Die meisten Einbrecher suchen sich den einfachsten und schnellsten Zugang. Klappt der Einbruch nicht in den ersten fünf Minuten, gibt der Dieb meist auf. Eingebrochen wied meist über leicht erreichbare Fenster und Wohnungs- bzw. Fenstertüren. Experten raten daher dringend, sich durch Sicherheitsmaßnahmen gegen diese Gefahr zu rüsten.
Mehr als ein Drittel aller Einbrüche scheiterte nämlich durch gut gesicherte Häuser oder Wohnungen und eine aufmerksame Nachbarschaft. Entgegen landläufiger Meinung erfolgen Einbrüche häufig zur Tageszeit, zum Beispiel während einer kurzen Abwesenheit des Bewohners, so etwa zur Schul-, Arbeits- und Einkaufszeit, am frühen Abend oder an den Wochenenden. Weit über ein Drittel aller Wohnungseinbrüche werden durch Tageswohnungseinbrecher begangen.
In Wirklichkeit dürfte die Zahl aber noch höher liegen, da bei Wohnungseinbrüchen - etwa auf Grund einer urlaubsbedingten Abwesenheit der Wohnungsinhaber - die genaue Tatzeit meist nicht feststellbar ist . Tageswohnungseinbrüche ereignen sich mehrheitlich in Großstädten. Außerdem nehmen sich Einbrecherbanden oft gezielt ganze Wohnviertel vor und räumen dabei schnell Häuser und Wohnungen aus.
Umfassende Informationen zum Thema Einbruchschutz erhalten Sie auch unter www.k-einbruch.de, der Webseite der von der Polizei und Kooperationspartnern aus der Wirtschaft gestarteten Einbruchschutzkampagne K-EINBRUCH.
Tipps zum Einbruchschutz
- Schwachstellen Fenster & Türen: Überprüfen Sie unbedingt, ob diese richtig verschlossen sind - vor allem, wenn Sie das Haus kurz- oder längerfristig verlassen.
- Das bedeutet auch, die richtige Sicherheitstechnik einbauen zu lassen: Einbruchhemmende Fenster und Türen verhindern z.B. das sekundenschnelle Öffnen mit einem Schraubendreher. Alarmanlagen schrecken Täter ab und können im Einbruchsfall Nachbarn und Sicherheitsdienste auf den Plan rufen.
- Sollten Sie in den Urlaub fahren, ist es ratsam, über Zeitschaltuhren nachzudenken, die das regelmäßige An- und Ausschalten von Rollläden, Lampen oder sogar das Radio steuern.
- Leiter im Garten frei zugänglich? Na, das ist ja fast eine Einladung für einen Einbrecher, diese zu benutzen, um in das obere Stockwerk zu gelangen. Schließen sie diese weg! Auch Gartenmöbel o.ä. sollte möglichst nicht benutzbar sein.
- Ein überquellender Briefkasten oder Pakete vor der Haustür signalisieren: Hier ist jemand länger nicht zuhause. Bitten Sie einen Nachbarn, Ihren Briefkasten zu leeren oder Lieferungen anderer Art entgegenzunehmen bzw. wegzuräumen.
- "Wir sind dann mal weg...": Informationen dieser Art auf Anrufbeantworter oder in sozialen Netzwerken sind - sorry - dämlich! Also bitte nicht bei Facebook oder Twitter posten. Es könnte der Falsche dies lesen... Achten Sie auch darauf, dass Ihre Kinder, die sehr freizügig mit solchen Informationen umgehen, dies unterlassen!!
- Wichtige Papiere, wertvoller Schmuck oder andere Wertgegenstände sollten Sie - falls verfügbar - in einem Tresor einschließen oder in einem Bankschließfach unterbringen. Das bedeutet auch, dass Bargeld nicht einfach irgendwo im Haus frei rumliegt.
- Und auch wichtig: Informieren Sie bei längerer Abwesenheit Ihre Versicherung bzw. prüfen Sie vor der Reise, ob diese bei einem Einbruch überhaupt zahlt - was nicht immer selbstverständlich ist!
Quellen und Bildrechte:
- Text und Foto 2: Polizeiliche Kriminalprävention; www.k-einbruch.de und www.polizei-beratung.de
- Foto 1: Bild von pixabay.com>Kris auf pixabay.com>Pixabay
