Tauchen, schnorcheln, ins Wasser springen oder rutschen - besonders Kinder haben beim Baden ständig den Kopf unter Wasser. Da gerät schon mal Wasser ins Ohr, was zu einer schmerzhaften Gehörgangsentzündung, auch Badeotitis genannt, führen kann. Was ist dann zu tun - und kann man einer Otitis vorbeugen?
Beim Schwimmen kann Wasser in den Gehörgang eindringen und ein unangenehmes Druckgefühl verursachen. Wer jetzt genervt im Ohr bohrt oder kratzt, holt sich oft eine noch viel lästigere und manchmal sogar gefährliche Gehörgangsentzündung.
Eingedrungenes Wasser lässt sich mit einer Lage eines zusammengedrehten Kosmetik- oder Papiertaschentuchs aufsaugen. Stochern mit dem Finger oder irgendwelchen Gegenständen kann den Gehörgang verletzen. Das erleichtert Keimen aus dem eingedrungenen Wasser, eine Infektion auszulösen.
Bei ersten Beschwerden helfen Schmerzmittel und desinfizierende Ohrentropfen, beides gibt es rezeptfrei in der Apotheke. Wenn sich die Beschwerden nicht innerhalb weniger Tage bessern, sollten Sie eine Ärztin/einen Arzt aufsuchen.
Wie erkennt man eine Badeotitis?
Die schmerzhafte Entzündung wird durch Keime - meistens durch Bakterien - verursacht, die mit dem Badewasser ins Ohr gelangen können. Schon nach wenigen Stunden kann sich das als Jucken oder Schmerz bemerkbar machen. Die beginnende Entzündung kann spontan abklingen, sich jedoch auch verschlimmern und zu einer schmerzhaften Mittelohrentzündung entwickeln.
Typische Symptome dafür: Starke Schmerzen, Druckgefühl, Ausfluss und Juckreiz, Anschwellen des Gehörgangs, evtl. Gehöreinbuße.
Treten diese Symptome auf, sollten Sie eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. Sie/Er kann nach eingehender Untersuchung eine Ohrspiegelung durchführen, anschließend den Gehörgang reinigen und, falls nötig, je nach Erreger eine örtliche Behandlung mit Antibiotika oder Antimykotika durchführen.
Einer Badeotitis vorbeugen
Wer einen Badeurlaub plant oder häufig schwimmen geht, aber weiß, dass er oder sie zu Gehörgangsentzündungen neigt, kann die Gehörgänge vorbeugend mit hochgereinigtem Olivenöl oder Ohrentropfen behandeln. Dann trocknet die Hautoberfläche im äußeren Gehörgang schnell wieder und der natürliche Säureschutzmantel der Haut bleibt erhalten oder wird wiederhergestellt.
Vermeiden sollten Sie auch kleinere Verletzungen, die beispielsweise durch das häufige Tragen von einsteckbaren Kopfhörern (In-Ear-Kopfhörer) oder Hörgeräten verursacht werden. Schon lange bekannt, aber immer wieder gesagt: Es ist keine gute Idee, die Gehörgänge ständig selbst mit Wattestäbchen zu reinigen. Auch dies kann zu Verletzungen führen, die wiederum zu einer Badeotitis führen können.
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