Vorbeugen mit Zink

Wer den Winter ohne Schnupfen oder Husten überstehen möchte, sollte sein Immunsystem stärken - zum Beispiel mit Zink. Dieses Spurenelement hilft zum Beispiel auch bei brüchigen Nägeln und Haarausfall.

Zink ist Baustoff für den Aufbau von Erbgut, Proteinen und Zellen, ist an fast allen Stoffwechselreaktionen im Körper beteiligt und notwendiger Treibstoff für die Beschleunigung dieser Vorgänge. Ausreichend Zink ist für eine intakte Immunabwehr, die selbst den hartnäckigsten Bazillen trotzt, unersetzlich. Nicht zuletzt schützt Zink vor freien Radikalen und Schwermetall-Verbindungen, die Krebs verursachen können.

Der tägliche Bedarf an Zink liegt für Erwachsene und Jugendliche bei 7 - 10 mg. Schwangeren Frauen wird empfohlen ca. 10 mg täglich zu sich zu nehmen und stillenden Müttern ca. 11 mg.

Zinkmangelzustände kann sich an vielen Körperstellen zeigen: Trockene, brüchige Nägel mit weißen Flecken, Haarausfall, Ausschläge und verzögerte Wundheilung, Infektionsanfälligkeit, Depressionen, Lethargie und sogar Unfruchtbarkeit treten infolge kleiner oder großer Lücken in der Zinkversorgung auf.


Eine kontinuierliche Zinkzufuhr ist grundsätzliche Voraussetzung für all diejenigen, die aktiv, gesund und munter durch den Winter kommen wollen, denn der Körper verfügt nur über winzige Speicher.

Leider ist es mit der Zinkversorgung in der Bevölkerung nicht weit her - aus zwei Gründen: Erstens nimmt die Bevölkerung im deutschsprachigen Raum zu wenig Zink über die tägliche Ernährung auf, zweitens kann der Organismus - je nach Nahrungsmittel - nur etwa 15 bis 40 Prozent des enthaltenen Zinks verwerten.

Etliche Faktoren wie beispielsweise eine große Aufnahme von Nahrungsfasern, eine regelmäßige Medikamenteneinnahme oder Darmerkrankungen beeinflussen die individuelle Zinkaufnahme negativ. Und in unzähligen Fällen wie beispielsweise während Schwangerschaft und Stillzeit, im Seniorenalter, bei Diabetes mellitus und während andauernder Infektionen oder Wundheilungsprozessen ist der Bedarf stark erhöht.

Wer also gegensteuern möchte, kann entweder Lebensmittel, die viel Zink enthalten, wie Austern, Kalbs- und Schweineleber oder Rindfleisch essen essen. Kuhmilch enthält relativ geringe Mengen an Zink, von den Milchprodukten enthalten dagegen einige Käsesorten, wie z. B. Camembert, Schmelzkäse oder Emmentaler recht hohe Mengen. Aus der Gruppe der Getreideprodukte sind Haferflocken, Hirse, Cornflakes, Weizenvollkornmehl, Sonnenblumenkerne und Weizenkeime sehr gute Zinklieferanten, beim Gemüse sind es grüne Erbsen, getrocknete Linsen und Sojabohnen. Auch Kakao, Nüsse, Ingwer und Basilikum sorgen für gefüllte Speicher.

Die Alternative: ein Zinkpräparat. Organische Zinkverbindungen (zum Beispiel Zinkgluconat oder -histidin) sind dabei besser für die optimale Versorgung des Körpers mit dem lebenswichtigen Spurenelement geeignet als anorganische Zinkverbindungen (Zinksulfat, -oxid oder -chlorid).

Quellen und Bildrechte:

  • Foto: Pixabay
  • Sven-David Müller, Leiter der Stabsstelle Presse und Kommunikation beim Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen in Braunschweig

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