Hilfreiche Kräutertees für Herbst und Winter

Kalte Füße, Schnupfnase, durchgefroren nach Hause kommen - typisch für Herbst und Winter. Ein schöner Tee wärmt da nicht nur gut durch, sondern kann auch je nach Sorte mit gesundheitsfördernden Eigenschaften aufwarten. Erfahren Sie mehr über Lindenblütentee, Hibiskus und andere wohltuende Pflanzen.

Gerade für die kalte Jahreszeit bietet die Natur hilfreiche Kräuterschätze. Salbei zum Beispiel ist schon lange als Heilmittel bei Halsschmerzen und Entzündungen im Mund- und Rachenraum bekannt. Holunderblütentee gilt als Helfer bei Erkältungen: Er ist schweißtreibend und eignet sich daher besonders für die Bettruhe. Der wärmende Ingwer ist ideal für Kälteempfindliche und und Menschen, die zu kalten Füßen neigen. Seine stoffwechselanregenden Eigenschaften stärken das Immunsystem. Doch es gibt noch viel mehr in der Welt der Kräuter und Gewürze zu entdecken - zum Beispiel Lindenblüten, Hanf, Hibiskus, Pfefferminze und Griechischer Bergtee.


Griechischer Bergtee

Griechischer Bergtee ähnelt im Aussehen dem Salbei, unterscheidet sich aber im Geschmack deutlich. Der mild-würzige, leicht zitronige Tee verströmt einen süßen Duft. Seine schleimlösenden und entzündungshemmenden Eigenschaften sind wohltuend bei Erkältungsinfekten und werden zusammen mit Honig und Zimt noch gesteigert. Um sich einen feinen Bergtee zuzubereiten, zerbricht man die Blätter und Blüten tragenden ganzen Stängel und übergießt sie mit heißem Wasser.


Lindenblütentee

Wenn man pitschnass vom Fahrrad steigt oder nach Stunden durchgefroren nach Hause kommt, ist Lindenblütentee eine wahre Wohltat. Er unterstützt nicht nur bei akuten Erkältungsbeschwerden, grippalen Infekten oder Bronchitis, sondern eignet sich auch gut zur Prophylaxe. In der Volksmedizin heißt es, Lindenblüten erhöhten die Körpertemperatur und seien schweißtreibend. Die in den Blüten enthaltenen Schleimstoffe hätten außerdem eine schmerzstillende, entzündungshemmende und hustenreizstillende Wirkung.


Hibiskus

Der in tropischen Gegenden wachsende Hibiskus vermag nicht nur durch seine Farbvielfalt und Blütenpracht zu verzaubern. Er enthält eine relativ hohe Konzentration an Vitamin C und seinen Blüten werden antibakterielle Eigenschaften zugesprochen. Man trinkt Hibiskus als Tee zur Unterstützung der Schleimlösung und Reizlinderung.


Hanf

Hanf ist eine der ältesten Kulturpflanzen. Der THC freie Speisehanf gilt als sanfter Unterstützer in der Volksmedizin. So wird Hanftee beispielsweise eine beruhigende, schmerzstillende, krampf- und hustenlösende Wirkung nachgesagt.


Pfefferminze

Die bei Groß und Klein beliebte Pfefferminze wird aufgrund ihrer antibakteriellen und keimtötenden Charakteristik geschätzt. Das ätherische Öl der Pflanze besteht zu 60 Prozent aus Menthol. Dank ihres entzündungshemmenden Charakters wird bei verschleimten Atemwegen, Husten oder Grippe eingesetzt. Pfefferminz-Öl ist gut zum Inhalieren geeignet.

Aufbrühen und aufblühen: Die "Drei-Finger-Prise"

Wer vollen Tee-Genuss erleben möchte, sollte die Blätter zerdrücken und pro Tasse (ca. 200 ml Wasser) eine "Drei-Finger-Prise" Kräuter nehmen. Das entspricht in etwa einem gehäuften Teelöffel. Anschließend mit kochendem Wasser übergießen und fünf bis zehn Minuten ziehen lassen.
Heißgetränke gegen Erkältungsbeschwerden sollten warm und direkt getrunken werden, denn durch die Aufbewahrung wie zum Beispiel in der Thermoskanne zersetzen sich die Inhaltsstoffe.

TIPP: Damit kein Gewöhnungseffekt an die Teemischung auftritt, ist es ratsam, nicht immer denselben Kräutertee zu trinken, sondern nach spätestens drei Wochen die Sorte zu wechseln.

Buchtipp: "Auf der Sonnenseite - Leben und Genießen mit Kräutern & Gewürzen" von Johannes Gutmann. Der Bio-Pionier schreibt in seinem Buch über seine Anfänge, als er als One Man Show noch alles alleine gemacht hat - aufbereitet, eingepackt und ausgeliefert. Über seine ersten Produktverkäufe am Markt in Wien, wo er erstmals als der Kräutermann mit der Lederhose erkannt wurde. Über seine starken Wurzeln im Waldviertel, seiner geliebten Heimat, die der Nährboden für seine Ideen war. Neben diesem sehr persönlichen Lebensweg widmet sich der zweite Teil des Buches seinen Schätzen der Natur. Kräuter sind ein Sinnes-Erlebnis. Ob frisch oder getrocknet, sie gehören in jede Küche, jeden Tee und zu jedem Heilverfahren. Der Leser bekommt einen fundierten Überblick über Kräuter und Gewürze, ihre Herkunft und Wirkungen abseits von trockenem Fachwissen. Beiträge zur Geschichte der Gewürze und über bedeutende Kräuterkundige machen das Buch zu einer anregenden Lektüre.
Natürlich dürfen auch eine feine Teekunde und originelle, raffinierte Rezepte nicht fehlen, welche neue Geschmacksrichtungen in jede Küche bringen.
Ein Buch, das die Sonnenseiten direkt auch in Ihren Garten und Ihre Küche bringt. Preis 24,90 Euro. Mehr unter www.sonnentor.at

Quellen und Bildrechte:

  • Quelle und Fotos: SONNENTOR, Foto 1: Pixabay

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