Tätowierungen sind schnell gestochen, doch der Geschmack ändert sich im Lauf des Lebens. Und vielleicht möchten Sie das Tattoo, das Sie mit Anfang 20 cool fanden, mit Ende 30 wieder loswerden.
Das geht mit einer Laserbehandlung. Ob das Tattoo vollständig verschwindet, hängt davon ab, wie tief der Tätowierer gestochen hat und wie viele und vor allem welche Farbpigmente
verwendet wurden. Als Faustregel gilt: Für ein handtellergroßes Tattoo sind drei bis zehn Sitzungen nötig, zwischen den Terminen muss ein Abstand von mindestens vier Wochen liegen.
Bei einer Laserbehandlung werden die Farbpigmente beschossen. Seit etwa zwei Jahren ist eine neue Generation von Lasergeräten im Einsatz. Bei diesen neuartigen Geräten, sogenannten Pikosekundenlasern, ist die Geschwindigkeit des Laserimpulses deutlich höher. Die Farbpigmente werden regelrecht zersprengt. Der Vorteil: weniger Schmerzen und die Behandlung geht dreimal so schnell.
Aber: Auch wer sich mit modernen Lasergeräten Tattoos entfernen lässt: Ganz risikolos ist die Behandlung nicht. Zersetzungsprodukte der Farbpigmente können sich über das Blut und über die Lymphflüssigkeit im ganzen Körper verteilen. Darüber hinaus kann es zu Verbrennungen, Narben und auch allergischen Reaktionen kommen. Behandlungen mit den modernen Geräten sind zwar teurer, aber auch hautschonender, zudem sind weniger Termine notwendig.
Die "Apotheken Umschau" empfiehlt, sich bei erfahrenen Ärzten zu informieren, bevor man seine Tattoos entfernen lässt. Und wer sich ein neues Tattoo stechen lassen möchte, sollte sich das immer gründlich überlegen. Denn unter Umständen trägt man die Tätowierung ein Leben lang.
Quellen und Bildrechte:
- Text: Apotheken-Umschau
- Foto 1: Sabrina Gonstalla, Foto 2: Brandtmarke, beide www.pixelio.de
