Schulranzen tragen: 5 Tipps für die Rückengesundheit

Mit der Schule beginnt der sprichwörtliche Ernst des Lebens. Und auch für den Rücken wird es jetzt ernst, denn der muss nun jeden Tag den Ranzen schultern. Und der hat oft ein ordentliches Gewicht! Damit der Rücken das gut verträgt, sollten Eltern einiges beachten.

Hier die wichtigsten Tipps

Augen auf bei der Auswahl des Schulranzens

Für Kinder ist vor allem die Optik wichtig. Und natürlich sollte ihnen der Schulranzen gefallen, damit der Schulstart positiv beginnt. Aber Eltern sollten beim Kauf noch weitere Kriterien im Auge behalten.
Eine ergonomische Form und gute Einstellmöglichkeiten sind wichtig für den richtigen Sitz. Gute Markenranzen verfügen über eine Polsterung am Rücken und haben zusätzlich zu den Trageriemen oft noch einen verstellbaren Hüftgurt. Dieser kann dafür sorgen, dass das Gewicht nicht allein auf den Schultern lastet, sondern auf das stabilere Becken umverteilt wird.

Ein niedriges Eigengewicht (für Grundschulkinder 1,2 – 1,5 Kilo) ist ebenfalls empfehlenswert. Beispielsweise bei schulranzen.net finden Sie eine Auswahl solcher Ranzen.

Normale Rucksäcke, wie sie die Großen tragen, finden viele Kinder cooler. Insbesondere im Grundschulalter sind sie aber nicht empfehlenswert, da fehlende Polsterung, ungünstige Gewichtsverteilung und geringe Stabilität den kleinen Rücken zu stark belasten. Wenn die Optik stimmt, lassen sich Kinder aber meist auch schnell von einem richtigen Ranzen für den Schulstart überzeugen.

Den Schulranzen richtig einstellen

Ein guter Schulranzen bringt wenig, wenn er nicht richtig sitzt, denn dann wird die Belastung nicht optimal verteilt. Deshalb ist die korrekte Einstellung wichtig. Dabei ist zu beachten:

  • Die Tragegurte müssen so eingestellt werden, dass der Ranzen weder über die Schultern noch unter das Gesäß ragt.
  • Die Oberkante des Ranzens sollte waagerecht und auf Schulterhöhe liegen, die Unterkante an der Hüfte.
  • Die Gurteinstellung muss symmetrisch sein.
  • Mit dem Wachstum ändert sich die Statur des Kindes. Die Einstellung sollte deshalb regelmäßig geprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Den Schulranzen richtig packen

Richtiges Packen sorgt dafür, dass das Gewicht gut verteilt und der Rücken so entlastet wird. Die schweren Gegenstände gehören ganz nach hinten an den Rücken, die leichteren nach vorn. So zieht das Gewicht nicht so stark nach hinten und unten.

Inklusive Eigengewicht sollte der gepackte Ranzen idealerweise nicht mehr als 15 % des Körpergewichts Ihres Kindes wiegen. Wiegt es 30 Kilogramm, sollte der Ranzen also maximal etwa sechs Kilogramm wiegen.
Führen Sie das abendliche Ranzenpacken als festes Ritual ein, damit nur wirklich nötige Materialien mitgenommen werden. Wird der Schulranzen dennoch regelmäßig zu schwer, sollten Sie das Gespräch mit der Schule suchen. Oft lassen sich Aufbewahrungsmöglichkeiten (z.B. für Kunstmaterialien) im Klassenraum schaffen.

Tragefehler meiden

Eine unnatürliche Haltung weist auf Probleme mit dem Ranzen oder seiner Einstellung hin. Das Kind läuft dann beispielsweise vorn übergebeugt. Hier muss nachjustiert werden.

Eine Fehlbelastung kann auch entstehen, wenn Kinder den Schulranzen häufig in der Hand oder mit nur einem Gurt über der Schulter tragen. Eltern sollten deshalb darauf achten, dass sich Kinder dieses Verhalten nicht angewöhnen.

Einen gesunden Rücken fördern

Dass Kinder heutzutage häufiger unter Rückenproblemen leiden, liegt oft nicht am Schulranzen, sondern an mangelnder und/oder einseitiger Bewegung. Mit einer gesunden Muskulatur sowie guter Koordination und Motorik ist das Ranzentragen meist kein Problem. Eltern sollten deshalb auch dafür sorgen, dass ihre Kinder ausreichend Bewegung bekommen.

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