Achtung Diebe! So schützen Sie sich im Urlaub

Bald rollt sie an, die große Reisewelle. Bevor es losgeht, sollten Sie sich informieren, wie Sie Ihr Hab und Gut am besten wieder heil nach Hause bekommen. Der ADAC gibt Tipps, wie sich Urlauber vor Dieben schützen können.

Geld und Ausweis: Ihren wertvollen Schmuck sollten Sie nicht mit auf Reisen nehmen. Von wichtigen Dokumenten machen Sie am besten vor Reiseantritt Kopien, um bei Verlust schnell Ersatz zu erhalten. Notieren Sie sich oder speichern Sie im Handy die Servicenummer Ihrer Bank ein, um beispielsweise schnell die gestohlene Kreditkarte sperren zu lassen. Führen Sie immer nur kleine Summen im Portemonnaie mit. Größere Beträge sowie Ausweise sind sicherer in einem Brustbeutel verwahrt. Beim Zahlen sollte ein Geldschein erst aus der Hand gegeben werden, wenn das Wechselgeld auf dem Tisch liegt.

Während der Fahrt und auf dem Parkplatz: Vorsicht, wenn Fremde versuchen, während der Fahrt auf Defekte am Auto aufmerksam zu machen. Nicht anhalten und zur Abschreckung vorgeben, per Handy mit der Polizei zu telefonieren. Gefährlich ist es, sich auf Parkplätzen von einem Fremden in ein Gespräch verwickeln zu lassen.
Dies ist oft eine Betrugsmasche, bei der ein zweiter Dieb versucht, etwas aus dem Fahrzeug zu entwenden. Zudem sollten Sie das Auto nach dem Abstellen auf dem Parkplatz immer kontrollieren, ob es nicht für eine spätere Panne manipuliert worden ist.

Gepäck: Koffer und Taschen sollen möglichst nur im Kofferraum transportiert und nach der Ankunft gleich ins Hotel gebracht werden. Wertgegenstände sind am sichersten im hoteleigenen Safe.

Stadt: Die Autotüren sollten bei der Fahrt durch die Stadt verriegelt sein. Fenster sind bei Ampelstopps nur etwas zu öffnen, damit nichts aus dem Fahrzeuginneren herausgezogen werden kann. Am sichersten werden Autos auf bewachten Parkplätzen oder Garagen geparkt. Für die Fahrt in die Innenstadt sind Taxi und öffentliche Verkehrsmittel ratsam.

Camping: Zum Übernachten im Campingfahrzeug fahren Sie am besten einen Campingplatz oder einen belebten Parkplatz nahe eines Restaurants an. Beim Übernachten außerhalb von Campingplätzen sollten Fenster und Türen geschlossen und die Diebstahlsicherung eingeschaltet sein. Ratsam ist es, die Fahrerhaustür zusätzlich von innen, etwa mit einem Spanngurt, zu sichern. Gegen Überfälle mit Betäubungsgas helfen Warngeräte aus dem Fachhandel.
Extra-Tipp für Wohnmobilisten: Wer den Zündschlüssel im Schloss stecken lässt und entsprechend parkt, kann im Notfall schnell, ohne zu rangieren, losfahren.

Notruf: Unter der ADAC Auslandsnotruf-Nummer 0049/89 - 22 22 22 gibt es immer Hilfe. Empfehlenswert ist es zudem sich die Adressen der deutschen Botschaft oder des deutschen Konsulats im Ausland zu notieren.

Telefonaktion: Wenn Sie weitere Fragen haben, können Sie sich am 26. Juni 2014 beim ADAC anrufen. Reise-Experten des ADAC geben an diesem Tag von 10 bis 19 Uhr Auskunft.
Informationen zum internationalen Verkehrsrecht, wie dem richtigen Verhalten bei Verkehrsverstößen und Unfällen im Ausland, werden unter der Telefonnummer 089/ 7676 3180 gegeben.
Antworten zum Thema Reiserecht, wie Stornierung und Umbuchung, erhalten Interessierte unter 089/ 7676 3181. Geht es um die Urlaubskasse, u. a. den sinnvollen Mix aus Bargeld, Kreditkarten und Schecks, dann ist die Telefonnummer 089/ 7676 3182 zu wählen.
Was in die Reiseapotheke gehört und welche Impfungen erforderlich sind, erfahren Urlauber unter 089/ 7676 3183.
Für touristische Themen, wie Routenempfehlung, Maut und Einreise, ist die Telefonnummer 089/ 7676 3184 geschaltet.
Sollten alle Nummern besetzt sein, kann die Anfrage an die Mailadresse urlaub@adac.de gerichtet werden.

Weitere Auskünfte zu dem Thema erhalten Urlauber auf der Homepage des ADAC und in den Geschäftsstellen sowie unter der kostenfreien Servicenummer 0800/ 5 10 11 12. Der Club hält dort auch zahlreiche wertvolle Informationen für die Reise parat, ob Routenplanung oder Tourentipps, ob Fragen rund um Camping oder
Wassersport.

Foto 1: Rainer Sturm, Foto 2: Berggeist007, beide Pixelio