Kalziummangel: Wie kommt es dazu und welche Symptome können auftreten?

Heutzutage stehen uns ganzjährig zahlreiche Lebensmittel zur Verfügung. Zu Mangelerscheinungen müsste es demnach gar nicht kommen – dennoch sind sie bei Erwachsenen sowie bei Kindern nach wie vor häufig. Nimmt der Körper zu wenig Kalzium auf, kann es zu schweren Symptomen kommen, die sogar tödlich enden können. Nicht immer ist aber die Ernährungsweise für Mangelerscheinungen verantwortlich, auch Krankheiten können Ursache dafür sein.

Warum ist Kalzium so wichtig für den menschlichen Körper?

Kalzium ist für den menschlichen Organismus unverzichtbar. Bis zu 1,5 kg Kalzium sind in unseren Knochen enthalten. Nicht nur für ein gesundes Knochenwachstum, sondern auch für den Erhalt deren Gesundheit ist eine angemessene Kalziumaufnahme (etwa 1000 mg pro Tag) über die Nahrung zwingend erforderlich. Darüber hinaus wird der Mineralstoff für verschiedene Stoffwechselvorgänge benötigt. Auch die Muskeln profitieren davon, wenn im Körper genug Kalzium vorhanden ist: Muskelkontraktionen, also das Anspannen der Muskeln, kann nur mithilfe eines Kalziumeinschusses stattfinden. Das betrifft übrigens auch die Herzmuskulatur. Ohne Kalzium kann der Körper also nicht einwandfrei funktionieren, und die Gesundheit wird durch einen Mangel des wichtigen Minerals deutlich beeinträchtigt.

Schleichender Verlauf: Diese Symptome bringen einen Kalziummangel mit sich

Wird dem Körper dauerhaft zu wenig Kalzium zugeführt, kann dies schwerwiegende Folgen haben. Fatalerweise wird ein Kalziummangel zunächst oft nicht erkannt. Zu den ersten Anzeichen für einen Mangel zählen etwa ein Kribbeln am Mund sowie in den Händen und Füßen. Gesteigerte Reflexe können ebenfalls auf eine Unterversorgung hindeuten. Wird weiterhin zu wenig Kalzium aufgenommen, treten bei einem Kalzium-Mangel Symptome wie trockene Haut, Muskelkrämpfe und Herzprobleme auf. Der Herzschlag kann deutlich verlangsamt sein, was in extremen Fällen zum Herzstillstand führen kann. Außerdem kommt es zu Osteoporose und einer allgemein erhöhten Anfälligkeit für Knochenbrüche. Auch Depressionen und Angstzustände können bei einem Kalziummangel auftreten.

Wie entsteht ein schwerer Kalziummangel?

Für einen schweren Kalziummangel ist nur selten die Ernährungsweise verantwortlich. Diese könnte zwar eine zusätzliche Rolle spielen, ist aber häufig nur in leichten Fällen wirklich ausschlaggebend. Vielmehr ist ein schwerer Kalziummangel auf Probleme bei der Kalziumaufnahme zurückzuführen. Die Aufnahme von Vitamin D sowie der Hormonspiegel nehmen hier Einfluss, aber auch die Einnahme von Medikamenten wie Cortison oder Antiepileptika kann die Kalziumrezeption im Körper hemmen. Krankheiten wie eine Bauchspeicheldrüsenentzündung oder eine Nierenschwäche haben nicht selten einen ähnlichen Effekt.

Medikamente oder Lebensmittel: Was hilft gegen einen Kalziummangel?

Schale mit HüttenkäseLiegt nur eine leichte Verringerung des Kalziumspiegels vor, genügt es meist, seinen Speiseplan mit besonders kalziumhaltigen Lebensmitteln wie Milchprodukte (Milch, Joghurt, Hüttenkäse, Parmesan) oder Kichererbsen, Blattspinat und Brokkoli anzureichern. Reicht dies nicht aus, ist es sinnvoll, kalziumhaltige Präparate aus der Apotheke wie zum Beispiel Brausetabletten einzunehmen.

Ein schwerer Kalziummangel sollte in jedem Fall medizinisch untersucht und behandelt werden, um dauerhafte Schäden zu vermeiden. Besonders, wenn es zu Herzproblemen kommt, ist ein Aufenthalt im Krankenhaus unvermeidlich: Die Herzfrequenz muss in diesen Fällen rund um die Uhr überwacht werden, um einen Herzstillstand und somit einen möglichen Tod des Patienten zu verhindern.

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