Die Polizei warnt: Warum Einkaufen bei asiatischen Online-Shops keine gute Idee ist
Online-Shops wie Temu, AliExpress, Wish und Shein locken mit Billigprodukten aus China. Besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind sie äußerst beliebt, auch wenn das Einkaufen dort nicht besonders nachhaltig ist. Doch es gibt noch andere Gründe, dort lieber nicht zu kaufen.
Die Tricks von Temu, Shein & Co.
Es ist natürlich verführerisch: Kopien von Produkten, die im Original teilweise Tausende Euro kosten, sind für wenige Euro zu haben. Ob Kopfhörer, Tablets, Bluetooth-Boxen, ferngesteuerte Fahrzeuge oder Kleidung - alles sieht (fast) aus wie das Original. Mehr als zwei Milliarden Pakete von chinesischen Händlern werden jedes Jahr nach Europa geliefert. Stichproben ergaben, dass viele dieser Produkte eine miese Qualität haben und auch nicht lange halten.
Produktfälschungen: Achtung, gefährlich!
Produktfälschungen können gefährlich sein oder krank machen. Die Waren, die auf Wish, Temu, AliExpress oder anderen asiatischen Plattformen angeboten werden, entsprechen häufig nicht den europäischen Standards. So warnt unter anderem Stiftung Warentest vor gravierenden Mängeln in der Qualität und Sicherheit der Produkte, die dort verkauft werden. Besonders Elektronikartikel, Kinderspielzeug oder Kleidung kann eine Gefahr für die Kunden darstellen. Denn in den Billigprodukten werden unter anderem immer wieder giftige Inhaltsstoffe, scharfe Kanten oder Kleinteile gefunden, die Kinder verschlucken können.
Um mögliche Risiken zu minimieren, rät Stiftung Warentest, bei elektronischen Geräten immer darauf zu achten, dass das gewünschte Produkt mit dem CE-Zeichen versehen ist. Der Verbraucherschutz NRW warnt außerdem davor, dass die persönlichen Daten in solchen Shops nicht sicher seien. Denn es gäbe keine Transparenz darüber, wie die Daten der Nutzer gesammelt und verwendet werden.
Dreiste Marken- und Produktfälschungen
Auch der Negativpreis „Plagiarius“, der jedes Jahr besonders dreiste Marken- und Produktfälschungen offen legt, informiert über die zunehmende Problematik von Nachahmungen auf Internet-Shops wie Temu und Shein. Danach verstoßen mehr als 85 Prozent der auf diesen Plattformen beworbenen Produkte gegen EU-Sicherheitsstandards und -vorschriften. Ein typisches Beispiel ist die „Twingrip“-Zange der Firma Knipex aus Wuppertal. Trotz rechtlicher Schritte gegen Temu schaffen es die Fälschern immer wieder, täuschend ähnliche Kopien dieses Werkzeugs auf den Markt zu bringen.
Auch Nachahmungen von Fahrradkörben, Mülleimern, Schraubendrehern und sogar der Frontpartie eines Mercedes-Benz werden mit dem „Plagiarius“ ausgezeichnet. Käufer sind also vor Fälschungen aus allen diesen Produktkategorien nicht sicher, wenn sie bei Temu, AliExpress, Wish und Shein einkaufen.
Kampf gegen Produktpiraterie
Hersteller arbeiten mittlerweile mit speziellen Kennzeichnungen, holografischen Etiketten, Seriennummern oder anderen eindeutigen Merkmalen, die sie in ihre Produkte integrieren und so ihre Echtheit belegen. Oder sie bieten Apps für eine Echtheitsprüfung an. Auch das „Transparency-Programm“ von Amazon, bei dem jedes Produkt mit einem individuellen Code beklebt wird hilft gegen die Piraterie: Kunden können mit Hilfe der Amazon-App den QR-Code oder die Seriennummer eines Produkts scannen und so dessen Echtheit verifizieren.
Der deutsche Sportartikelhersteller Puma setzt bei der Bekämpfung von Online-Betrug und Produktfälschungen auf Künstliche Intelligenz. Da Betrüger laut Puma vor allem auf Social-Media-Plattformen wie Tiktok versuchen, Puma-Kunden mit Videos auf gefälschten Landingpages in die Falle zu locken, scannt die KI-basierte Plattform „Red Points“ das Internet, um rechtsverletzende Einträge, URLs und soziale Konten zu erfassen und deren Löschung zu verlangen. So konnten innerhalb von 16 Monaten Fälschungen im Wert von mehr als 500 Millionen US-Dollar von Marktplätzen, Social-Media-Plattformen, Websites und Suchmaschinen entfernt werden.
Auch wenn die Zahlen etwas gesunken sind, gibt es in Deutschland immer noch viele Einbrüche in Häusern und Wohnungen: 2021 waren es 54.236 Einbruchsdelikte laut der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) - immerhin 28 Prozent weniger als im Vorjahr (PKS 2020: 75.023 Einbrüche). Wie man sich am besten vor einem Einbruch schützen kann, verraten Ihnen die Tipps der Polizei.
Sparen beim Einkauf möchte praktisch jeder gerne, insofern klingt die Nutzung von Shopping-Apps, Supermarkt-Apps oder Bonus-Sammel-Apps erstmal rundweg positiv. Aber stimmt das auch - oder welche Nachteile gibt es möglicherweise? Die Rechtsexpertin Christine Steffen von der Verbraucherzentrale NRW gibt die Antworten.
Vieles lässt sich versichern, alles kostet Geld. Einiges ist absolut wichtig, über anderes lässt sich trefflich streiten - das Angebot an Versicherungsverträgen ist komplex und für den Laien kaum zu durchschauen. Ein sinnvolles Versicherungspaket sollte außerdem flexibel sein, um den sich verändernden Ansprüchen Rechnung zu tragen - hier einige Tipps zur Orientierung.