Wasser im Ohr

Tauchen, schnorcheln, ins Wasser springen oder rutschen - besonders Kinder haben beim Baden ständig den Kopf unter Wasser. Da gerät schon mal Wasser ins Ohr - aber wie ohne Probleme wieder hinaus?

Leicht dringt beim Schwimmen Wasser in den Gehörgang ein und verursacht ein unangenehmes Druckgefühl. Wer jetzt genervt im Ohr bohrt oder kratzt, holt sich oft eine noch viel lästigere und manchmal sogar gefährliche Gehörgangsentzündung.
"Das ist so typisch, dass wir die Entzündung des äußeren Gehörgangs auch Badeotitis nennen", sagt Dr. med. Thomas Schrom, Oberarzt an der Hals-Nasen-Ohren Klinik der Berliner Universitätsklinik Charité, im
Apothekenmagazin "Diabetiker Ratgeber". Eingedrungenes Wasser lässt sich mit einer Lage eines zusammengedrehten Kosmetik- oder Papiertaschentuchs aufsaugen. Stochern mit dem Finger oder
irgendwelchen Gegenständen kann den Gehörgang verletzen. Das erleichtert Keimen aus dem eingedrungenen Wasser, eine Infektion auszulösen.

Wie erkennt man eine Badeotitis?
Die schmerzhafte Entzündung wird durch Keime - meistens durch Bakterien - verursacht, die mit dem Badewasser ins Ohr gelangen können. Schon nach wenigen Stunden kann sich das als Jucken oder Schmerz bemerkbar machen. Die beginnende Entzündung kann spontan abklingen, sich jedoch auch verschlimmern und zu einer schmerzhaften Mittelohrentzündung entwickeln.
Typische Symptome dafür: Starke Schmerzen, Druckgefühl, Ausfluss und Juckreiz, Anschwellen des Gehörgangs, evtl. Gehöreinbuße.
Treten diese Symptome auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Der Arzt kann nach eingehender Untersuchung eine Ohrspiegelung durchführen, anschließend den Gehörgang reinigen und je nach Erreger eine örtliche Behandlung mit Antibiotika oder Antimykotika durchführen.

Foto: Manklang