Schöne Füße für den Sommer

Das Sonnenlicht bringt es schonungslos ans Licht: Unsere Füße haben während der Wintermonate böse gelitten. Eine trockene, rissige Haut, vielleicht sogar Schwielen oder schlimmstenfalls verfärbte Zehnägel sind in Flip-Flops kein schöner Anblick. Mit unseren Tipps werden die Füße sommertauglich.

Täglich leisten unsere Füße Schwerstarbeit, doch nur selten nehmen wir uns die Zeit, über ihre hervorragenden Leistungen nachzudenken oder gar ihnen die nötige regelmäßige Pflege zukommen zu lassen. Das rächt sich spätestens dann, wenn die Temperaturen steigen und die schweren Stiefel und dicken Socken weichen. Damit die Füße zum Sommer wieder fit und schön sind, ist nun dringend eine Frühlingskur notwendig! Wer seine Füße einem professionellen Fußpfleger nicht anvertrauen mag oder will, kann auch bei sich zuhause ein ganz persönliches Verwöhnprogramm starten:

Ein Fußbad dient der Vorbereitung
Das Pflegeprogramm sollte mit einem Fußbad gestartet werden, das mindestens fünf und maximal 20 Minuten andauern sollte. Vor allem bei kühleren Wassertemperaturen und evtl. entsprechenden Badezusätzen wirkt es anregend, beruhigend, durchblutungsfördernd oder erfrischend. Gerade die raue und eingerissene Hornhaut glättet sich wieder, und die Haut der Füße wird wieder geschmeidig. Außerdem dient das Bad als Vorbereitung für die anschließende Haut- oder Nagelpflege. Besondere Zusätze helfen bei Fußproblemen:
* Ackerschachtelhalm hilft gegen Frostbeulen und wunde Füße.
* Kamille lindert Entzündungen oder Furunkel.
* Ein Mix aus Kamille und Walnussblättern ergibt ein hervorragendes Mittel gegen Fußpilz.
* Haferstroh ist bei Rheuma und Gicht hilfreich.
* Eichenrinde bekämpft Schweißfüße.
Tipp: Wer eine bakterielle Erkrankung an den Füßen hat, sollte jedoch auf ein Bad verzichten, da dieses die Situation noch verschlimmern könnte.

Fußreinigung, Peeling & Hornhaut sind z.T. echte Arbeit
Da die Haut und die Nägel durch das Bad gut eingeweicht wurden, werden mit einer Nagelbürste noch einmal die Fußnägel gut gereinigt. Den Verhornungen rückt man mit Bimsstein, Hornfeile oder einem Hornhauthobel zu Leibe. Doch Vorsicht bei Letzterem: Schon so mancher schnitt sich zuviel Haut ab! Im Anschluss folgt nun noch ein schönes Peeling. Das kann man sich auch schnell selber anrühren, indem man je 2 EL Olivenöl und Meersalz in einer Schüssel vermischt. Nun noch gut einmassiert, zehn Minuten wirken lassen und mit warmem Wasser abspülen.

Die Nägel & Nagelhaut brauchen besondere Pflege
Sicherlich benötigen die Fußnägel noch einen neuen Schnitt. Damit sie nicht ins Nagelbett einwachsen, sollte man darauf achten, dass die Nägel mit der Nagelschere, dem Zwicker oder der Zange gerade geschnitten werden. Wer einen eingewachsenen Zehnagel hat, dem bleibt oft nur der Gang zu einem/r professionellen Fußpfleger/in. Scharfe Ecken oder Kanten werden zuletzt mit einer Sandpapierfeile glattgefeilt. Unschöne Nagelhaut bitte nicht abschneiden: Sie entzündet sich dann leicht! Man kann sie mit einem Holzstäbchen vorsichtig zurückschieben. Doch es gibt auch noch andere Probleme, mit denen so manche sich herumschlagen müssen: So können die Fußnägel gelblich verfärbt sein, uneben, rissig, verdickt oder spröde, sogar porös sein. In manchen Fällen sind das Symptome eines Nagelpilzes, manchmal auch Fußpilzes. Der Besuch eines Hautarztes bringt schnell Klarheit! Zum Glück gibt es einige Präparate (z.B. von Canesten), mit denen man das Problem wieder in den Griff bekommt! Ansonsten gibt es unterschiedliche kosmetische Möglichkeiten, gegen diese Probleme anzugehen: z.B. kann ein/e professionelle/r Fußpfleger/in ggf. die oberste Schicht hauchdünn abtragen und damit bereits das Gelbliche entfernen, oder man erkundigt sich in der Apotheke nach entsprechenden Mitteln (z.B. "3 in 1 Sofort Nagelpflege" von Scholl).

Creme & Pflegekur runden das Programm ab
Die Haut an den Füßen besitzt eine hohe Anzahl an Schweißdrüsen. Durch das Tragen von Strümpfen und Schuhen entsteht häufig ein feuchtes Milieu, das die Hornschicht der Haut aufquellen lässt. Die Folge: Die Hautschutzbarriere wird gestört, die Haut wird durchlässig, verliert Feuchtigkeit, und die Füße werden trocken, rau oder sogar rissig. Gleichzeitig können Schadstoffe und mikrobielle Erreger ungehindert in die Haut eindringen und Entzündungen verursachen. An Stellen, die besonders stark beansprucht werden, zum Beispiel durch Druck und Reibung zu enger Schuhe, können Hornhaut oder schmerzhafte Druckstellen entstehen. Es ist daher wichtig, eine geeignete Fußcreme zu finden, die - täglich angewandt - die beanspruchte Fußhaut pflegt und regeneriert. Sie sollte Feuchtigkeit spenden, den Regenerationsprozess der Hautschutzbarriere aktiv fördern und eine Neubildung der Hornhaut zu verhindern wissen. Die Auswahl ist manchmal nicht leicht, werden doch in Drogerien (z.B. Budnis Hausmarke Balea) und Apotheken (hier seit April: Bepanthol Fußcreme) viele verschiedene Präparate angeboten. Ist eine dicke Hornschicht erst einmal entstanden, helfen sehr gut die speziellen Schrunden-Salben, die es ebenfalls überall im Handel gibt (z.B. von Scholl, Balea). Tipp: Wer abends die Füße dick eincremt, leichte Baumwollsocken überzieht und über Nacht einwirken lässt, hat morgens babyzarte Füßchen. Wer eisern ein- bis zweimal die Woche seine Füße pflegt, hat sie in Nu sommertauglich!

ImageBuchtipp:

"Gesunde Füße - Schritt für Schritt zum Wohlbefinden" von Dr. med. Gilbert Klüppel & Ulrich Kuhnt: Dieser Ratgeber gibt nicht nur Tipps zur richtigen Fußpflege, sondern zeigt auch, wie Erwachsene und Kinder Fußbeschwerden selbst vorbeugen und bereits bestehende Probleme lindern können. Der Leser erfährt, wann er einen Arzt aufsuchen sollte und erhält wertvolle Informationen zu Fehlstellungen, zum Bau und zur Funktion der Füße sowie zu Ursachen von Fußbeschwerden. Erschienen im Compact Verlag zum Preis von 9,80 Euro (144 Seiten, Broschur, ISBN: 978-3-8174-6438-8).

Quelle: siehe Buchtipp

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