Regelschmerzen: Was können junge Mädchen dagegen tun?

Wenn junge Mädchen ihre Regel bekommen, ist das ein großer Schritt auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Doch heutzutage müssen sich schon immer jüngere Mädchen mit der Menstruation anfreunden - was oft gar nicht so leicht fällt, besonders wenn Schmerzen dazukommen.

Nicht nur, dass die Regel oft als lästig empfunden wird - sie geht auch häufig mit großen Schmerzen und Unwohlsein einher.
Junge Mädchen bekommen heutzutage meist schon mit 12 1/2 Jahren oder sogar früher ihre Periode. Für die Kinder wird das oft als störend, unangenehm und vielleicht sogar als peinlich empfunden: Alles tobt beim Sportunterricht herum und man selber muss auf der Bank sitzen und zugucken oder sich sogar krank melden. Ganz unangenehm wird es, wenn noch Schmerzen dazukommen.

Bei jungen Frauen sind Menstruationsbeschwerden (Dysmenorrhö) weit verbreitet. Schätzungsweise 50 bis 80 Prozent sind davon betroffen. Die Krämpfe im Unterbauch - oft begleitet von Kopf- und Rückenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Migräne und Kollapsneigung - sind zu Beginn der Menstruation am stärksten und werden nach zehn bis zwölf Stunden schwächer.

Oft bessern sich die Beschwerden erst, wenn man einige Jahre mit den monatlichen Problemen hinter sich hat. Doch bis dahin müssen Mädchen sich mit den Schmerzen arrangieren - aber nicht abfinden. Man kann etwas dagegen tun!

Hausmittel bei leichten und mittelstaren Menstruationsbeschwerden

  • Wärmeanwendungen: Das kann die gute alte Wärmflasche sein oder ein heißes Bad. Krampflösend wirken ein paar Tropfen Aromaöl im Badewasser, zum Beispiel Ylang-Ylang, Melisse, Lavendel oder Orange.
  • Wichtig sind warme Füße: Denn kalte Füße führen zu Muskelverspannungen im Unterleib.
  • Entspannungstechniken: Yoga oder Autogenes Training und Akupunktur.
  • Heiße Heublumenpackung: In der Apotheke gibt es einen fertig gefüllten Beutel kaufen. Er wird im Wasserdampf erhitzt und kommt dann auf den schmerzenden Bauch, darüber ein Handtuch und zuletzt eine Wolldecke. Dann heißt es nur noch entspannen! Diese Packung tut besonders gut, weil sich die Wärme mit der entspannenden und schmerzlindernden Wirkung der Wiesenkräuter verbindet.

Als effektiv hat sich zum Beispiel auch Vitamin B1 in einer Dosierung von 100 mg täglich erwiesen, am besten zusammen mit Vitamin C in der gleichen Dosierung. Allerdings müssen beide mindestens drei Monate eingenommen werden.

Es gibt Hinweise, dass Sport die Schmerzen wegen der verbesserten Durchblutung mildern kann, während Rauchen die Schmerzen eher verschlimmert.

Welche Medikamente helfen gegen Menstruationsschmerzen?

Werden die Beschwerden durch die oben genannten Maßnahmen nicht ausreichend gelindert, können Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Naproxen helfen.

Gemeinsam mit der Gynäkologin oder dem Gynäologen können die Betroffenen auch darüber nachdenken, ob die orale Einnahme eines Verhütungsmittels (KOK) sinnvoll ist.

Wenn sich die Beschwerden trotz geeigneter Maßnahmen nicht bessern, sollte die Ärztin/der Arzt auch eine Endometriose in Betracht ziehen. Diese verursacht ebenfalls heftige Bauch- und Regelschmerzen und kann schon bei Mädchen ab 12 Jahren auftreten. Endometriose ist gut behandelbar.

Quellen und Bildrechte:

Ähnliche oder weiterführende Artikel