Wabi Kusa: Kennen Sie schon den neuen Trend fürs Wohnzimmer?

Wunderschöne filigrane Wasserpflanzen in verschiedenen Farben in einer edlen Glasschale – das hört sich doch nach einem echten Hingucker an! Lesen Sie, wie auch Sie Ihr Heim mit Wabi Kusa schmücken können.

Ganz simpel gesagt nehmen Sie Wasserpflanzen in ihrer Überwasserform (oder emerse Form), pflanzen sie in einen Ball aus Pflanzenerde, geben Soil (Substrat mit der nötigen Pflanzennahrung) dazu und setzen das Ganze in eine schöne Glasschale. Fertig ist ein schöner und pflegeleichter Zimmerschmuck!

Dieser grüne Trend aus Japan begeistert auch in Deutschland immer mehr Aquarianer und Pflanzen-Freunde. Da ein Wabi Kusa äußerst pflegeleicht ist, bietet sich das neue Hobby auch für Einsteiger an.

Wabi Kusa – der Wasserpflanzen-Trend aus Japan

Der Name Wabi Kusa stammt aus dem Japanischen und bezieht sich auf das Konzept des Wabi Sabi. Dabei geht es darum, in etwas Einfachem und Unscheinbarem Schönheit wahrzunehmen. Der Hintergedanke ist, sich kreativ und durchaus auch meditativ mit einem kleinen Stück Natur zu beschäftigen. Ein „Wabi Kusa“-Aquarium kann daher schon als ein Kunstwerk oder Design-Objekt betrachtet werden.

Bepflanzt wird ein solcher Hingucker mit unterschiedlichen Sumpf- und Wasserpflanzen, die – das ist der Clou – im Wasser wurzeln, aber außerhalb des Wassers wachsen. Auf einer Art Ball aus Erde werden sie in einer Schale mit ein wenig Wasser gruppiert, die man beispielsweise auf das Fensterbrett stellen kann. So ist auch das notwendige Sonnenlicht garantiert. Zudem besteht die Möglichkeit, vorkultivierte Wabi Kusas doch in einem Aquarium zu platzieren, also einen „Unterwassergarten“ aus fertigen Elementen zu gestalten.

Den besonderen Reiz eines Wabi Kusa macht aus, dass Sumpf- und Wasserpflanzen sich außerhalb des Wassers teilweise außergewöhnlich entwickeln, was sich zum Beispiel in farbenfrohen Blättern zeigt. Manche Pflanzen bilden „an der Luft“ auch prächtige Blüten. Seit dem vergangenen Jahr gibt es sogar einen internationalen Wettbewerb, bei dem die schönsten Wabi Kusas gekürt werden.

Was benötige ich für den Einstieg?

Im Zoofachhandel gibt es verschiedene Glasschalen und Vasen, die speziell für ein Wabi Kusa geeignet sind. Dazu brauchen Sie ein Substrat oder Soil, wie es auch bei der Gestaltung von Aquarienlandschaften zum Einsatz kommt. Es ist ebenfalls in jedem Fachgeschäft erhältlich.

„Soil zieht die Härte aus dem Wasser und säuert es an“, erklärt der Aquascaper Frederic Fuss. In dieses Substrat werden die Pflanzen mithilfe einer Pinzette eingepflanzt. Im Fachhandel gibt es auch verschieden vorgeformte Substratbälle. Empfehlenswert ist zudem ein Dünger sowie – falls es am gewünschten Standort an Sonnenlicht mangelt – eine spezielle Lampe. Faustformel für die Lichtmenge: 0,3 bis 0,5 Watt pro Liter, 20 bis 35 Lumen.
Zwei Mal täglich sollte das Wabi Kusa besprüht werden, von Zeit zu Zeit können Aquarianer die Pflanzen ein klein wenig stutzen. „Beckengröße, Beleuchtung, Pflanzenbestand und Nährstoffangebot müssen stets zueinander passen. So wachsen die Pflanzen und Algen sind kein Thema“, rät Frederic Fuss.

Sämtliche Aquarienpflanzen, die sowohl unter Wasser („submers“) als auch über Wasser („emers“) gedeihen können, sind für die Verwendung im Wabi Kusa geeignet.

Weitere Tipps zur Gestaltung von Wabi Kusas

Quellen und Bildrechte:

  • Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands (ZZF)
  • Fotos: WZF/ Frederic Fuss

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