Im Herbst und im Winter erwischt es die meisten Menschen mit einer Erkältung. Es wird gehüstelt und geschnupft und oft steht man den Betroffenen dann mit gut gemeinten Ratschlägen zur Seite. Aber stimmen Tipps wie "Nicht küssen" und"viel Vitamin C" oder sind das Ammenmärchen?
Die KKH Kaufmännische Krankenkasse räumt mit fünf Erkältungsirrtümern auf:
Erkältungen durch Kälte: Eine Erkältung bekommt man ausschließlich durch Viren, die sich über Tröpfcheninfektion übertragen, also durch Berühren infizierter Türklinken, Rolltreppengeländer oder durch hustende und schniefende Menschen wie beispielsweise in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Fahrstuhl. Allerdings: Das Immunsystem kann durch Unterkühlung geschwächt werden, so dass man für Husten, Fieber und Schnupfen anfälliger ist.
Küssen wegen Ansteckungsgefahr verboten: Erstaunlich! Viren, die von Mund zu Mund übertragen werden, sollen kaum eine Überlebenschance haben. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Viren über den Mund direkt in den Magen-Darm-Trakt transportiert und dort unschädlich gemacht werden. Und: Das durch Küssen ausgeschüttete Hormon Dopamin soll sogar die Gesundheit fördern.
Viel Vitamin C beugt einer Erkältung vor: Der Klassiker schlechthin. Vitamin C stärkt zwar das Immunsystem, aber die zusätzliche Aufnahme soll so gut wie nichts bringen. Durch die tägliche Nahrungsaufnahme ist der menschliche Körper bereits ausreichend mit Vitamin C versorgt – alles was darüber hinaus eingenommen wird, wird einfach wieder ausgeschieden.
Kräftiger Grog oder Glühwein „mit Schuss“ treiben die Erkältung aus: Bloß nicht! Alkoholische Heißgetränke scheinen nur am Anfang wohltuend zu wirken. Alkohol erweitert jedoch die Blutgefäße und bringt den Wärmehaushalt zum Erliegen. Viel Mineralwasser und heiße Tees dagegen lindern Husten und Halsschmerzen und versorgen den angeschlagenen Körper mit ausreichend Flüssigkeit.
Mütze auf und nicht mit nassen Haaren in die Kälte: Die meiste Wärme verlieren wir an Körperteilen, die weiter vom Körperrumpf entfernt sind, also an Füßen und Händen. Lediglich ein Zehntel der Körperwärme gehen über den Kopf verloren. Da er aber die am wenigsten mit Kleidung bedeckte Stelle ist und zudem mit vielen Nervenenden versehen ist, spürt man die Kälte dort besonders intensiv. Beim Sport im Winter heißt es darum immer: wärmende Sport- und Handschuhe anziehen. Und es schadet natürlich nicht, eine Mütze aufzusetzen.
Quellen und Bildrechte:
Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter www.kkh.de.
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Wenn der Körper glüht, ist dies zugleich ein gutes Zeichen, dass die Abwehr aktiv ist, aber auch ein klarer Hinweis, dass es Zeit ist, sich zu schonen. Kinder haben häufiger Fieber als Erwachsene. Die Ursache ist meist unklar und reicht von harmlosen Infektionen bis zu ernsten Erkrankungen.