Hautprobleme durch Händewaschen und Desinfektionsmittel: Was hilft?

Häufiges, gründliches Händewaschen und Desinfizieren ist gerade zur Zeit sehr wichtig, beansprucht aber die Haut sehr stark. Wie können wir unsere Hände am besten pflegen und Risse oder Ekzeme vermeiden?

Dr. Murat Dağdelen, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, gibt Tipps:

  1. Dr. Murat DağdelenDas A und O ist natürlich regelmäßiges Eincremen – am besten morgens und abends, um den Desinfektionsschutz tagsüber aufrecht zu erhalten. Handcremes, die kein Parfum enthalten, sind besser verträglich und verursachen kein Brennen auf der Haut. Man kann auch natürliche Fette, zum Beispiel Kokos- oder Olivenöl oder auch Sheabutter verwenden, um die Haut geschmeidig zu halten.
  2. Verzichten Sie möglichst auf das Tragen von Schmuck an den Händen. Ringe sind nicht nur Keimherde – unter ihnen kann sich Feuchtigkeit
  3. nach dem Händewaschen stauen und die Haut so aufweichen und – im schlimmsten Fall – rissige Stellen verursachen.
  4. Beim Kauf von Desinfektionsmittel oder Seife können Sie Ihrer Haut etwas Gutes tun: Achten Sie darauf, dass rückfettende Inhaltsstoffe enthalten sind: Sie pflegen die Haut. Alkohol dagegen, der im Desinfektionsmittel enthalten ist, entzieht der Haut Fett und Feuchtigkeit. In diesen Fällen unterstützen Panthenol-haltige Salben die Wundheilung.
  5. Nicht nur die richtigen Inhaltsstoffe sind wichtig, um die Hautbarriere aufrecht zu erhalten: Waschen Sie Ihre Hände nicht zu heiß, sondern lieber mit lauwarmem Wasser; trocknen Sie die Hände vorsichtig, aber dennoch gründlich ab, anstatt fest zu reiben. Vermeiden Sie es, ‚frisch‘ desinfizierte Hände direkt wieder zu waschen, um Ihre Haut nicht überzustrapazieren.
  6. Auch Putzmittel können aktuell zu aggressiv für unsere Hände sein. Beim Putzen oder Abwasch auf Handschuhe zurückzugreifen, ist dann vor allem für diejenigen hilfreich, deren Hände schnell zu Hautirritationen neigen.

Hilft das alles nicht, bietet Dr. Dağdelen in seiner Praxis spezielle Behandlungen an, um den Feuchtigkeitshaushalt der Haut von innen heraus stabil zu halten. Bei der Skin-Booster Therapie wird Hyaluronsäure in die Handrücken gespritzt – dies hat dann nichts mit der Glättung von
Falten zu tun, sondern versorgt die Haut von innen mit Feuchtigkeit –das kann man sich wie einen Wasserspeicher vorstellen. So entstehen keine trockenen, rauen Stellen auf der Haut.

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