für den Abbau des körpereigenen Eiweißes sorgt und außerdem das Appetitzentrum stimuliert, ist es auch zum Abnehmen besser, Stress zu vermeiden. Außerdem fördert Entspannung auch die Gewichtsreduzierung - zum Beispiel durch autogenes Training.

Noch ein guter Trick: Führen Sie ein Ess-Tagebuch. Das hilft, wirklich zu erkennen, was man so den ganzen Tag zu sich nimmt - auch das Stück Schokolade im Vorbeigehen...

Die Fatburner

Fatburner sind Substanzen, die die Fettverbrennung im Körper erhöhen. Dazu gehören:
Koffein,
Ballaststoffe,
Vitamin C,
Kalzium, Chrom, Zink, Magnesium, Aminosäuren.

Wenn Sie zum Beispiel jeden Tag drei Liter kalziumreiches Mineralwasser trinken, heizen Sie damit die Fettverbrennung ordentlich an - genau wie durch Vitamin C und Chrom - wobei Letzteres auch noch gegen Heißhunger-Attacken hilft.

Welche Lebensmittel sind gute Fatburner?

Apfelbaum mit knackigen ÄpfelnObst: z.B. Zitrusfrüchte, Äpfel, Papaya
Gemüse: Möhren, Kohl, Tomaten, Brokkoli
Hülsenfrüchte: Erbsen, Bohnen, Linsen
Milchprodukte: Magermilch, Joghurt, Ziegenkäse, Frischkäse, Parmesan
Fisch und Meeresfrüchte: Tintenfisch, Seelachs, Miesmuscheln, Forelle
Fleisch: Putenbrust, Rinderleber, Roastbeef
Getreideprodukte: Roggen - und Vollkornbrot, Naturreis, Knäckebrot
Gewürze: Paprika, Chili
Soja

Bewegen, bewegen...

Ohne ausreichende Bewegung klappt es nicht mit dem Abnehmen. Damit ist nicht nur der Besuch im Fitnessstudio gemeint, sondern die Bewegung allgemein. Hausarbeit zum Beispiel: Bügeln verbraucht 18 Kalorien in zehn Minuten, Gartenarbeit sogar 60 Kalorien! Und immer die Treppe statt des Lifts benutzen...

Noch mehr Tipps für Fett schmelzende Tätigkeiten lesen Sie in unserem Artikel "Schnell mal 100 Kalorien verbrennen".

Frühstück: So ist es richtig

Nicht ideal ist Fetthaltiges wie Croissants oder Buttertoast mit Salami. Besser: Vollkornbrötchen mit Hüttenkäse, Vollkorntoast mit fettarmem Frischkäse und einem Klecks Marmelade, ein Müsli mit fettarmer Milch, ein Ei...

So wird das Mittagessen ausgewogen

Fastfood ist, welche Überraschung, nicht das Richtige für Abnehmwillige. Besser: Vollkornreis oder -nudeln, Hülsenfrüchte, mageres Fleisch oder Fisch, Salat, eine Gemüsesuppe oder gedünstetes Gemüse.

Ideen für ein leichtes Abendessen

Vollkornbrot mit fettarmer Wurst oder magerem Käse, Rohkost, Salat, Gemüsequiche, Pasta mit Gemüse sind ideal.

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Sven-David Müller ist Diätassistent und Autor zahlreicher Gesundheitsratgeber.
Das Buch ist bei humboldt erschienen und kostet 7,90 Euro.

Foto 1: Ernst Rose, Foto 2: Rainer Sturm, Pixelio

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