Tipps für Ihren Madrid-Besuch

Die Hauptstadt Spaniens, nach London und Berlin die drittgrößte Stadt der Europäischen Union, hat Besuchern einiges zu bieten - von Kultur bis Kulinarik! Lassen Sie sich von unseren Tipps inspirieren.

Madrid und seine Plätze

Die Madrilenen lieben ihre Plätze und nutzen sie als Treffpunkte, auch wenn das Wetter nicht so toll ist. Besonders zu empfehlen: Die Puerta del Sol, auf der zu jeder Tageszeit das Leben tobt, und die Plaza Mayor. Auf der Ostseite der Puerta del Sol steht das Stadtwappen, der Bär mit dem Erdbeerbaum, sehr beliebt als Treffpunkt. Sehr auffällig, wie überall in der Stadt: die große Polizeipräsenz. Die Straßen, die rings um von diesem Platz abgehen, sind gut zum Shoppen, teilweise auch als Fußgängerzonen.
Auf der Plaza Mayor herrscht dagegen himmlische Ruhe, weil der ganze Platz von Häusern umgeben ist und deshalb die Autos draußen bleiben müssen. Hier befindet sich auch die Touristeninformation, wo man auch den Madrid Pass kaufen kann. Das Haus war ursprünglich die Kornkammer der Bäcker und ist seit 1992 auffällig bemalt.

Kunst vom Feinsten

Der Prado, das Museum Thyssen-Bornemisza und das Centro del Arte Reina Sofia sind natürlich ein Muss für alle Kunstinteressierten. Doch bei diesem riesigen Angebot muss man eine Auswahl treffen. Die kostenlosen Museumsführer geben schon eine Auswahl vor, was sehr hilfreich ist. Unsere Highlights waren: "Der Garten der Lüste" von Hieronymus Bosch im Prado. Das Triptychon entstand etwa um 1500 und man sollte sich die Zeit nehmen, die vielen skurrilen Szenen in Ruhe zu betrachten. Der Prado besitzt sogar noch ein zweites Triptychon dieses Renaissance-Malers aus den Niederlanden: "Der Heuwagen". Leider kann man im Prado nicht sehr dicht an die Bilder herangehen, da vor allen Absperrungen sind.

Im Museum Thyssen-Bornemisza, das mit seiner umfangreichen Sammlung einen Rundgang durch sieben Jahrhunderte herausragender Malerei bietet, gibt es einige wunderbare Werke von Vincent van Gogh. Besonders "Blick auf das Dorf Les Vessenot" von 1890 strahlt in einer Frische und wunderbaren, hellen Farben, als hätte van Gogh es gerade gestern bei bester Laune und herrlichem Wetter gemalt.

Im Centro del Arte Reina Sofia, das in erster Linie spanische Werke zeigt darf man natürlich nicht versäumen, sich das riesige Anti-Kriegs-Gemälde von Pablo Picasso, "Guernica" anzusehen. Hier gibt es auch immer wieder Ausstellungen zeitgenössischer Künstler. Im ruhigen Innenhof prangt ein großes Mobile von Alexander Calder (Foto).

Chocolate con Churros

Mit Sicherheit eine echte Kalorienbombe, aber einmal sollte man diese Köstlichkeit bei einem Madridbesuch genießen: Dickflüssige, heiße Schokolade mit frittierten Teigringeln oder -stangen, die man in die Schokolade taucht und dann genießt. Genau das Richtige zur Erholung nach einem anstrengenden Stadtbummel!

Mercado de San Miguel

In einer historischen Stahlkonstruktion aus dem Jahre 1916 befindet sich heute ein echter Gourmettempel. Es gibt malerisch dekorierte Stände mit Tapas, Käse, Obst (z.B. köstliche Erdbeeren mit Schokolade!), Kuchen, Schokolade plus Sherry- und Kaffeebar. Hier lässt es sich gut herumlaufen, schnuppern und genießen. Hat man seine Wahl getroffen, lässt man sich an einem der Bistrotische in der Mitte nieder oder sucht sich bei schönem Wetter ein Plätzchen im Freien. www.mercadodesanmiguel.es

Noch eine Anmerkung zu den Madrilenen: Fast alle, die wir als Taxifahrer, im Hotel, in Geschäften oder Restaurants erlebt haben, waren höflich, freundlich und nett. Doch hatte man das Pech, auf eine Gruppe zu stoßen, waren bei diesen meist sämtliche Regeln des guten Benehmens außer Kraft gesetzt: Die Unterhaltung erfolgte in ohrenbetäubender Lautstärke, Aufgänge aus U-Bahnen oder Eingänge wurden rücksichtslos blockiert oder man wurde auf der Straße rüde beiseite gedrängt...

Quellen und Bildrechte:

  • Foto 1: Pixabay, alle anderen: Familien-Welt

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