Gartentipps für August: der Nutzgarten

Nichts ist gesünder, als reife Früchte unmittelbar nach der Ernte zu essen. In einem Naschgarten dürfen ein Apfel- oder Pflaumenbaum, Johannisbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren, Brombeeren und natürlich Erdbeeren nicht fehlen. Wir haben die richtigen Tipps für Sie!

Kur für den Boden

Wenn der Boden nach der Ernte von Spinat, Kohlrabi und anderen Frühgemüsen eine Pause benötigt, können Sie die trockenheitsverträgliche Futterpflanze Esparsette als Gründüngung aussäen. Sie wächst auch in den Sommermonaten zügig.

Kürbisse kappen

Bei Kürbissen pro Pflanze nur zwei bis drei Früchte belassen. Alle übrigen werden entfernt, sobald die verbleibenden Kürbisse tennisballgroß sind. Anschließend die Triebe auf zwei Blätter nach den Früchten einkürzen.

Auberginen ernten

Reife Aubergine am StrauchErnten Sie Auberginen, solange die Schale noch glänzt und sich leicht fettig anfühlt. Die Früchte am besten kühl (10-15 Grad Celsius) und luftig aufbewahren.

Gemüse düngen

Rote Bete und Schwarzwurzeln können Sie noch bis Mitte des Monats nachdüngen. Den Boden zwischen den Gemüsereihen außerdem lockern und gut feucht halten.

Erdbeeren pflanzen

Der ideale Zeitpunkt für die Erdbeer-Neupflanzung ist Mitte Juli bis Mitte August. Bei späterer Pflanzung entwickeln sich weniger Blütenknospen und die Ernte im nächsten Jahr fällt geringer aus. Der Pflanzschock lässt sich abmildern, wenn Sie die Töpfe vorher für 15 Minuten in Wasser tauchen. Die Herzknospen sollen knapp über der Erde liegen. Eine zu tiefe Pflanzung reduziert die Erntemenge. Sitzt der Erdballen zu hoch, trocknen die Pflanzen leicht aus.

Brombeeren pflegen

Die neuen Triebe der Brombeeren zwischen den älteren früchtetragenden Ruten am Spaliergerüst befestigen. Die Geiztriebe, die sich in den Blattachseln bilden, auf 4-5 Blätter einkürzen.

Buchtipp: "Die neuen Gemüsegärten"

Detailliert beschreibt Robert Elger in seinem vierten Buch, wie Sie ein Beet anlegen, bepflanzen und pflegen sollten, um schließlich eine üppige Ernte zu erzielen. Er zeigt auf, wie der Gärtner für die Symbiose zwischen der Pflanze und den Mikroorganismen im Boden optimale Bedingungen schafft. Die umfangreichen Saat- und Pflanzkalender, in denen auch längst vergessene Gemüsesorten berücksichtigt werden, führen Sie durchs ganze Jahr. Das Buch zeichnet sich durch den umfassenden Überblick aus, den es über die verschiedenen Anbauformen gibt und ermöglicht dem Gärtner seinen Gemüsegarten auf individuelle Bedürfnisse abzustimmen. Das Garten Know-how, das Robert Elger vermittelt, lässt auch beim ambitionierten Hobbygärtner keine Wünsche offen. Fazit: Mulch-, Hügel-, Schicht- Quadrat oder Kistenbeet – bei so viel informativer Anleitung fällt es wirklich schwer, das für sich Beste auszuwählen. Hören sich doch alle Anbauformen spannend an und sind dank Robert Elger auch gut umsetzbar. Richtig gut! Erschienen im Verlag LV-Buch zum Preis von 19,95 Euro (192 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-7843-5453-8).

Topfobst düngen

Obstbäume im Topf erhalten Anfang August nochmals eine Gabe Flüssigdünger oder organischen Volldünger. Ab Mitte August die Pflanzen nicht mehr düngen, damit die Zweige ihr Wachstum einstellen und das Holz vor dem Winter ausreift.

Boden mulchen

Den Gartenboden rund um abgeerntete Beerensträucher mit Mulch (z.B. Kompost) etwa 5 cm hoch abdecken und bei trockener Witterung öfter und durchdringend gießen.

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