Gartentipps für den Oktober: der Nutzgarten

Viele Beete leeren sich, doch es gibt immer noch das eine oder andere, was man nun noch ernten kann. Zeit für das Großreinemachen, sinnvoll können Sie die Reste auf Kompost oder im Hügelbeet verwenden. Bärlauch und Rhabarber stehen zur Kultivierung an. Unseren obligatorischen Kalendertipp für 2019 haben wir außerdem für Sie dabei.

Späte Apfel-, Birnen- und Pflaumensorten sind erntereif, ebenso zweimal tragende Himbeeren. Die orangeroten Sanddornbeeren kurz vor der Vollreife ernten. Überreife Früchte beginnen zu gären, außerdem sinkt der Vitamin-C-Gehalt dann bereits wieder ab. Kiwis sind meistens erst im Oktober/November reif. Sie sollten vor den ersten starken Frösten gepflückt werden. Die vitaminreichen Früchte können an einem kühlen Ort über Monate gelagert werden. Zum Nachreifen portionsweise ins warme Zimmer holen.


Erdbeeren mulchen

Eine Bodenabdeckung aus gut verrottetem, strohreichem Stallmist oder gehäckselten Gartenabfällen schützt den Wurzelballen von Erdbeeren vor dem Hochdrücken im Boden durch den Frost. Fichtennadeln verrotten langsamer, verbessern aber im nächsten Jahr das Aroma der Beeren.


Wurzelgemüse ernten

Karotten gebundenDie Ernte von Möhren und Winterrettich kann noch bis Ende Oktober erfolgen. Bei günstiger Witterung können Sie sogar bis Mitte November warten. Herbstrettiche und Herbstradieschen müssen vor den ersten Frösten vom Beet.


Rote Bete ernten

Nur voll ausgereifte Rote Bete eignet sich zum Einlagern. Der richtige Erntezeitpunkt: Wenn die Blätter fleckig werden und sich bräunlich verfärben. Bei der Ernte die Hauptwurzel nicht beschädigen, sonst "bluten" die Rüben aus und sind nicht mehr lagerfähig.


Zwiebeln stecken

Die Steckzwiebelsorten "Presto" oder "Sturon" sind völlig winterhart. Steckt man sie jetzt im Abstand von 8-10 cm, kann man bereits im kommenden Frühjahr milde hellgrüne Zwiebelblätter und ab Mai auch die ausgereiften Zwiebeln ernten.

Gemüsebeete schützen

Vlies und Reisig bereit legen, um das Gemüse in den ersten kalten Nächten rasch abzudecken. Frei gewordene Beete mit Gründünger einsäen, z.B. Winterroggen (winterhart) oder Gelbsenf (friert ab) aussäen.

Kräuter

Mehrjährige Kräuter und Heilpflanzen jetzt teilen oder neu pflanzen. Majoran rechtzeitig vor Frostbeginn ernten, Rosmarin, Basilikum, Petersilie und Schnittlauch in Töpfe pflanzen und auf einer hellen Fensterbank weiter kultivieren. Thymian, Salbei und Zitronenmelisse brauchen in rauem Klima angehäufeltes Laub als Kälteschutz.

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Ein besonderer Begleiter durchs Jahr – „Mein Naturkalender 2020“ von Naturmaler Christopher Schmidt. Der neue Wochenkalender ist durchgängig farbig illustriert und begleitet kunstinteressierte ebenso wie naturbegeisterte Betrachter mit faszinierenden Tier- und Pflanzenillustrationen durch die Jahreszeiten. Der Kalender hat eine praktische Spiralbindung und einen festen Einband. Mit einer Doppelseite pro Kalenderwoche und Monatsübersichten bietet er ausreichend Platz für Termine und Notizen. Eigene Naturbegegnungen im Garten, auf Spaziergängen und Reisen lassen sich dort ebenso festhalten wie einmalige Momente im Jahr – so wird der Naturkalender zum persönlichen Naturtagebuch. Christopher Schmidt malt seit seiner frühesten Kindheit nahezu täglich all das, was ihm in der Natur begegnet. Auf diese Weise hat er unzählige Skizzenbücher gefüllt, die seine Reisen in verschiedene Regionen der Erde dokumentieren. Neben seiner Tätigkeit als Lehrer arbeitet er für Naturschutzorganisationen und als naturkundlicher Reiseleiter. Er hat Bestimmungsbücher illustriert und Buchprojekte verwirklicht. Für seine Arbeiten hat er internationale Preise gewonnen. Fazit: Wunderschöne Illustrationen in einem praktischen Kalender, der zum längeren Betrachten einlädt. Ein toller Maler! Super als Geschenk für so manchen Gartenfreund! Erschienen im pala-verlag zum Preis von 19,90 Euro.

Kohlsorten lieber rechtzeitig ernten

Weiß-, Rot- und Wirsingkohl vertragen zwar einige Kältegrade, doch sollte man sie in den letzten Oktobertagen ernten. Im angefrorenen Zustand besteht die Gefahr, dass er schnell Druckstellen bekommt, die schnell faulen können.


Radicchio hält nur bedingt Frost aus

Sind tiefere Temperaturen unter -5 Grad zu erwarten, muss unbedingt geerntet werden. Pflanzen mit gut entwickelten Köpfen gräbt man mit der Wurzel aus, entfernt den größten Teil des Umblattes und schlägt sie im Keller oder Frühbeet auf.


Äpfel und Birnen richtig einlagern

Die Haltbarkeit von Äpfeln und Birnen lässt sich deutlich verlängern, wenn man die Früchte kiloweise in stabile Gefrierbeutel packt, in die man vorher mit dem Papierlocher ein paar Luftlöcher gestanzt hat. In den Beuteln steigt der Gehalt an Kohlendioxid, dadurch bleibt das Obst länger frisch. Überschüssiges Kohlendioxid und Feuchtigkeit können trotzdem entweichen. Optimale Lagerbedingungen: 2-4 °C und 70% Luftfeuchtigkeit. Tipp: Äpfel nie zusammen mit Kartoffeln aufbewahren!

Auch im Oktober ist Zwetschgenzeit

Jetzt reift die Hauptsorte "Hauszwetschge", die extrem anfällig für die Scharka-Virose ist. Auf die leicht erkennbaren Fruchtsymptome ist zu achten. Daneben tritt sehr stark vorzeitiger Fruchtfall auf. Leider ist keine Gesundung möglich, und befallende Gehölze sollten gerodet werden.


Obstgehölze pflanzen

Rote JohannisbeerenJetzt ist ideale Pflanzzeit für Obstgehölze wie Apfel, Birne, Pflaume und Kirsche. Beerensträucher wie Rote oder Schwarze Johannisbeere und Stachelbeere können noch bis Anfang November gepflanzt werden. Schwarze Johannisbeeren werden 10 cm tiefer gesetzt als sie in der Baumschule standen. In raueren Lagen, bei frühem Wintereinbruch oder auf schweren, nassen Böden sollten Sie die Pflanzung auf das Frühjahr verschieben. Das gilt ganz besonders für Frühblüher wie Aprikosen, Pfirsiche und frühe Pflaumen. Auch Kiwis, Quitten, Brombeeren und Preiselbeeren pflanzt man besser Ende März oder Anfang April.


Haselnüsse pflanzen

Die Pflanztiefe beeinflusst bei Haselnüssen den Ertrag. Pflanzt man die Sträucher eine halbe Handbreit tiefer, als sie in der Baumschule gestanden haben, entwickeln sich zusätzliche Wurzeln an der Erdoberfläche. Dadurch steigen die Nährstoffaufnahme und die Erntemenge.


Walnuss- bzw. Haselnussernte: Abfallen lassen oder schütteln

Wal- bzw. Haselnüsse, die nacheinander natürlich abfallen, haben die beste Qualität. Allerdings zieht sich dadurch die Ernte in die Länge. Alternativen sind kräftiges Schütteln und vorsichtiges Abschlagen.

Zweige entfernen

Abgestorbene Zweige und Triebe aus Obstbäumen und -sträuchern entfernen, bevor sich Pilzerreger darauf festsetzen. Bis ins gesunde, helle Holz zurückschneiden und das Schnittholz vernichten.


Leimringe anlegen bzw. überprüfen

Die im Handel erhältlichen Leimringe müssen am Stamm eng anliegen, damit das flügellose Weibchen des Frostspanners nicht darunter durchkriechen kann. Rissige Borke kratzen Sie am besten vorher ab. Vorhandene Leimringe sollten Sie überprüfen.


Winterschutz

Das Wechselspiel von klaren, sonnigen Tagen und frostigen Nächten in den Wintermonaten setzt die Rinde, vor allem junger Obstbäume, stark unter Spannung. Es kann zu Frostrissen und -spalten kommen, die wiederum den Eintritt von Schädlingen und Krankheiten begünstigen. Hier hilft ein heller Anstrich, der die wärmenden Strahlen reflektiert. Im Fachhandel erhältliche Weißanstriche enthalten oft noch Rindenpflegemittel. Streichen Sie damit nicht nur die Sonnenseite des Stammes, sondern auch den Kronenansatz.

Quellen und Bildrechte:

  • 1. Volker Mühlenbruch / www.pixelio.de
  • 2. Familien-Welt
  • 3. JMG / www.pixelio.de
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