So machen Sie Ihren Garten kindersicher - 9 Gefahrenquellen im heimischen Garten

Für Kinder ist ein Garten immer spannend: Sie können spielen, toben, buddeln, entdecken, beobachten und forschen. Aber Gefahren einschätzen, dass können Kinder nicht. Deshalb ist es gut, einmal mit anderen Augen durch den eigenen Familiengarten zu gehen und die Gefahren, die den Kindern drohen könnten, aufzuspüren.

Neun Gefahrenquellen im eigenen Garten

1. Teich, Pool & Regentonne

Wasser übt auf Kinder eine geradezu magische Anziehungskraft aus. Fast jedes Kind liebt Wasser: Stundenlang können sie spritzen, gießen, Wasser von einem Behälter in einen anderen füllen, mit Erde oder Sand mischen. Klar, bei schönem warmen Wetter darf die Kleidung auch mal nass werden.

Wussten Sie: Kinder können auch in größeren Pfützen, in einem Teich, in dem sie eigentlich stehen können, der Regentonne oder dem heißgeliebten Pool ertrinken!

Ertrinken ist die zweithäufigste Todesursache bei Kleinkindern! Meist passiert das leider sogar dann, wenn die Eltern sie nicht lange alleine lassen oder unmittelbar anwesend sind.

Kleinkinder ertrinken lautlos! Sie rufen nicht um Hilfe, sie strampeln nicht mit Armen und Beinen. Sie fallen ins Wasser und ertrinken.


2. Spielgräte, Sandkasten & Bäume

Ein Klettergerüst mit Schaukel * oder ein Spielturm im Garten * sind einfach herrlich für Kinder. Auf Bäume klettern – Lieblingsbeschäftigung vieler Kinder. Klettern auf Bäumen muss nicht verboten sein – nur morsche Bäume sind tabu. Wie wäre es mit einer Matratze unter dem Kletterbaum?

Kleinkind im SandkastenBei Spielgeräten ist eine sichere Aufstellung wichtig. Regelmäßiges Überprüfen gehört dazu, weil sich eventuell Bodenverankerungen mit der Zeit lockern oder ein Holzpfosten morsch wird.

Beim Sandkasten lauern Gefahren in scharfkantigen Umrandungen und Verschmutzungen durch Tiere. Deshalb lieber eine Abdeckung auflegen, wenn der Sandkasten nicht benutzt wird.

3. Giftige Pflanzen

Kinder stecken alles in den Mund. Das ist normal. Werden Sie von Beeren, Blüten und Pflanzen angelockt, ist äußerste Vorsicht geboten. Von einigen Pflanzen gehen tödliche Gefahren für Kinder aus. Das sind beispielsweise:

  • Bilsenkraut
  • Blauregen
  • Blauer Eisenhut
  • Eibe
  • Eisenhut
  • EngelstrompeteEngelstrompete & Stechapfel
  • Fingerhut
  • Gefleckter Schierling
  • Goldregen
  • Herbstzeitlose
  • Maiglöckchen
  • Pfaffenhütchen
  • Riesen-Bärenklau
  • Rizinus (Wunderbaum)
  • Seidelbast
  • Tollkirsche


Bei Verdacht auf Vergiftungen alarmieren Sie sofort den Giftnotruf!

Generell gelten bei der Ersten Hilfe für Kinder dieselben Regeln wie bei Erwachsenen, bei Babys und Kleinkindern gibt es aber einige Besonderheiten:

  • Den Kopf eines Säuglings bei der Beatmung nicht überstrecken. Mund und Nase beatmen.
  • Bei Kleinkindern unter einem Jahr nur 2 Finger für eine Herzdruckmassage verwenden.
  • Stabile Seitenlage bei Säuglingen: Das Kind auf den Bauch legen und den Kopf zur Seite richten. Der Mund muss geöffnet sein!


4. Mähen mit dem Mähroboter

Wird ein Mähroboter eingesetzt, ist es gut wissen: Nicht nur Insekten und Nager mäht der Gartenhelfer mit weg, auch vor Kinderhänden oder -füßen macht er nicht halt.

5. Aufbewahrung von Gartengeräten, Werkzeugen und chemischen Mitteln

„Messer, Schere, Feuer, Licht - sind für kleine Kinder nicht.“

Das Sprichwort hat nach wie vor Gültigkeit, denn ab einem gewissen Alter denken Kleinkinder, sie können alles. Und das mindestens so gut wie die Großen!

Scharfe Messer, Heckenschere oder Spitzhacke: Wenn sie an solche Gartengeräte herankommen, werden sie sie in einem unbeaufsichtigten Moment auszuprobieren. Ebenso verhält es sich mit Düngemitteln und anderen Chemikalien. Eines ist sicher - das Kind will nur bei der Gartenarbeit helfen. Deshalb gut verschlossen aufbewahren, so dass diese Dinge gar nicht in Kinderhände gelangen!

6. Steckdosen

An die Steckdosen im Garten wird oft gar nicht gedacht, auch wenn innen alle gut gesichert sind.

7. Der Zaun

Auf der Suche nach neuen Abenteuern wird Kindern der eigene Garten schon mal zu klein. Damit sie nicht unbemerkt aus dem Garten verschwinden, ist eine sichere Umzäunung ratsam. Ist die Hecke dicht genug oder gibt es doch eine Lücke?

8. Zu viel Sonne: Sonnenbrand, Sonnenstich & Co.

Kinderhaut ist besonders empfindlich und sollte vor schädlicher UV-Strahlung geschützt werden. Schaffen Sie schattige Plätze im Garten: Neben großen Bäumen sind Sonnenschirme oder Sonnensegel eine gute Wahl. Mit dem richtigen Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor und einem lustigen Sonnenhut steht einem schönen Tag im Garten nichts im Wege!

Schauen Sie beim Rundgang durch den Garten auch nach Dornen, Ecken und Kanten an Gartenmöbeln, Treppen, Stufen und sonstigen Stolperfallen.

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