Spaß im Museum

Spannendes sehen und erleben kann man in vielen Museen - und viele haben gerade für Familien interessante Angebote. Zum Beispiel auf Helgoland ein Museum in Erinnerung an Kinderbuchautor James Krüss. Oder wie wäre es mit dem Besuch in einem Moortunnel? Oder bei Deutschlands größter Brio-Bahnanlage?

James Krüss Museum auf Helgoland

Bilderbuch "Henriette Bimmelbahn"Seit 2007 gibt es das in bunten Holzbuden untergebrachte Museum in Erinnerung an den berühmtesten Sohn der Insel. Der Autor so beliebter Kinderbücher wie "Henriette Bimmelbahn" (Foto) oder "Der wohltemperierte Leierkasten" wurde 1926 auf Helgoland geboren und starb 1997 auf Gran Canaria. Jetzt kann man an seinem Geburtsort auf Spurensuche gehen. Natürlich gibt es auch ein Angebot für Kinder. Mehr unter http://www.james-kruess.de/

DB Museum Nürnberg

Das DB Museum Nürnberg und seine Außenstellen in Koblenz und Halle (Saale) bieten jedes Jahr ein umfangreiches Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm. Das DB Museum Nürnberg ist das älteste Verkehrsmuseum in Deutschland. Als heutiges Firmenmuseum der Deutschen Bahn legt es neben der Pflege der Fahrzeugsammlung besonderen Wert auf eine informative Darstellung der Geschichte der Eisenbahn und der Rolle der Bahn in der deutschen Geschichte. Das Museum besitzt rund 500 historische Fahrzeuge.

ImageIm Nürnberger Stammhaus steht den Besuchern zum beispiel die Fahrzeughalle im Freigelände zur Besichtigung offen. Hier finden elf Fahrzeuge auf 1.000 Quadratmetern Platz. In der Eisenbahn-Erlebniswelt können Kinder und Jugendliche jede Menge entdecken und ausprobieren. In mehreren Erlebnisräumen werden die Themen Gleisbau, Tunnelbau, Elektrizität und Signale präsentiert. Viele Objekte sind zum Anfassen, die Modelle sind mit Knopfdruck zu bedienen oder beweglich gemacht. Im Spielzimmer wartet auf die jüngsten Besucher die größte (Brio)-Holzeisenbahnanlage Deutschlands (Foto). Auf einer Länge von etwa 35 Metern können die Jungen und Mädchen Züge auf die Reise schicken, rangieren und Signale stellen.

Die Standorte des DB Museums in Koblenz und Halle/Saale werden in Kooperation mit Freizeitgruppen des Bahnsozialwerks (BSW) betrieben. Mitglieder der BSW-Gruppen pflegen ehrenamtlich die Fahrzeuge und baulichen Anlagen. Durch die Zusammenarbeit konnte das DB Museum weitere historische Fahrzeuge für Besucher zugänglich machen.

Mehr Infos über das DB Museum hier.

Kunstmuseum Celle

ImageDas erste 24-Stunden-Kunstmuseum der Welt bietet ein einzigartiges Konzept: 24-Stunden-Kunstmuseum heißt, dass es rund um die Uhr etwas zu entdecken gibt. Das Haus wechselt im Halbtagesrhythmus - mit dem Öffnen und Schließen der Türen - sein Gesicht. Die Tag- und Nachtseite sind fast nie zeitgleich zu besuchen. Wer das ganze Museum sehen möchte, kommt zweimal - am Tag und bei Nacht. So kann man die moderne Kunst auf einzigartige Weise erleben. Wer mehr möchte - gerade auch mit Kindern: Je nach Interesse, Lernziel und zur Verfügung stehender Zeit können Gruppen zwischen drei verschiedenen Formaten wählen. Das "Erlebnis Museum" zum Beispiel ist Hauptthema der einstündigen Führungen für Kinder und Jugendliche. Auf dem Foto präsentieren die Vorschulkinder aus der KTS Wietzenbruch stolz ihr Bild "Farben der Schule". Sie waren, begleitet von zwei Kunstpädagoginnen, viermal in der Museumspädagogik des Kunstmuseums zu Gast. Mehr Infos hier.

Weltkulturerbe Zollverein

Weltkulturerbe ZollvereinZollverein ist nicht nur das Symbol für das Ruhrgebiet - sondern ähnlich dem Eiffelturm in Paris und den Docklands in London auch touristischer Magnet für viele in- und ausländische Besucher. Auf Zollverein erlebt man Geschichte, Architektur, Design, Kunst und Kultur in konzentrierter Form. Wer das Weltkulturerbe (seit 31. August 2002) in all seinen Facetten entdecken und erleben will, kommt an einer Führung über das Gelände nicht vorbei. Unter dem Motto "Gestern - Heute - Morgen" ist das Weltkulturerbe im Wandel Thema eines besonderen Rundgangs; auf dem Weg durch alte Anlagen und neu genutzte Hallen werden die Besucher Zeugen eines spannenden Entwicklungsprozesses.

Ehemalige Kumpel und Koker nehmen die Besucher mit auf "Spätschicht": Auf Steigerführungen und Altkokerführungen gehören Geschichten über den Arbeitsalltag in Hitze und Staub ebenso dazu wie die berühmten Dönekes. Ebenfalls nach Sonnenuntergang startet die Vollmondführung über Zeche und Kokerei Zollverein, die auf dem Dach der Mischanlage hoch über dem nächtlichen Revier bei Sekt und Selters endet.

Auch für jüngere Besucher hält die Stiftung Zollverein ein großes Angebot bereit: In speziell auf unterschiedliche Altersklassen abgestimmten Führungen wird Kindern und Schülern die Welt der Kohle spielerisch nahe gebracht. Und jede Menge Kunst und Kultur: Neben den ständigen Ausstellungen, Installationen oder Gastausstellungen auf dem Gelände laden zahlreiche Ateliers und Workshops zu einem Besuch bzw. auch zum Mitmachen ein. Ebenso auf Zollverein vertreten: Kunsthandwerk auf höchstem Niveau. Für Kids besonders spannend ist das "Phänomania"-Erfahrungsfeld mit über 100 Versuchsstationen. http://www.zollverein.de/

Kölner Schokoladenmuseum

Einen Streifzug durch die 3000-jährige Schokoladengeschichte können große und kleine Besucher am Ufer des Rheins erleben. Das Kölner Privatmuseum verfolgt den Weg der süßen Nascherei von der "Götterspeise" der Azteken bis zum modernen Industrieprodukt. Die Schoko-Reise beginnt im Tropenhaus mit seinen Kakaobäumen und endet in der Produktionsstraße. Highlight ist der Schokoladenbrunnen, an dem auf die Gäste eine kleine Stärkung wartet.
http://www.schokoladenmuseum.de/

Moortunnel

Mädchen im MoorIm Moor ist wenig Sauerstoff, denn Moore entstehen dort, wo ständig zu viel Wasser ist. Weil Kleinstlebewesen Sauerstoff brauchen, den es im Moor nicht gibt, werden die Pflanzen nicht abgebaut, sondern sie vertorfen. Im Naturschutz- und Informationszentrum Goldenstedter Moor, das in einem der größten zusammenhängenden Moorgebiete Deutschlands liegt, stößt niemand auf Moorleichen, dafür aber auf jede Menge Torf und den einzigen Moortunnel Deutschlands. Das Gebiet bildet eines der ungewöhnlichsten Museen Deutschlands: unter der Erde. Der Tunnel ist Teil des Moorerlebnispfades, bei dem man Torf begutachtet. Man wandert über einen 800 Meter langen Bohlenweg durch das Moor und kann einem eigenartigen Blubbern lauschen: dem Blubbern des Moorfroschs.

Das Naturschutzgebiet in Goldenstedt (Niedersachsen) ist ganzjährig begehbar, der Moortunnel ist nur nach Absprache öffentlich zugänglich. www.goldenstedter-moor.de

Mehr Museen für den Familienausflug: mit Kindern ins Kindermuseum und mit Spaß ins Museum.

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