Bummel über den Weihnachtsmarkt

Nun ist es wieder soweit: Die Weihnachtsmärkte locken mit Glühwein, Lebkuchen und anderen Köstlichkeiten, dazu natürlich mit jeder Menge schöner Dinge zum Kaufen und Verschenken. Wenn überall unzählige Lichter glitzern, kommt weihnachtliche Vorfreude auf. Wir stellen Ihnen einige der schönsten Weihnachtsmärkte vor.

Entstanden sind die Weihnachtsmärkte aus gewöhnlichen Wochenmärkten und Messen, die zu Kirchfesten veranstaltet wurden. Man verkaufte dort vor allem praktische Dinge zum täglichen Gebrauch. Erst im 18. Jahrhundert wurden die Märkte weihnachtlicher. Die Kinder glaubten damals, dass das Christkind auf dem Weihnachtsmarkt die Geschenke einkaufte, die sie dann später auf dem Gabentisch vorfanden. Auch heute verlocken Kuchen, Kerzen und Krippenspiele noch ebenso zum Kaufen wie Gegrilltes, Getöpfertes und Gemaltes - und nicht nur die ganz Kleinen bekommen dabei vor Staunen leuchtende Augen und rote Bäckchen.

Berlin

Weihnachtsmarkt am GendarmenmarktDer "Berliner Winterzauber" hat bereits am 3. November (bis 30. Dezember) seine Pforten geöffnet. An seinem neuen Standort an der Landsberger Allee 300 begrüßt der "Winterzauber" ab 14 Uhr Jung und Alt mit zahlreichen Attraktionen wie dem spektakulären Weihnachtsflug, der Kinderachterbahn "Santa Claus" oder Europas größter Geisterbahn. Insgesamt erwarten die Besucher zwölf Großanlagen.

Berlin ist ein Eldorado für Freunde von Weihnachtsmärkten! Vom großen, traditionsreichen Weihnachtsmarkt in der Spandauer Altstadt über die vielen kleinen, historischen Weihnachtsmärkte Berlins bis hin zum Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt sind sie in Berlin so vielfältig wie Berlin selbst. Mal stehen Jahrmarktsbuden, Karussells und Riesenräder im Vordergrund, während andere Märkte mehr auf Tradition und Besinnliches setzen und vorwiegend Selbstgemachtes für karitative Zwecke verkaufen.

Von Berliner Bratwurst bis Potsdamer Plätzchen (auf dem Potsdamer Platz) reicht das gastronomische Angebot. Der Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche ist vom 21. November 2022 bis zum 01.01.23 geöffnet. An über 170 Weihnachts-Ständen gibt es für jeden das passende Geschenk – von Weihnachts-Schmuck und Dekorationen bis zu Spielzeug und liebevollen Accessoires. Für die Kleinen drehen sich gemütliche Karussells. In der Winterwelt am Potsdamer Platz (bis 1. Januar) können Besucher u.a. auch Rodeln und Schlittschuhlaufen. Berlin hat sogar einen Hunde-Weihnachtsmarkt: am 2. und 3. Dezember auf der Auslauffläche im Grunewald! Mehr Infos hier.

Dresden

Zu den ältesten deutschen Weihnachtsmärkten zählt der Striezelmarkt der sächsischen Landeshauptstadt, der bereits im 15. Jahrhundert in Verbindung mit christlichen Bräuchen zum Heiligen Abend entstand. Bis heute ungebrochen an Beliebtheit sind die traditionell an den Marktständen erhältlichen Erzeugnisse sächsischer Volkskunst. Ebenso begehrt sind die aus Papier gefertigten Herrnhuter Sterne aus der Lausitz, die Kirchen und Straßen in der Advents- und Weihnachtszeit schmücken. Der 588. Dresdner Striezelmarkt ist vom 29.11. (ab 16 Uhr) bis 24.12. (10 bis 14 Uhr) täglich von 10-21 Uhr geöffnet. Ein Höhepunkt des Striezelmarktes ist das Stollenfest (9.12.): Ein Riesenstollen wird durch die barocke Altstadt zum Striezelmarkt gezogen, dort dann angeschnitten und verteilt. Infos dazu gibt es hier: http://www.dresdnerstollen.com. An zentraler Stelle des Striezelmarktes dreht sich die weltgrößte erzgebirgische Stufenpyramide, die mit ihren 14,62 Metern 1999 den Weg ins Guiness Buch der Rekorde fand.

Neben dem berühmten Striezelmarkt gibt es jedoch noch weitere kommunale und mehrere privat betriebene Märkte. Vom Weihnachtsmarkt auf der Prager Straße bis zu dem auf der Hauptstraße ist eine ganze Weihnachtsmeile entstanden. Witzig: Mithilfe des Striezeltalers wird bargeldloses Zahlen auf dem Striezelmarkt ermöglicht.

Leipzig

Die Tradition des Leipziger Weihnachtsmarktes reicht bis in das 15. Jahrhundert zurück. Aufgrund seines einzigartigen kulturellen und kulinarischen Angebotes hat er sich inzwischen einen fast legendären Ruf erworben. Dieses Jahr öffnet er am 28.11. um 17 Uhr seine Tore. Zahlreiche traditionelle Bereiche erwarten die Besucher, darunter der Märchenwald mit Rätselspaß auf dem Augustusplatz am Brunnen vor der Oper, Flammlachs und Glögi, der Duft der Nostalgie oder historische Modelleisenbahnen, die durch liebevoll gestaltete Landschaften fahren. Er ist täglich von 10 bis 21 Uhr geöffnet, Freitag und Samstag bis 22 Uhr, am langen Samstag sogar bis 23 Uhr. Sehens- und hörenswert: die Konzerte der Posaunenbläser vom Balkon des Alten Rathaus immer mo.-do. um 18 Uhr, fr. ab 19 Uhr und sa./so. um 13 und 19 Uhr. Mehr Infos unter www.leipzig.de.

Hamburg

Der Schlitten mit dem Weihnachtsmann über dem Hamburger RathausmarktIn den Wochen vor dem Fest verwandelt sich die ganze Innenstadt Hamburgs in einen riesigen Weihnachtsmarkt. An jeder Ecke locken Buden mit Glühwein, Bratwurst, Kunsthandwerk und Gebäck. Auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz (vom 23.11. bis zum 23.12. täglich von 10-21 Uhr, Sonntag ab 11 Uhr) stehen die zentralen Wahrzeichen des Hamburger Weihnachtsmarktes: ein hoher Weihnachtsbaum, das Nostalgiekarussell und eine lebensgroße Weihnachtskrippe.

Natürlich findet auch dieses Jahr der historische Weihnachtsmarkt vor der schönen Kulisse des Rathauses statt. Kunst statt Kommerz ist erneut das Motto: Neben einer Spielzeuggasse gibt es Kunsthandwerk, Holzschnitzereien (u.a. aus Tirol) und noch viel mehr zu bestaunen, aber auch zu kaufen. Jeden Tag um 16, 18 und 20 Uhr schwebt der fliegende Weihnachtsmann mit seinem Schlitten über den historischen Weihnachtsmarkt (27.11. bis zum 23.12., So.-Do. von 11 - 21 Uhr & Fr/Sa bis 22 Uhr).

Der "WeißeZauber" an der Binnenalster bietet vom 23.11. bis zum 29.12. (So.-Do. von 11-21 Uhr, Fr./Sa. bis 22 Uhr, am 21. November, 24. und 25. Dezember geschlossen) neben seiner besonderen Lichtinszenierung und den interessanten Ständen auch ein besonderes Highlight: das historische Riesenrad aus dem Jahre 1926. Hier können sich Besucher das weihnachtliche Hamburg rund um die Binnenalster aus der Vogelperspektive betrachten. Das sind noch nicht einmal alle Weihnachtsmarktstandorte im Zentrum der Stadt.

Santa Pauli, der etwas andere Weihnachtsmarkt auf der Reeperbahn (nicht ganz jugendfrei), hat vom 13. November bis 23. Dezember (am 19. und 26. November geschlossen) geöffnet und bietet neben Livemusik auch mal eine Striptease Show.

Alles über die Hamburger Weihnachtsmärkte hier.

Schwerin

Der Schweriner Weihnachtsmarkt mit dem verheißungsvollen Namen „Der Stern im Norden“ öffnet seine Pforten vom 27. November bis 30. Dezember. Dann heißt es schlemmen, genießen und Spaß haben beim wunderschönen Ausblick auf die beleuchtete Altstadt. Auf der Bühne am Marktplatz gibt es Konzerte und Veranstaltungen, jeden Nachmittag ist der Weihnachtsmann persönlich vor Ort. Das große Lagerfeuer und „Kinder und Kunsthandwerk“ findet auf dem historischen Posthof der Altstadt statt. Mehr über den Schweriner Weihnachtsmarkt hier.

Lübeck

Holstentor in LübeckTausende von Lichterketten und weihnachtliche Dekorationen in Straßen und Schaufenstern legen ein stimmungsvolles Flair über die Hansestadt. Die Lübecker präsentieren sich als die "Weihnachtsstadt des Nordens" mit ihrem Lübecker Weihnachtsmarkt. Und sie haben gute Gründe dafür: Einen Weihnachtsmarkt veranstalten die Lübecker seit 1648, das berühmte Marzipan der Firma Niederegger kommt von hier und die historische Altstadt ist eine wirklich stimmungsvolle Markt-Kulisse. Ab dem 27.11. bis 30. Dezember finden Besucher u.a. Spielzeug, Christbaumschmuck, Kunsthandwerk und anderes. Der Historische Weihnachtsmarkt auf dem Kirchhof von St. Marien bietet eine mittelalterliche Zeitreise. Hier tummeln sich allerlei Handwerker:innen, die lange vergessene Fertigkeiten zeigen und ihre Waren feilbieten. Immer wieder sorgen eindrucksvolle Walk-acts in historischen Gewändern für zünftige Unterhaltung.Mehr Infos finden Sie unter http://www.luebecker-weihnachtsmarkt.de.

Quellen und Bildrechte:

Ähnliche oder weiterführende Artikel