Opel Grandland X: Crossover-Offensive geht weiter

Opel ist weiter auf der Überholspur unterwegs. Nach dem Mokka X und dem Crossland X schieben die Rüsselsheimer jetzt mit dem Grandland X bereits den dritten Crossover-Opel in den Markt. Unser Auto-Tester Heinrich Rohne hat in dem schicken Opel Platz genommen und wollte gar nicht mehr aussteigen.

Und dieser Grandland X ist mit 4,48 Meter Länge auch der Längste im Bunde und ist als Teil der 2012 beschlossenen Kooperation zwischen Peugeot und Opel ein Pionier: Es ist der erste Opel, der in einem Peugeot-Werk gebaut wird. In Sochaux wird das SUV gemeinsam mit dem 3008 auf die Efficient Modular Plattform EMP2 gestellt. Von der Übernahme war allerdings vor fünf Jahren noch nicht die Rede.

Antriebsseitig wird der Grandland davon profitieren: Opel-Chef Michael Lohscheller verkündete auf der IAA, dass der Grandland X der erste Opel sein wird, der als Plug-in-Hybrid ins Angebot kommt. Außerdem soll es ihn schon bald mit einem neuen Spitzendiesel inklusive Achtstufen-Automatik geben.

Aber bleiben wir in der Gegenwart: Was sticht sofort ins Auge? Kurze Überhänge, eine Breite von 1,84 Meter und eine Höhe von 1,64 Meter verleihen dem Grandland X einen wuchtigen Auftritt. Schlanke Scheinwerfer und schmale, horizontale Rückleuchten betonen die Breite, Stoßfänger mit Elementen in Unterfahrschutz-Optik und Schutzelemente sorgen für eine robuste Optik. Damit sich der Grandland X optisch in die Familie einfügt, haben ihm die Designer zudem eine Falte auf die Motorhaube gebügelt. Ein steiler Kühlergrill mit den beiden Chromschwingen und das LED-Tagfahrlicht sorgen für eine Ähnlichkeit zum Insignia. Stolz können die Designer zudem auf die präzisen Kanten und Linien sein.

Innen geht es nicht nur recht hochwertig zu, sondern auch komfortabel. Denn mit einem Radstand von 2,68 Metern bietet der Grandland X genügend Platz für bis zu fünf Passagiere. Das Kofferraumvolumen liegt normal bei 514 Liter, maximal sind gar bis zu 1.652 Liter drin.

Antriebsseitig ist ein 1,2-Liter-Benzindirekteinspritzer mit 130-Turbo-PS und einem maximalen Drehmoment von 230 Nm an Bord. Der Verbrauch des Ottomotors liegt bei 5,5 bis 5,4 Liter pro 100 Kilometer, was einem CO2-Ausstoß von 127 bis 124 Gramm CO2 pro Kilometer entspricht. Gekoppelt ist das Aggregat an eine Sechsstufenautomatik, die auch für den einzigen Diesel verfügbar ist. Dabei handelt es sich um einen 1,6-Liter Selbstzünder mit 120 PS und einem Drehmoment von 300 Nm. Er soll 4,3 Liter pro 100 Kilometer verbrauchen und 111 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Der Diesel reinigt sein Abgas mit Adblue, der Nachfüllstutzen sitzt unter derselben Klappe wie der Tankstutzen. Ergänzend wird es wie oben erwähnt schon bald den größeren Diesel mit 8-Gang-Automatik und ein Plug-in-Hybrid-Modell geben. Auf Offroadtechnik verzichtet das Kompakt-SUV, allerdings bietet Opel eine fünfstufige Traktionskontrolle an. Diese Grip Control ist von Peugeot-Modellen wie etwa dem 2008 bekannt. Zur Wahl stehen fünf Fahrmodi für unterschiedlichste Situationen von Schotter bis Schneematsch. Damit dürfte er bestens gewappnet sein.

Reichlich ist das Angebot an Assistenten: Vom Abstandstempomat mit Fußgängererkennung und automatischer Notbremsung, über einen Müdigkeitsalarm, den Parkassistenten bis hin zu einer 360-Grad-Kamera ist alles dabei. Typisch Opel sind auch die von der Aktionsgemeinschaft Gesunder Rücken (AGR) zertifizierte Sitze und das Intellilink-Infotainment mit dem Online-Assistenten Onstar. Zudem öffnet die Kunststoff-Heckklappe per Fußkick, das Lenkrad lässt sich beheizen, das Handy lädt induktiv und die Scheinwerfer leuchten mit LED.

Die Preise starten bei 23.700 Euro für den kleinen Benziner. Der Diesel steht mit 26.500 Euro in den Büchern. Zum Vergleich, der 24 Zentimeter kürzere Crossland X ist ab 16.850 Euro zu haben, der Mokka X kostet rund 2.000 Euro mehr als dieser. Peugeot indes verkauft den 3008 mit dem 130 PS starken Basisbenziner für 22.900 Euro.

Quellen und Bildrechte:

  • Fotos: Opel