Stress im Alltag: Wenn der Kiefer streikt

Ein Stechen und Ziehen im Rücken, die pochenden Kopfschmerzen und das ständige Pfeifen im Ohr. Alles Symptome, die Menschen mit Stress und Hektik in ihrem Alltag in Verbindung bringen. Tatsächlich können Knochen- und Kopfschmerzen Zeichen einer stressbedingten Störung sein. Ursächlich für die Beschwerden kann aber auch eine bisher unterschätzte Erkrankung des Kiefergelenkes sein - die craniomandibuläre Dysfunktion.

Jeder fünfte Bundesbürger leidet laut der Gesellschaft für Zahngesundheit, Funktion und Ästhetik (GZFA) an dem CMD Syndrom. Das entspricht einer Zahl von rund 16 Millionen Deutschen. Welche Behandlungsmethoden versprechen den größten Erfolg?

Was ist eine craniomandibuläre Dysfunktion?

Der Kiefer ist eines der wichtigsten Gelenke des menschlichen Körpers. Sprechen, Kauen, Schlucken - all das ist ohne einen funktionierenden Ober- und Unterkiefer nicht möglich. Das Gelenk hat eine direkte Verbindung zum gesamten menschlichen Organismus. Deshalb sind die Folgen einer craniomandibuläre Dysfunktion auch so weitreichend.

Ober- und Unterkiefer, Kaumuskulatur und Kiefergelenk bilden gemeinsam das craniomandibuläre System. Bei gesunden Menschen ist das System perfekt aufeinander abgestimmt und funktioniert ohne Beschwerden. Bei einem fehlerhaften System treten Störungen auf, die sich auf den Schädel und den Kiefer auswirken - und von dort auf den gesamten Körper ausstrahlen können. In diesem Fall spricht der Mediziner vom CMD Syndrom.

Falsche Diagnosen sinnbildlich

Die Folgen des Syndroms sind weitreichend. Betroffene Personen leiden oft jahrelang an den Symptomen, die von der Störung des Systems ausgehen. Es handelt sich dabei um Krankheiten und Beschwerden, unter die viele Menschen leiden. Kopf- und Rückenschmerzen und Migräne können die unterschiedlichsten Auslöser haben. Nur selten schließen Mediziner schnell auf das craniomandibuläre System als Ursache für die Beschwerden.


Erschwerend hinzu kommt die Komplexität des Kieferbereiches. Der menschliche Kauapparat ist eines der am schwersten zu verstehenden Systeme. Über Knochen, Muskeln, Sehnen und Bänder sind Ober- und Unterkiefer mit dem Kopf verbunden. Von dort verbinden Nervenbahnen den Kopf und das Gehirn mit dem gesamten Körper. Eine Funktionsstörung des CMD kann dadurch unterschiedlichste Störungen hervorrufen, die jedoch selten darauf zurückgeführt werden. Meist konsultieren betroffene und leidgeplagte Patienten jahrelang verschiedenste Ärzte bis zur Diagnosestellung.

Ursachen für ein CMD Syndrom

Ausgelöst wird eine Störung am craniomandibulären System durch eine Verspannung im Kieferbereich. Sie löst eine Blockade an der Kau-, Gelenk- oder Kopfmuskulatur aus, die es zu beheben gilt.

Stress und emotionale Belastung sind eine mögliche Ursache. Unbemerkt knirschen Menschen auf ihren Zähnen bei Stress. Dauerhaft kann das zu einer Verspannung führen. Ein weiterer Risikofaktor ist eine Fehlstellung der Zähne. Nicht nur Karies ist schädlich für die Gesundheit. Zahnlücken oder genetisch bedingte Fehlstellungen im Mundraum führen zu einer Fehlstellung des Kiefers. Dieser besteht aus Muskeln und Nervensträngen, die zahlreiche Beschwerden auslösen können.

Erste Hilfe bei Störungen

Die gute Nachricht für betroffene Personen: Die Beschwerden lassen sich meist beheben. Oftmals reicht bereits der Einsatz eines kleinen Hilfsmittels. Ein Aqualizer * ist eine sofort einsetzbare Schiene, die bei Menschen mit dem CMD Syndrom schnelle Linderung der Symptome verspricht. Kopf- und Rückenschmerzen lassen sich mit der Schiene beheben.

Sie fördert die Muskelentspannung und gilt als Soforthilfe während einer Funktionstherapie. Betroffene Personen empfinden schon nach kürzester Zeit eine große Linderung.

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