VW T-Cross Weltpremiere: Abenteuerlustiger Polo-Ableger

Es ist wie so oft bei VW: Da gibt es seit Jahren einen großen Trend zu kleinen SUV, die Konkurrenz verdient sich eine goldene Nase und die Wolfsburger schauen zu. Doch wenn sie zuschlagen, dann mit Macht und mit einem Modell, das in Kürze an der gesamten Konkurrenz vorbeirast - direkt an die Spitze. In diesem Fall sprechen wir vom jüngsten VW-Spross – dem T-Cross. Unser Auto-Tester Heinrich Rohne hat bereits eine erste Sitzprobe genommen und war überrascht.

Allerdings dauert es noch bis zum kommenden Frühjahr, bis der ebenso modische wie abenteuerlustige Ableger des neuen Polo zu Preisen ab etwa 17.975 Euro in den Handel kommt. Weltpremiere feierte der kleine SUV jetzt aber schon und zeigte sich der Öffentlichkeit von seiner besten Seite. Und wir können uns freuen auf einen bunten neuen Freund. Denn der VW T-Cross will zum Pulsbeschleuniger werden und treibt es deshalb auch in der Serie bunt: „Bunte Felgen, zwölf Farben, Kontrast-Lackierungen und auffällige Klebetattoos sollen den Nachzügler zum Blickfang machen“, sagte denn auch Designchef Klaus Bischoff.

Auch die Form ist etwas frecher als beim Polo. Der T-Cross ist nicht nur Zentimeter länger und deutlich bulliger als sein braver Bruder, sondern er hat einen stolzen Grill, der mit den Scheinwerfern verschmilzt, und auffällige Rückleuchten, die mit einem roten Reflektorband verbunden sind.

Innen geht es mit der Farbenfreude munter weiter. Es gibt bunte Konsolen rund um das auf Wunsch digitale Cockpit mit dem großen Touchscreen und freche Sitzbezüge. Das Lenkrad wird – wie die gesamte Technik – aus dem Polo stammen und somit dreispeichig ausgeführt sein, dazu kommen moderne Displays, eine Ladeschale fürs Handy und bis zu vier USB-Ports. Doch weil der T-Cross ein typischer VW ist, will er nicht nur peppig, sondern auch praktisch sein.

Zur ohnehin erhöhten Sitzposition gibt es deshalb eine gehörige Portion Variabilität: So lässt sich der Beifahrersitz serienmäßig flachlegen und die Rückbank zumindest gegen Aufpreis um 15 Zentimeter verschieben. Und bei 4,11 Metern Länge und 2,56 Metern Radstand können wahlweise auch zwei Erwachsene zumindest kurz hinten mitfahren, ohne Platzangst zu bekommen. Alternativ wird der T-Cross mit 385 oder 455 bis 1.281 Litern Ladevolumen zu einer modischen Weiterentwicklung des Polo Variant.

Und welche Motoren werden zunächst angeboten? Bei den Benzinern sind es zwei Dreizylinder mit 1,0 Litern Hubraum und 95 oder 115 PS und ein Vierzylinder mit 1,5 Litern und 150 PS. Auf der Diesel-Seite wird zunächst nur ein 1,6-Liter mit 95 PS angeboten. Dazu gibt es später je nach Kundenwunsch und CO2-Vorgaben womöglich eine Erdgasvariante und mit etwas Glück vielleicht auch einen GTI.

Dazu wird es diverse aktuelle Assistenzsysteme geben, die aus Tiguan und Passat bekannt sind – vom Auffahrschutz Front Assist bis zum Ausparkwarner. VW hat schon verraten, dass der Front Assist und der Spurhalteassistent serienmäßig an Bord sind.

Eine Option werden die Niedersachsen allerdings für alles Geld der Welt nicht anbieten: den Allrad. Als erstes SUV aus Wolfsburg muss der T-Cross nur mit Frontantrieb auskommen. „Das ist auf der A0-Plattform nicht vorgesehen und wäre im gegebenen Preisrahmen nicht darstellbar gewesen“, erklärte Baugruppenleiter Andreas Krüger und hält das nicht für einen Nachteil.

Denn erstens fehlt der Allrad auch bei den meisten Konkurrenten wie dem Renault Captur, dem Peugeot 2008, dem Opel Crossland X, dem Ford EcoSport und dem spanischen Cousin Seat Arona. Und zweitens spielt sich das Abenteuer für SUV dieser Sorte ohnehin in der Stadt ab, wo die Straßen asphaltiert und im Winter auch geräumt sind.

Natürlich wissen sie auch in Wolfsburg, dass sie spät dran sind. Aber wer zum ersten Mal im T-Cross unterwegs ist, der wird unschwer erkennen, dass sich das Warten gelohnt hat. Der aufgebockte Polo ist ein typischer VW, der vor allem durch eine hohe Qualität überzeugt. Und genau deshalb wird er vermutlich den gleichen Weg nehmen, wie die allermeisten VW-Modelle in ihrem Segment – direkt an die Spitze.

Quellen und Bildrechte:

  • Fotos: VW

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