Ford Focus Turnier: Viel mehr Dynamik und extrem sparsam

Vor 21 Jahren schickte der Ford Focus seinen Vorläufer Escort aufs Altenteil. Inzwischen steht die vierte Generation des Kompaktklässlers in den Verkaufsräumen – eleganter, komfortabler und mit mehr technischen Raffinessen ausgestattet. Und was sich besonders für Familien mit viel Platzbedarf anbietet, ist der Focus Turnier mit viel Platz und Dynamik. Unser Auto-Experte Heinrich Rohne berichtet von seinen Erfahrungen.

Gleich die erste Begegnung vermittelt den Eindruck von Dynamik und einem großen Schuss Sportlichkeit. Gegenüber seinem Vorgänger hat der Neue in der Länge um zehn Zentimeter zugenommen, dafür in der Höhe um zwei Zentimeter abgespeckt. Das hört sich zwar so an, als wären die paar Millimeter zu vernachlässigen, doch das Gegenteil ist der Fall. Zusammen mit dem ebenfalls in die Länge gezogenen Radstand – um 5,2 Zentimeter – ist auch der Querschnitt der Räder gewachsen. Das Ergebnis: Der Wagen erscheint nun, obwohl er tatsächlich mit größeren Längeneinheiten aufwartet, von außen kurz und kompakt, im Inneren jedoch erheblich gestreckt.

Ford FocusFord rühmt sich sogar, in puncto Kniefreiheit im Fond Klassenbester zu sein. Sie beträgt auf den Rücksitzen nun stattliche 81 Zentimeter. Auch das größtmögliche Ladevolumen muss nun keinen Vergleich mehr fürchten. Es stieg gegenüber der dritten Turnier-Generation um 137 auf bis zu 1.653 Liter. Das wissen die Kunden zu schätzen, denn im Schnitt entscheiden sich 75 Prozent der Ford Focus-Käufer in Deutschland für den Turnier.

Ein Grund für diese Kaufentscheidung ist auch das Design, das wieder richtig gut gelungen ist. Ein Lob für die Ford-Designer, die schon in den vergangenen 20 Jahren eine glückliche Hand gehabt haben müssen, denn immerhin sorgte nicht zuletzt ihre Arbeit dafür, dass ihr Unternehmen bis jetzt 16 Millionen Focus-Exemplare weltweit unter die Leute bringen konnte.

Ebenso wie die Limousine gibt es auch den Turnier in den sechs Ausstattungsvarianten Trend, Cool & Connect, ST-Line, Titanium, Vignale und Active – die Crossover-Variante der Modellfamilie. Schon die preisgünstigste Ausgabe Trend besitzt eine Reihe vernünftiger Fahrerassistenzsysteme wie zum Beispiel Berganfahrhilfe und Spurhalteassistent, Pre-Collision-Assistent inklusive Auffahrwarnsystem mit Fußgänger- und Fahrrad-Erkennung.

Ford Focus von innenLobenswert ist auch das serienmäßig vorhandene Audiosystem inklusive USB-Schnittstelle und Bluetooth-Freisprecheinrichtung und Lenkrad-Fernbedienung. Premiere im Focus Turnier feiert zudem – außer in der schlichtesten Version Trend – auf Wunsch auch ein Acht-Gang-Automatikgetriebe statt des sonst üblichen Sechs-Gang-Schaltgetriebes.

Weitere Helfer wie Navigationssystem, Geschwindigkeitsregelanlage mit intelligentem Geschwindigkeitsbegrenzer und Park-Pilot-System gehören je nach Version ebenfalls zur Serie, andere finden sich auf der umfangreichen Liste für Extras wieder. Besonders stolz ist Ford auf den Stau-Assistenten mit „Stop & Go“-Funktion für die Automatikversionen.

An Motoren stehen wahlweise fünf unterschiedlich starke Dreizylinder-Benzinaggregate mit entweder einem Liter Hubraum und bis zu 125 PS oder 1,5 Litern Hubraum und bis zu 182 PS zur Verfügung. Der 1,5 Liter große Diesel kommt je nach Version auf 95 PS oder 120 PS. Das Diesel-Spitzenmodell hat zwei Liter Hubraum und liefert 150 PS. Und den sind wir ausgiebig gefahren. Nicht nur spritzig im Antritt (8,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h) und extrem dynamisch auf dem weiteren Weg bis zur Höchstgeschwindigkeit von 208 km/h präsentiert sich dieser Ford Kombi, er ist auch extrem sparsam. In der Praxis, und das bei ganz normaler Fahrweise, sind es nur knapp über 5 Liter, die der 150 PS starke Diesel auf 100 Kilometer verbraucht.

Und was kostet der Focus Turnier? Bei 19.900 Euro geht es los, der starke Diesel mit 150 PS ist dann ab 26.700 Euro zu haben.

Quellen und Bildrechte:

  • Fotos: Ford

Ähnliche oder weiterführende Artikel