Ausmisten schafft Platz & bringt auch noch Geld

Kennen Sie das auch? In den Bücherregalen stapeln sich die Romane, der Kleiderschrank quillt über und der Keller und Dachboden sind ohnehin gerappelt voll. Doch was tun, alles einfach zusammenkehren und in den Müll schmeißen? Bloß nicht, denn mit vielen Dingen kann man noch richtig Geld machen…

Für eine erfolgreiche Schatzsuche muss man nicht immer weit reisen. Statt auf einer Insel im Sand zu buddeln, können auch zu Hause oft wertvolle Schätze gehoben werden. Das hat die Datenrecherche des Online-Anzeigenportals kalaydo.de ergeben. So kommen beim Ausmisten vom Keller bis zum Dachstuhl leicht Summen von über 1500 Euro zusammen. kalaydo.de hatte dazu in verschiedenen Produktgruppen vom Winterreifensatz über das Sofa bis zum HD-Fernseher die Preise ermittelt, die für gebrauchte Waren im eigenen Kleinanzeigenmarkt verkauft wurden.

So wechselten dort ein MacBook für 599 Euro, eine Küchenmaschine für 350 Euro und eine original Louis Vuitton Tasche für 330 Euro die Besitzer. Auch die aussortierte Wohnungseinrichtung füllt leicht die Haushaltskasse, zum Beispiel ein Bett mit 95 Euro, Tisch und Stühle mit 180 Euro und eine Relax-Couch mit 349 Euro. Weitere Schätze für das lohnende Ausmisten sind ein HD-Fernseher für 199 Euro, ein Kinderwagen für 180 Euro und ein Winterreifensatz mit Felgen für 100 Euro.
Doch lassen Sie uns die Baustellen im eigenen Haus doch einmal gründlicher unter die Lupe nehmen. Wo kann man was am besten verkaufen?

FlohmarktRomane, Fachliteratur oder Kinderbücher

Wer Lesefüchse im Haus hat, kann schnell unter sich türmenden Bücherbergen ersticken. Und ganz ehrlich, wenn es sich nicht gerade um Kinderbücher handelt, werden die meisten Bücher ein, vielleicht zweimal vom selben Leser gelesen. Doch Bücher schmeißt man nicht weg! Es gibt eigentlich immer irgendwo einen Menschen, der genau Ihr Buch lesen würde und sogar bereits danach sucht. Das glauben Sie nicht? Probieren Sie folgende Möglichkeiten aus, aus gebrauchten Büchern noch Geld zu machen:

Nutzen Sie eines der vielen Buchankaufsplattformen, die übrigens auch noch andere Produkte gebraucht ankaufen und natürlich wieder verkaufen. Da vom Buch abhängig aber diese recht unterschiedliche Preisangebote machen, empfehlen wir Vergleichsportale für Ankaufdienste (z.B. Recyclingmonster.de). Dort kann man die ISBN-Nummern von Büchern eingeben und ruckzuck werden die Angebote von bis zu zehn Ankaufsplattformen präsentiert. Suchen Sie sich das beste Angebot raus und bauen Sie kleine Stapel. Dann geht’s auf die entsprechende Seite und man weiß, dass man das beste Angebot gewählt hat.

Natürlich funktioniert das nicht bei allen Büchern. Wenn die zu alt oder zu abgegriffen sind, muss man es bei echten Suchenden probieren. Da hilft nur Kisten packen und ab auf den nächsten Flohmarkt (wo man natürlich noch mehr als Bücher verkaufen kann) oder man setzt das Buch als Auktion oder mit Festpreis auf den üblichen Verkaufsplattformen wie Ebay oder Ebay Kleinanzeigenmarkt, kalaydo.de, Amazon, hood.de oder RoteErdbeere.

Kleidung – am liebsten für/von Kindern

BoutiqueKleidung für Kinder wird sehr gern und sehr häufig Second Hand ge- & verkauft! Es gibt Familien, die quasi fast nichts neu kaufen und damit einen Haufen Geld sparen. Eine große Nachfrage ist also da. Sehr beliebt sind Nummern-Flohmärkte, wo man seine gebrauchte Kleidung versehen mit einer Verkaufsnummer, den Größen und seinen Preisvorstellungen meistens in Kindergärten, Schulen o.ä. abgibt, ohne direkt anwesend sein zu müssen. Am Tag darauf strömen dann etliche Kaufinteressierte herbei, um sich durch die Kleiderberge zu wühlen und kräftig zuzuschlagen. Natürlich wird Kleidung von guter Qualität und zu günstigen Preisen am besten verkauft. Hier braucht man ein wenig Fingerspitzengefühl bei der Preisbestimmung. Auch ein wenig Arbeit ist im Vorfelde gefragt, da alle Kleidungsstücke ja etikettiert werden müssen. Mit einer Verkaufsprovision zwischen 10 bis 20 % muss gerechnet werden. Diese kommt der Einrichtung zugute, wo der Nummern-Flohmarkt dank ehrenamtlicher Hilfe auf die Beine gestellt wird.

Einfacher ist da der Verkauf auf dem Flohmarkt. Hier kommt ein potenzieller Käufer vorbei und fragt nach dem Preis. Durch Verhandlungsgeschick kann man manchmal noch gutes Geld bekommen. Auch Kleidung für Erwachsene verkauft sich manchmal ganz gut. Sicherlich muss einem bewusst sein, dass ein großer Werteverlust immer da ist.

Wer gar keine Zeit hat, dem bleibt dann meist nur noch der Second-Hand-Laden. Dort wird die Kleidung einfach abgegeben und vom Ladenpersonal entsprechend etikettiert. Auch hier ist natürlich eine Verkaufsprovision fällig, dafür hat man quasi gar keine Arbeit.

Auch Online kann man gute Geschäfte machen. Auf Seiten wie Kleiderkreisel (hier kann auch getauscht und verschenkt werden), Maedchenflohmarkt oder Vestiaire Collective können Sie Kleidung, die Sie nicht mehr tragen, verkaufen oder selber auf Schnäppchensuche gehen - von gut erhaltenen Sneakern bis zu Handtaschen teurer Marken ist alles zu finden. Diese Seiten haben auch jeweils eine App, sodass Sie Ihre Käufe und Verkäufe bequem von überall managen können.

Und der ganze andere Rest?

Sie können sich gar nicht vorstellen, was andere Leute alles kaufen! Dank App über Ihr Handy sind die lästigen Staubfänger ruckzuck auf den Online-Verkaufsplattformen eingestellt. Manchmal völlig kostenlos, selbst ohne Verkaufsprovision. Außerdem kann man festlegen, ob man die Sachen auch verschickt, was wiederum ein Mehraufwand ist, oder sie nur abgeholt werden können. Ist es nicht großartig, wenn bei Ihnen die Leute auch noch vorbeikommen, um die Sachen zu kaufen und dann für etwas, was zuvor jahrelang ggf. nur als Platzhalter diente, auch noch Geld bezahlen? Und was können Sie alles mit dem ganzen Platz anfangen, der sich aufgrund steter Verkäufe ergibt? Los geht’s mit der Schatzsuche in den eigenen vier Wänden…

Quellen und Bildrechte:

Ähnliche oder weiterführende Artikel