Kinderzimmer einrichten: Was ist wichtig?

Ein Kinderzimmer so einzurichten, dass alle Bedürfnisse eines Kindes - oder sogar mehrerer Kinder - berücksichtigt sind, ist gar nicht so einfach. Rückzugsort, Regale für Spielzeug und Bücher, Schreibtisch und zusätzlich Platz zum Spielen sollen vorhanden sein. Oft ist ein Hochbett da die ideale Lösung.

Wie groß sollte ein Kinderzimmer sein?

In Zeiten der Wohnungsnot wird es besonders für junge Familien immer schwieriger, eine geeignete Wohnung zu finden. Gerade wenn Kinder zur Familie gehören, brauchen sie ausreichend Platz, damit alle Familienmitglieder einen privaten Rückzugsraum für sich beanspruchen können. Kinder wollen in ihrem eigenen Zimmer nicht nur schlafen und lernen, sondern auch einmal nur für sich sein und natürlich auch spielen. Doch wie groß sollte ein Kinderzimmer eigentlich sein, damit ein Kind sich ausreichend entfalten kann?

Gibt es gesetzliche Vorgaben zur Größe des Kinderzimmers?

In Deutschland gibt es keine gesetzlichen Vorgaben, die eine bestimmte Mindestgröße für das Kinderzimmer vorschreiben. Jedoch gab es beim sozialen Wohnungsbau während der Jahre 1976 bis 1991 die Vorgabe, dass das kleinste Zimmer des Hauses als Kinderzimmer genutzt werden sollte. Heute spricht man jedoch den Kindern meist mehr Raum zu, da diese einen Großteil ihrer Freizeit in ihren Zimmern verbringen, anders als zum Beispiel das elterliche Schlafzimmer, das meist nur zum Schlafen genutzt wird. Auch wenn es in Deutschland keine gesetzlichen Vorgaben für die Größe der verschiedenen Räumlichkeiten gibt, so gibt es sie in anderen Ländern, etwa in Österreich, sehr wohl.

Die Größe des Kinderzimmers - worauf kommt es an?

Wie groß ein Kinderzimmer tatsächlich sein sollte, hängt von den individuellen Möglichkeiten der Familie und den Bedürfnissen eines Kindes ab. Vor allem das Alter kann ein Aspekt für die Kinderzimmergröße sein. Während ein Baby sicherlich noch kein eigenes Zimmer benötigt oder nur Platz für das Babybettchen und die Wickelkommode vorhanden sein sollte, ist der Bedarf eines Schulkindes an privatem Raum schon deutlich höher.

Auch ein Teenager braucht ausreichend Platz, um sich frei entfalten zu können. Ebenfalls muss bedacht werden, wie das Kinderzimmer genutzt wird. Je nach räumlicher Gestaltung gibt es in einigen Familien Kinderzimmer, die nur zum Spielen für alle Geschwister gedacht sind, während die Betten der Kinder in einem separaten Raum untergebracht sind.

Sollten sich Geschwister ein Kinderzimmer teilen?

Aufgrund der Lage am Wohnungsmarkt wird es für Familien immer schwieriger, ein Haus oder eine Wohnung mit ausreichend Zimmern zu finden. Nicht selten kommt es daher vor, dass Geschwister sich ein Zimmer teilen müssen. Wenn die Kinder in einem ähnlichen Alter sind, kann das gut klappen. Gerade bei Zwillingen fördert dies die Bindung zwischen den Geschwistern. Natürlich müssen Eltern darauf achten, dass allen Geschwistern die Möglichkeit gewährt wird, sich mal zurückzuziehen.

Bis wann können Geschwister zusammenleben?

Sind die Kinder in einem ähnlichen Alter, ist das Zusammenleben in einem Kinderzimmer oft kein großes Problem. Im gemeinsamen Kinderzimmer können sie miteinander spielen und toben, zusammen lernen und sich gegenseitig das Herz ausschütten. Beginnt die Pubertät eines Geschwisterteils, wird der Wunsch nach mehr Freiraum größer. Spätestens jetzt ist es an der Zeit, jedem Kind möglichst einen eigenen Raum zu gewährleisten, in den es sich zurückziehen kann.

Welche Mindestgröße sollte ein Kinderzimmer haben?

Auch wenn es in Deutschland keine gesetzlichen Regelungen bezüglich der Größe eines Kinderzimmers gibt, so sollten Eltern ihrem Nachwuchs doch möglichst ausreichend Platz einräumen. Je nach baulicher Begebenheit sollte das Kinderzimmer circa 14 bis 18 Quadratzimmer groß sein. Ist der Platz knapp, so sollten Eltern trotzdem darauf achten, dass das Kinderzimmer nicht weniger als zehn Quadratmeter hat.

Welche Möbel dürfen in einem Kinderzimmer nicht fehlen?

Nicht nur der Raum zum Spielen macht ein Kinderzimmer aus. Auch die passenden Möbel müssen in das Kinderzimmer integriert werden, ganz egal, ob das Zimmer klein oder groß ist. Natürlich ist der Bedarf an Möbeln auch wieder abhängig vom Alter des Kindes. Während ein Baby mit weniger Möbeln auskommt, benötigt ein Teenager meist mehr Möbel, um sich sein Kinderzimmer gemütlich und nach den eigenen Wünschen einrichten zu können.

Neben dem Bett ist der Schreibtisch ein unverzichtbares Möbelstück, denn er bietet dem Nachwuchs einen komfortablen Arbeitsplatz, an dem Hausaufgaben gemacht werden oder das Schulkind lernen kann. Fehlt der Platz für einen geeigneten Arbeitsplatz im Kinderzimmer, müssen Eltern ihrem Kind eine andere Möglichkeit einräumen, in Ruhe seine schulischen Aufgaben zu erledigen.

Wie kann man aus einem kleinem Zimmer das Beste herausholen?

Um ein kleines Kinderzimmer möglichst ansprechend zu gestalten, gibt es einige Tricks, die selbst aus einem kleinen Raum ein gemütliches Zimmer für Kinder und Jugendliche machen können.

Platzsparende Möbel

weißes Hochbett mit integriertem SchreibtischDamit ein Kinderzimmer nicht einengend und überfüllt wirkt, gilt es, platzsparende Möbel zu nutzen, die funktional sind und Gemütlichkeit ausstrahlen. Wer seine Kinder in einem kleinen Kinderzimmer unterbringen muss, sollte über ein Hochbett für Kinder und Jugendliche * als platzsparende Alternative nachdenken. Für Kinder ab dem Grundschulalter ist ein Hochbett nicht nur ein toller Ort zum Klettern und Spielen, sondern auch eine komfortable Ruhestätte, die sich perfekt in das kleinere Kinderzimmer integrieren lässt.

In dem Raum darunter kann man wunderbar einen Schreibtisch unterbringen. Manches Hochbett für Kinder und Jugendliche beinhaltet bereits ein Schreibtischelement, das sich platzsparend einbauen lässt. So hat man die "Lücke" unter dem Hochbett perfekt genutzt und kann so im kleinen Kinderzimmer einiges an Raum einsparen.

Auch Jugendbetten mit integrierten Schubladen sind perfekt, um ein kleines Zimmer optisch aufzuwerten und den minimalen Platz gekonnt zu nutzen. In Schubladen, die unter das Bett geschoben werden, können Spielzeug, Bücher oder andere persönliche Dinge unsichtbar verstaut werden, sodass man auch im kleinen Zimmer Ordnung halten kann. Das Bett mit Einschubkästen kann eine gute Alternative zu einem Schrank sein, der sonst auch wieder Platz im kleinen Kinderzimmer einnehmen würde.

Helle Farben lassen den Raum größer wirken

Farbige Wände können ein Kinderzimmer optisch beleben. Doch ist der Raum klein, sollte man lieber auf helle Farben zurückgreifen. Dunkle Farben lassen einen Raum optisch kleiner wirken, weshalb sich gerade in kleineren Kinderzimmern helle Farben wie Gelb oder helles Orange, Beige oder Hellgrün eignen. Dies kann das Zimmer optisch vergrößern und so freundlicher wirken.

Licht und Spiegel gekonnt einsetzen

Um einen Raum optisch vergrößern zu können, sollten Eltern bei der Einrichtung des Kinderzimmers auf natürliche Lichtquellen setzen. Große Fenster lassen einen Raum größer erscheinen. Platziert man einen Spiegel gegenüber einem Fenster, kann das natürliche Licht gespiegelt werden und den Vergrößerungseffekt optimieren.

Dem Kind eigene Entscheidungen überlassen

Das Kind muss sich in seinem eigenen Zimmer wohlfühlen können, es sollte daher auch mitentscheiden dürfen, wie das Zimmer eingerichtet wird. Dekorationselemente, Wandfarben und Möbel können Eltern und Kind gemeinsam auswählen. Das garantiert, dass sich der Nachwuchs in seinen Räumlichkeiten frei entfalten kann und sich in einer gemütlichen Atmosphäre wohlfühlt.

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