Augenlasern: Endlich Brille ade?

Sie denken darüber nach, Ihre Fehlsichtigkeit durch eine Laserbehandlung korrigieren zu lassen? Wir wollen Ihnen einen kurzen Einblick geben, welche Augen-OPs per Laser möglich sind bzw. unter welchen Voraussetzungen gelasert wird und wann eher nicht...

Menschen mit eingeschränkter Sehkraft gibt es heutzutage zuhauf. Daher tragen viele eine Brille, die z.B. eine Weitsichtigkeit, Kurzsichtigkeit oder eine Hornhautverkrümmung korrigieren sollen. Wer einmal eine Brille hat, wird in der Regel diese selten wieder los. Einige Menschen stören sich am Tragen einer Brille. Manchmal sind das lediglich kosmetische Gründe, bei einigen anderen jedoch kann es sein, dass eine Brille deswegen nervt, weil z.B. die Person einen Beruf ausübt, wo sie schnell von der Nase rutscht (Sportler), wenn die Raumtemperatur recht hoch ist oder sie häufig beschlägt (Koch). Eine Alternative dazu können Kontaktlinsen sein. Doch das ist nicht immer jedermanns Sache. Manchmal gibt es auch Augenerkrankungen, wo das Lasern die einzige Möglichkeit ist, diese zu beseitigen bzw. zu stoppen. Die Rede ist z.B. vom Grauen oder Grünen Star oder auch von Netzhautablösungen. Die Möglichkeiten des Laserns sind inzwischen vielfältig. Wir wollen uns hier lediglich auf die LASIK-Methode konzentrieren. Dabei wird zunächst mit einem Mini-Hobel eine ca. 0,15 mm dicke Schicht der Hornhaut teilweise abgetrennt und wie ein Deckel umgeklappt. Im Anschluss wird dann mit einem Laser das Innere der Hornhaut abgeschliffen. Danach wird die Hornhautschicht wieder zurückgeklappt und angedrückt.

Wann kann/darf gelasert werden?
Generell wird es vor jedem möglichen Eingriff zunächst eine gründliche medizinische Untersuchung geben. Denn leider kann noch nicht jedes Augenleiden mittels dieser Technik behandelt werden und es muss geprüft werden, ob das Lasern der Augen überhaupt sinnvoll ist. Denn es gibt bestimmte Voraussetzungen, unter denen erst gelasert wird. So sollte der Patient zunächst einmal mindestens 18 Jahre alt sein, denn das Wachstum des Auges ist erst im Erwachsenenalter abgeschlossen. Wer z.B. kurzsichtig ist, sollte nicht mehr als -10,0 Dioptrin haben. Bei einer Weitsichtigkeit, die schwerer zu behandeln ist, darf nicht mehr als + 4,0 Dioptrin bestehen. Grauer oder Grüner Star werden i.d.R. nicht mit LASIK behandelt. Des Weiteren wird von einer OP während der Schwangerschaft oder Stillzeit abgeraten. Bei Menschen mit sehr dünner Hornhaut kommt eine LASIK vermutlich ebenfalls nicht infrage. Letztendlich sollten Patienten jedoch gründlich von dem Augenarzt, der eine solche OP durchführen wird bzw. kann, gut beraten werden.

Gibt es Risiken?
Es ist und bleibt ein medizinischer Eingriff und somit bleibt auch ein gewisses Risiko bestehen. Mögliche Nebenwirkungen können Infektionen, schlecht heilendes Augengewebe, trockene Augen oder z.B. eine Lichtempfindlichkeit sein. Bei LASIK liegt die Komplikationsrate jedoch unter 1 Prozent. Um die Risiken zu begrenzen, werden die bereits erwähnten sorgfältigen Untersuchungen und Gespräche mit dem Arzt geführt.

Wie läuft so eine Operation ab?
Die eigentliche Operation bzw. der Lasereinsatz dauert i.d.R. lediglich ein paar Sekunden. Die Vorbereitungsphase beläuft sich auf etwa 20 - 30 Minuten. Im Anschluss muss der Patient dann noch ungefähr eine weitere halbe Stunde im Augenlaser-Centrum verbleiben. Schmerzhaft wird die OP nicht, da das Auge mit Tropfen schmerzunempfindlich gemacht wird. Das einzige, was für manche als unangenehm empfunden wird, ist der so genannte Lidsperrer (ein chirurgisches Instrument, das Ihr Auge während der Behandlung offen hält). Im Anschluss können geringe postoperative Beschwerden auftreten, wie z.B. verschwommenes Sehen, Rötung, Augentränen, ein Fremdkörpergefühl sowie Juckreiz und Brennen. Diese halten meist jedoch nicht lange an. Selbstverständlich muss der Patient nach der OP zu regelmäßigen Kontrolluntersuchungen.

Übernehmen die Krankenkassen die Operationskosten?
LASIK ist eine IGEL-Leistung und wird von den gesetzlichen Krankenkassen normalerweise nicht bezahlt. Ein Anruf schadet dennoch nicht. Wenn Sie privat versichert sind, sprechen Sie mit Ihrer Kasse, da einige unter Umständen die Gesamtkosten oder Teilbeträge übernehmen. Manchmal lassen sich auch die Praxen, die die Operation vornehmen, auf Ratenzahlungen ein.

Quellen/informative Websites: Augenlaser Ratgeber, Augenlaser und Operationszentrum nice eyes one, Kommission Refraktive Chirurgie (KRC), Augenlaserteam München


Fotos: 1. Sandra Nabbefeld / pixelio.de, 2. obs/Augenlaserteam München/Ina Zabel