KFZ-Gutachter und ihre Rolle – das sollten Familien wissen

Familien sind gerade in den Ferienzeiten oft gemeinsam mit dem Auto unterwegs. In den meisten Fällen verlaufen diese Ausflüge oder Urlaubstrips nach Wunsch, aber manchmal kommt es leider zu Unfällen. Glücklicherweise haben solche nur selten einen tödlichen Ausgang, aber allein die Schäden am Auto können ziemlich ärgerlich sein. Aus diesem Grund sollten sich Familien näher mit KFZ-Gutachtern und ihrer Rolle auseinandersetzen, denn im Ernstfall kann das einen großen Unterschied machen.

Aufgaben eines Kfz-Gutachters


KFZ-Gutachter oder KFZ-Sachverständige inspizieren bei Unfällen die Schäden, die am Fahrzeug entstanden sind. Anschließend erstellen sie ein Gutachten, das alle Mängel umfasst, die sich nachweislich auf den Unfall zurückführen lassen. In diesem Unfallgutachten werden auch die Kosten für eine Reparatur geschätzt.

Sollte eine Reparatur nicht mehr möglich sein, erfolgt eine Ermittlung des Rest- und Wiederbeschaffungswerts. Weitere im Gutachten enthaltene Informationen sind besondere Ausstattungsmerkmale, technische Daten und Lichtbilder zu den Schäden. KFZ-Gutachter gibt es in ganz Deutschland, sodass bei einem Unfall unverzüglich ein Sachverständiger beauftragt werden kann. Es ist beispielsweise überhaupt kein Problem, einen KFZ-Gutachter in Bonn, München oder Stuttgart zu finden.


Wann ein KFZ Gutachter beauftragt werden sollte

Sollte es zu einem Unfall kommen, stellt sich normalerweise die Frage, wer den Unfall verursacht hat. Nicht selten resultiert das in Schadensersatzforderungen und grundsätzlich gilt, dass die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers für die Schäden aufkommt.

Schäden am Fahrzeug des Unfallverursachers werden hingegen über die Teil- oder Vollkasko abgewickelt. Da Schäden in vielen Fällen nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind, beauftragen Versicherungen im Regelfall einen KFZ-Gutachter. Allerdings müssen sich weder der Unfallverursacher noch der Geschädigte mit dessen Unfallgutachten zufriedengeben. Es ist schließlich möglich, einen unabhängigen KFZ-Gutachter zu beauftragen. Sollte es während des Familienurlaubs zu einem Unfall kommen, bietet sich das insbesondere für Geschädigte an.

Was ein KFZ-Gutachter kostet

Wie viel ein KFZ-Gutachter kostet, lässt sich pauschal nicht beantworten, da es auf eine Reihe von Faktoren wie zum Beispiel die Höhe des entstandenen Schadens ankommt. Wer sich einen Überblick über die anfallenden Kosten verschaffen möchte, sollte sich am besten die gängigen Honorare für Sachverständige anschauen. Besonders günstig sind Bagatellschäden bis 750 Euro, da in diesem Fall einfach ein kostengünstigeres Kurzgutachten erstellt wird. Doch selbst bei höheren Kosten ist es meist sinnvoll, einen unabhängigen KFZ-Gutachter zu beauftragen. Sollte dieser von dem Geschädigten beauftragt werden, muss ohnehin die gegnerische Versicherung für die Kosten aufkommen. Handelt es sich hingegen um einen Kaskofall, hat der Unfallverursacher die Kosten zu tragen.

Entstandene Schäden selbst begleichen? In manchen Situationen die bessere Wahl

Selbst Unfallverursacher bleiben bei einem Unfall nicht auf den Kosten sitzen, da die obligatorische Haftpflichtversicherung den Schaden übernimmt. Der einzige Haken ist, dass das zu einer Zurückstufung der Schadensfreiheitsklasse führen kann. Da sich die Beitragshöhe stark nach der Schadensfreiheitsklasse richtet, ist es daher gegebenenfalls besser, den Schaden aus eigener Tasche zu bezahlen. Das ändert jedoch nichts daran, dass die Haftpflichtversicherung einen KFZ-Gutachter beauftragen kann, um den entstandenen Schaden zu ermitteln.

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