Skigymnastik: So werden Sie fit für den Urlaub

Sie freuen sich auf Tiefschneehang, Carving- und Buckelpiste? Alle, die es gar nicht mehr erwarten können, in den Skiurlaub zu starten, sollten sich jedoch nun fragen: Bin ich wirklich fit? Habe ich mich genug vorbereitet? Falls dem nicht so ist, sollten Sie jetzt noch schnell mit Skigymnastik anfangen...

Die Unfallstatistiken zeigen es jedes Jahr aufs Neue: Mehrere zehntausend Menschen ziehen sich bei dem beliebten Urlaubsspaß z.T. schwere Verletzungen zu. Gerade Knie, Unterschenkel und Fuß müssen erhebliche Strapazen über sich ergehen lassen. Wer sich völlig untrainiert auf die Skipiste begibt, handelt leichtsinnig! Der Sport benötigt Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination, um sich und andere nicht unnötig in Gefahr zu bringen.

Sicherlich ist es hilfreich, wenn man sich bereits das ganze Jahr über z.B. mit Joggen, Inlineskating oder Biken fit gehalten hat. Spätestens sechs bis acht Wochen vor Urlaubsbeginn sollte man jedoch zusätzlich mit Skigymnastik beginnen, um Muskeln, Gelenke und Sehnen auf die künftige und vor allem ungewohnte Belastung gut vorzubereiten. Denn viele Verletzungen entstehen, weil die Muskeln müde und überbelastet sind.

Mindestens zweimal die Woche sollten Beweglichkeit, Kraft, Ausdauer und Koordination auf dem Trainingsplan stehen. Geeignet dafür sind Sportarten wie Joggen, Radfahren, Schwimmen oder Inline-Skating. Zudem können gezielt bestimmte Muskelgruppen trainiert werden. Wer eh schon in einem Fitnessstudio ist, der wird dort bestimmt auch die Möglichkeit haben, Skikurse zu absolvieren. Die anderen können natürlich zuhause dem Gesäß, Oberschenkeln, Waden und der Hüfte auf die Pelle rücken.

Eine Aufwärmphase vor den eigentlichen Übungen ist unerlässlich. Wer seine Muskeln ca. 5 bis 10 Minuten aufwärmt und stretcht, beugt anschließenden Überbelastungen vor. Auch späteres Muskelkater wird so vielleicht nicht verhindert, aber zumindest reduziert. Auf der Stelle hüpfen oder laufen bringt zudem den Kreislauf in Schwung und fördert die allgemeine Durchblutung. Aufwärmen sollte man sich natürlich auch im Urlaub, bevor man auf die Piste tritt.

Die klassische Skigymnastik ist dann den typischen Bewegungsabläufen des Skisports nachempfunden, da natürlich diese Muskeln auch beansprucht werden. So werden z.B. die Gesäß-, Oberschenkel- und Rückenmuskulatur gestärkt, indem man mit beiden Beinen in der Abfahrtshocke federt, Sprünge aus der Hocke nachstellt oder den schwingenden Langlaufschritt kopiert. Ein gutes Training für die Waden ist es, wenn man den Fuß auf eine Treppenstufe stellt und dann abwechselnd Hacken und Zehe nach oben zieht - selbstverständlich im Wechsel.

Auch ein abschließendes Stretching sollte unbedingt Bestandteil des Sportprogramms sein, denn auch damit kann ein böser Muskelkater weitestgehend verhindert werden. Und selbstverständlich lautet die Devise wie bei jedem anderen Sport auch: Langsam starten und stetig steigern! Wer gleich voll einsteigt, riskiert ebenfalls Verletzungen und jede Menge fiesen Muskelkater. Und wer hat dann noch Lust darauf, die Übungen regelmäßig bis zum Urlaub durchzuführen.

Wie schon erwähnt, wird Skigymnastik in der Regel von Fitnessstudios angeboten. Aber auch Sportvereine, Universitäten oder selbst die Volkshochschule hat Kurse im Angebot. Wer sein Programm lieber in den heimischen vier Wänden absolvieren möchte, kann sich Unterstützung holen, indem er sich ein passendes Video bzw. DVD besorgt. Kleiner Tipp: Auch Büchereien verleihen z.B. DVDs, vielleicht haben die etwas Passendes im Angebot. Natürlich gibt es auch Fachbücher zu dem Thema. Die "Last Minute SkiGym", die Skigymnastik-App von DSV aktiv, können Sie sich kostenlos im Apple App-Store und im Google Play-Store herunterladen.

Quellen und Bildrechte:

  • Fotos: Pixabay

Ähnliche oder weiterführende Artikel