Fehmarn: Stille Insel im hohen Norden

Nicht nur Hamburger schätzen die Insel kurz vor Dänemark, die viel Ruhe, Natur und den richtigen Wind für Surfer und Kitesurfer bietet. Birge George zieht es immer wieder auf diese wunderschöne Insel in Schleswig-Holstein.

Knapp zwei Autostunden nördlich der Hansestadt liegt die Ostseeinsel Fehmarn, bekannt als eine der sonnenreichsten Regionen Deutschlands und die drittgrößte Insel Deutschlands.
Über die Fehrmarnsundbrücke erreicht man sie bequem mit Auto oder Bahn, in Puttgarden geht es mit der Fähre weiter nach Dänemark.

Doch viele Urlauber bleiben lieber auf der Insel. Neben feinen Sandstränden in den Touristenzentren im Süden bietet Fehmarn auch eine Menge an Naturstränden (z. B. bei Katarinenhof im Osten), die man sogar in der Hauptsaison fast für sich alleine hat. Allerdings sollten Sie hier auf jeden Fall Strandschuhe dabei haben, da es sich oft um Steinstrände handelt. Aber traumhafte Ausblicke auf Meer und Dünenlandschaft lohnen das allemal.

Ob Segler, Wind- u. Kitesurfer ("Hawai des Nordens") oder Radfahrer - Fehmarn bietet jedem etwas, dem Individualisten genauso wie der Familie mit Kindern. Auch an Unterkünften - vom Urlaub auf dem Bauernhof, Zimmern in kleinen Pensionen oder im Hotel - ist für jeden Geldbeutel etwas zu finden.

Die Hauptstadt Burg mit 6000 Einwohnern hat sich trotz der vielen Touristen ihren ganz eigenen Charme erhalten. Im Mittelpunkt steht die um 1230 erbaute Kirche St. Nikolai und daneben der alte Friedhof, der von Linden umgeben ist.

Zahlreiche Cafes und Restaurants säumen die Straßen, vor allem die Breite Straße. Wer allerdings das Nachtleben sucht, kommt hier vielleicht nicht so auf seine Kosten. Nach 22 Uhr wird es schwierig, ein offenes Restaurant zu finden, aber Burg verfügt immerhin über zwei bis drei Bars, in denen man durchaus das eine oder andere Getränk auch zu späterer Stunde bekommen kann.

Überall auf der Insel kann man wunderbar frischen Fisch essen. Unser Favorit ist Kolles Fischpfanne in Lemkenhafen. Der gebratene Hering wird mit knusprigen Bratkartoffeln und einer leckeren Salatbeilage serviert und ist wirklich sehr empfehlenswert, genauso wie der bunte Salatteller mit dreierlei Fischfilets und Nussdressing keine Wünsche offen lässt.

Für einen Snack zwischendurch lohnt sich auch der Hafen-Imbiss in Orth. In schöner Hafenlage kann man zum Beispiel Brötchen mit hausgemachter Fischfrikadelle oder Matjes genießen.

Typisch Fehmarn:

Das Kartenspiel "Scharwenzel" für vier, sechs oder acht Personen, das in zwei Parteien mit einem normalen Kartenspiel gespielt wird. Es gibt auch Turniere auf der Insel.

Die Kröpel, ein Hefegebäck, das es immer nur während der Weizenernte gibt. In den Teig kommen Sahne, Rosinen und Mandeln. Auf Chefkoch.de gibt es das Rezept.

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Fotos: Birge George