Fast die Hälfte aller Kinder unter zwei Jahren haben irgendwann einmal im Windelbereich entzündete Haut, weil diese durch Feuchtigkeit, Urin und Kot gereizt wird. Was können Eltern gegen den wunden Po tun?
Bei Säuglingshaut ist die Hornschichtbarriere noch nicht völlig ausgereift. Durch Urin und Kot kann sich die zarte Haut in der Windelregion daher leicht entzünden. Bis zu 40 Prozent der Kinder unter zwei Jahren entwickeln eine solche Windeldermatitis.
Vor allem die Darmausscheidungen verursachen diese Reizungen. Kommen Feuchtigkeit und Harnstoff durch Urin hinzu, verändert sich der pH-Wert der Haut, die fäkalen Enzyme werden aktiviert und die schädigende Wirkung nimmt dadurch noch um das Fünffache zu. Wenn die Windel eng abschließt und vielleicht zu spät gewechselt wurde, ist die Gefahr für einen wunden Po noch einmal erhöht.
Mögliche Ursachen können auch Nahrungsumstellungen oder viele säurehaltige Nahrungsmittel, bestimmte Inhaltsstoffe in Pflegeprodukten, Durchfall oder Infekte sein. Wenn Zahnen mit Durchfall einhergeht, kann auch dies die Ursache für einen roten Po sein.
Salben und Cremes mit hohem Fettgehalt können die Haut vor diesen schädigenden Substanzen schützen und ihre Reinigung von Urin und Kot erleichtern. Bei leichten Hautirritationen beschleunigt der Wirkstoff Dexpanthenol die Regeneration der Haut, repariert die natürliche Schutzzone und wirkt antientzündlich. Dexpanthenol-haltige Pflegeprodukte seien daher gut zur Prävention und Behandlung bei Windeldermatitis geeignet. Aber auch Ringelblumensalbe (Calendula), zinkhaltige Cremes und Wundsalbe mit Zaubernuss können helfen.
Bei guter Pflege heilt eine Windeldermatitis nach wenigen Tagen ab.
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