BLACK BAG – DOPPELTES SPIEL

Elegant und mit Stil - auch wenn es vor Intrigen und Mord nur so knistert! Regisseur Steven Soderbergh ist ein Spionage-Thriller gelungen, der das Prädikat besonders wertvoll auf jeden Fall verdient hat. Was natürlich auch an den Hauptdarstellern Cate Blanchett und Michael Fassbender liegt.

Kathryn St Jean (Cate Blanchett) und George Woodhouse (Michael Fassbender) führen eine sehr glückliche Ehe. Dass sie beide als Geheimagenten für den britischen Geheimdienst arbeiten, stört sie nicht. Doch dann bekommt George den Auftrag, einen Verräter in den eigenen Reihen zu enttarnen. Dieser soll es auf einen gefährlichen Computervirus abgesehen haben, der, an einer entsprechenden Stelle eingesetzt, viele Menschen töten würde. Auf der Liste stehen fünf Namen – auch der seiner Frau. Kurz danach stirbt sein Auftraggeber und mysteriösen Umständen.

Plakat zum Film von "Doppeltes Spiel"George schmiedet einen Plan, der mit einem Abendessen aller Protagonisten in ihrem Haus beginnt. Hier kommen so einige Wahrheiten auf den Tisch sowie erste Verdachtsmomente. Dann muss Kathryn überraschend nach Zürich fliegen und George startet ein riskantes Manöver mit einem Satelliten. Hat er noch den Überblick oder wird er Opfer einer Intrige?

Regisseur Steven Soderbergh hat einen Spionage-Thriller geschaffen, der ein bisschen an ein Kammerspiel erinnert: sehr dialoglastig, wenige Schauplätze und alles dreht sich um die sieben Protagonisten. Michael Fassbender als George Woodhouse spielt meisterhaft den coolen Spion, der wenig preisgibt, aber immer Herr der Lage ist. Cate Blanchett (irritierenderweise mit langen braunen Haaren!) ist die liebende Ehefrau, aber auch die erfahrene Agentin, der nichts entgeht...

Die ebenfalls auf der Liste der Verdächtigen Stehenden werden von Regé-Jean Page, Marisa Abela, Naomie Harris und Tom Burke gespielt, Pierce Brosnan hat eine kleine Rolle als Geheimdienst-Chef.

Drehbuchautor: David Koepp

Länge: 94 Minuten. Kinostart: 15. Mai

Die Deutsche Film- und Medienbewertung. FBW gab diesem Thriller "Das Prädikat besonders wertvoll": "Alles an und in dem neuen Meisterwerk von Regisseur Steven Soderbergh ist elegant und mit Stil inszeniert. Von der ersten Sequenz, in der die Kamera in nur einer einzigen Einstellung Michael Fassbender in einen Nachtclub führt, wo er einen wichtigen Hinweis erhält, bis hin zum finalen Showdown, in dem die Kameraperspektive wild hin- und herwechselt zwischen den Figuren, die mit Worten ebenso gezielt und geschickt umgehen wie mit geladenen Waffen."

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