Allergischer Schock: So helfen Sie schnell und richtig!

Medikamente, Nahrungsmittel oder Insektenstiche sind die häufigsten Gründe für einen anaphylaktischen Schock. Im Ernstfall gilt es schnell und richtig zu handeln, um die allergische Reaktion nicht lebensbedrohlich werden zu lassen. Lesen Sie, was in so einem Fall zu tun ist.

Unter einem anaphylaktischen Schock versteht man die schwerste Art einer allergischen Reaktion, die den ganzen Körper umfasst und im schlimmsten Fall sogar tödlich verlaufen kann. In Deutschland gibt es rund drei Millionen Allergiker. Doch sind nur die wenigsten müssen mit einer Anaphylaxie (Überreaktion des Immunsystems) rechnen.

Nur etwa ein Prozent aller Menschen in Deutschland müssen mit den Symptomen einer Anaphylaxie rechnen. Der anaphylaktische Schock ist dabei die schlimmste Reaktion, sie ist lebensbedrohlich und muss innerhalb weniger Minuten behandelt werden. Durch die pathologische Akutreaktion der Immunabwehr können Atemnot, ein Kreislaufkollaps oder sogar Organversagen verursacht werden. So ist es ungeheuer wichtig, die Zeichen eines anaphylaktischen Schocks zu erkennen und die entsprechenden Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

In den meisten Fällen ist es eine Lebensmittelallergie oder eine Allergie, ausgelöst durch bestimmte Insektenstiche, die das Immunsystem angreifen. Dabei ist es keineswegs nur die Haut, die mit Ausschlag und Juckreiz reagiert, sondern meistens noch ein anderes Organsystem. Bei einer anaphylaktischen Reaktion ist es schlichtweg nicht vorherzusagen, wie der weitere Verlauf aussieht. Im ersten Moment kann die allergische Reaktion noch harmlos erscheinen und bereits wenige Minuten später einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen.

Sie sollten also immer einen Notarzt rufen, wenn jemand unter einer heftigen allergischen Reaktion leidet. Die erste Hilfe nach einem anaphylaktischen Schock ist ausschlaggebend, um Schlimmeres zu verhindern.

Wir haben Ihnen im Folgenden einen Ratgeber entworfen und verraten Ihnen, wie Sie bei einem anaphylaktischen Schock vorgehen sollten.

Notfallplan entwickeln und bei Anzeichen einer Anaphylaxie richtig handeln

Kommt es zu einem anaphylaktischen Schock, gilt es zwischen zwei Kategorien zu unterscheiden: Der Betroffene hat keine bekannten Allergien und kein Notfallset oder der Betroffene hat bereits Symptome einer Anaphylaxie behandeln lassen und besitzt dementsprechend ein Notfallset. Wenn keine Allergien bekannt sind und man zum ersten Mal einem anaphylaktischen Schock erfährt, gilt es, sofort einen Notarzt zu alarmieren.

Wenn Allergien, wie zum Beispiel ausgelöst von Insektenstichen, bekannt sind, sollten Sie sofort nach einem Notfallplan handeln. In den meisten Fällen besitzen Allergiker bereits ein Notfallset, welches bei einem schweren Verlauf eines anaphylaktischen Schocks weiterhilft. Die Erste-Hilfe-Maßnahmen sind von entscheidender Bedeutung, um Allergiker nicht in eine akute lebensbedrohliche Situation kommen zu lassen. Deshalb sollten sich Familienmitglieder ebenfalls schon vorher mit dem Notfallset vertraut machen.

Im Falle einer Insektengiftallergie besitzen die meisten Allergiker ein Notfallset aus verschiedenen Präparaten und Medikamenten. Dazu zählen flüssige Antihistaminika und Kortison-Präparate. Zudem enthalten die Erste-Hilfe-Sets meistens auch eine Adrenalin-Fertigspritze, die betroffenen Allergikern sofort injiziert werden sollte, um den Kreislauf zu stabilisieren.

Die Schweregrade bei einem anaphylaktischen Schock

bei einem anaphylaktischen Schock gibt es ganz unterschiedliche Symptome, so dass nicht jede allergische Reaktion unbedingt in eine lebensbedrohliche Situation ausarten muss. Wenn nur die Haut betroffen ist, wie nach einem Insektenstich, können Symptome von starkem Juckreiz, Schwellungen und Hautrötungen auftreten (Schweregrad 1). In den meisten Fällen wird jedoch neben der Haut auch die Schleimhaut durch einen anaphylaktischen Schock angegriffen. Dabei kommt es häufig zu starker Übelkeit, Erbrechen, einer laufenden Nase, Atemnot und Bauchkrämpfen (Schweregrad 2). Eine Schockreaktion kann dagegen Symptome von einem starken Schwindelgefühl, einer Blaufärbung des Gesichts, einen Kreislaufkollaps oder sogar Bewusstlosigkeit verursachen. Die schlimmste Reaktion einer Anaphylaxie ist ein Atem- oder Kreislaufstillstand.

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