
Fitness im Minutentakt
Sie sitzen den ganzen Tag im Büro vor dem Computer oder schleppen sich mit den täglichen Einkäufen ab und bekommen langsam, aber sicher Verspannungen und Rückenschmerzen? Dann haben wir die richtigen Übungen für Sie!
Das Angebot ist riesig und manchmal schwer überschaubar: Es gibt einige kleine Privatstudios und sehr viele große Fitnessketten. Als Einsteiger nun die richtige Wahl zu treffen, ist alles andere als leicht. Mithilfe unserer Checkliste möchten wir Ihnen die Entscheidung erleichtern:
Dieser Punkt ist mit wohl der Wichtigste auf der Liste, schließlich muss Ihnen das Fitness-Studio möglichst all das bieten, was Sie sich wünschen und was es Ihnen letztendlich leichter macht, dort regelmäßig einzukehren. Denn die größte Gefahr besteht darin, dass man sich längerfristig per Vertrag an ein Studio bindet und dann nach kurzer Zeit nicht mehr hingeht, aber weiter kräftig Geld dort lässt.
Nach Beantwortung dieser Fragen fallen schon einige Studios weg. Nun sollten Sie zwei oder drei Studios, die noch in Frage kommen, für ein Probetraining auswählen.
Zunächst einmal: Ein Probetraining sollte immer kostenlos möglich sein! Wenn ein Studio dafür schon Geld nimmt, sollten Sie sich zweimal überlegen, ob Sie es in die engere Wahl aufnehmen. Für eine/n Schnupperwoche bzw. -monat werden Sie dagegen mit Sicherheit bezahlen müssen - wenn auch zu Vorzugskonditionen. Allerdings sollten Sie unbedingt prüfen, ob es sich auch wirklich um ein unverbindliches Angebot handelt, dass nach dem festgelegten Zeitpunkt endet.
Das Probetraining sollten Sie unbedingt zu der Tageszeit absolvieren, zu der Sie auch sonst trainieren werden. Dann bekommen Sie einen Eindruck, wie viele Mitglieder sich zur selben Zeit im Umkleidebereich, in den Trainingsräumen und Kursen sowie im Wellnessbereich aufhalten.
Selbstverständlich wird man sich bei Ihrem Probetraining gezielt um Sie bemühen, daher schadet es nicht, auch die anderen Mitglieder bzw. den Umgang der Trainer mit den anderen Mitgliedern zu beobachten: Greift z.B. ein Trainer ein, wenn er sieht, dass ein Mitglied ein Gerät falsch bedient? Haben die Trainer Lizenzen und Diplome bzw. Abschlüsse anerkannter Institute wie DFAV, IFAA, SAFS/BETA, DAA, BSA sowie DSSV? Und steht jederzeit ein Trainer zur Verfügung, auch wenn nicht gerade der Teufel los ist? Sind genügend Cardio-Geräte (Crosstrainer, Laufband, Fahrrad, Stepper usw.) vorhanden? Wenn nicht, müssen Sie evtl. in Stoßzeiten Schlange stehen. Alle Geräte sollten zudem in irgendeiner Form über einen funktionierenden Pulsmesser verfügen.
Wie schauen die Kraft-Geräte aus? Sind alle zumindest optisch in einwandfreien Zustand und tragen das TÜV-Siegel (für die Gerätesicherheit) und ein RAL-Abzeichen (Gütesiegel des Gesundheitszentrums Köln für gesundheitsorientiertes Training)? Sind Sitze, Rückenlehnen und Hebelarme der Maschinen individuell einstellbar? Stehen außerdem Kurzhanteln und verstellbare Bänke zur Verfügung?
Wie gut ist das Kurs-Angebot? Werden auch Kurse, die Ihnen gefallen würden, zu der Zeit angeboten, wo Sie vor Ort sein werden? Stehen neben den klassischen Programmen (u.a. Bauch-Beine-Po, Rücken-Fit, Aerobic) auch Trendsportarten (z.B. Zumba, Pilates, Yoga, Tae Bo) zur Wahl? Und werden diese auch für Neulinge in einem Anfängerkurs angeboten? Und: Sind die Räume, besonders ein evtl. Wellnessbereich, sauber?
Sie haben ein Ziel, wenn Sie ein Fitness-Studio besuchen wollen. Das kann eine Verbesserung der Gesundheit und Fitness, aber schlicht auch Abnehmen mit gleichzeitiger Figurformung bedeuten. Geht der Trainer in der Probestunde auf dieses Ziel ein? Das sollte schon auch für Sie als Laie erkennbar sein.
Ein gutes Studio macht mit seinen Mitgliedern anfangs und mit einer gewissen Regelmäßigkeit immer wieder so genannte Fitness- bzw. Leistungstests bzw. -checks, um den Trainingszustand festzustellen. Denn der sollte für ein Workout-Programm die Basis sein. Nicht selten findet dieser Check schon während der Probe- oder Schnupperstunde statt. Gemeinsam kann dann ein auf Sie persönlich zugeschnittenes Programm erstellt werden.
Hat der Trainer Sie von seinem Programm-Vorschlag überzeugt, müssten Sie bereits hochmotiviert sein und können es gar nicht mehr abwarten, endlich loszulegen. Falls dem nicht so ist, sollten Sie eine Mitgliedschaft in dem Studio überdenken. Motivation ist schließlich alles, und wenn Sie dem Konzept oder dem Programm nicht Folge leisten wollen, werden Sie bestimmt bald Lust und Laune verlieren und ihre Zeit lieber zuhause auf der Couch verbringen wollen.
Die kann äußerst wichtig sein, dami Sie in Ruhe ohne Zeitdruck Ihr Programm absolvieren können. Bei den meist größeren Studios gehört eine Kinderbetreuung zum Angebot. Doch wie genau schaut die aus? Findet eine Beaufsichtigung auch wirklich genau dann statt, wenn Sie sich in dem Studio sportlich betätigen wollen? Wer betreut die Kinder? Erfahrene Erzieher oder 14-jährige Schülerinnen, die sich nachmittags ein bisschen Geld dazuverdienen wollen? Wie groß und wie überfüllt ist der Hort? Ist der gleich in einem Raum nebenan, oder gar in einem anderen Stockwerk? Ist die Ausstattung kindgerecht und in einem guten, sauberen Zustand? Und wie viele Betreuer kommen auf wie viele Kinder?
Jetzt wird es noch einmal spannend: Die Vertragsbedingungen der verschiedenen Fitness-Studios weichen sehr von einander ab! Wird eine Aufnahmegebühr fällig und wie hoch ist Ihr monatlicher Beitrag? Fallen weitere Extra-Kosten an für z.B. den Wellnessbereich, Ernährungsberatung oder Kinderbetreuung? Sind Sie automatisch versichert, falls Sie unglücklicherweise einen Unfall im Studio haben?
Dazu kommen natürlich noch Fragen zu den Themen Laufzeit und Kündigungsfrist! Gibt es saisonale Laufzeiten oder nur Jahresverträge? Verlängert sich der Vertrag automatisch, wenn man versäumt, pünktlich zu kündigen usw.?
Und auch die Hausordnung sollten Sie sich zumindest einmal durchgelesen haben: Manche Studios sind mit ihren Verboten ganz schön dreist und erlauben z.B. nicht die Mitnahme von antialkoholischen Getränken, um ihre Mitglieder zu zwingen, (über)teure Durstlöscher an der Clubbar zu erwerben. Wenn Ihnen so etwas über den Weg läuft, können wir nur empfehlen: FINGER WEG!