Von Weihnachtsmuffeln und Last Minute-Geschenken

Für jeden dritten Deutschen bedeutet Weihnachten Stress und jedem siebten ist das Fest egal. Und von den Weihnachtsfans kaufen 39 Prozent erst kurz vor Weihnachten ihre Geschenke, sechs Prozent sogar erst am Heiligabend. Die Gründe dafür: überfüllte Geschäfte und unfreundliche Verkäufer.

Auch wenn die Mehrheit der Deutschen Weihnachten mag, ist immerhin jedem 7. Deutschen Weihnachten egal. Weitere Fünf Prozent der Deutschen äußern sogar klar, dass sie das Fest der Liebe nicht mögen. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie, die Schlecker in Zusammenarbeit mit TNS Infratest durchgeführt hat.

Zwar freut sich die Mehrheit der Deutschen noch auf das traditionelle christliche Fest, aber es gibt mehr Weihnachtsmuffel in Deutschland: 20 Prozent der Deutschen können Weihnachten nichts Positives abgewinnen, ebenso den dazugehörigen Traditionen. So gehört für nur zwölf Prozent der befragten Frauen und sechs Prozent der befragten Männer das Backen von Weihnachtsplätzchen zu den wichtigsten Weihnachtsfreuden.

In Sachen Kirchgang sieht es ebenfalls düster aus. Mehr als die Hälfte der Deutschen verzichtet bereits auf den früher so obligatorischen Besuch des Gottesdienstes am Heiligen Abend. Gern würden die Deutschen auch den Besuch bei der Verwandtschaft umgehen. Ganze 30 Prozent empfinden dies als nervend. Als ein weiterer Stressfaktor rund um das Fest gelten zudem die zusätzlichen Pfunde. Die Gewichtszunahme über die Tage bedeutet für jede dritte Frau, aber auch für jeden vierten Mann Stress.

Zumindest beim Kauf von Geschenken versuchen die Deutschen den Stress möglichst gering zu halten. Eine ganz eigene Strategie zur Stressvermeidung haben 15 Prozent der Befragen entdeckt: Sie kaufen erst gar keine Geschenke. Viele hingegen besorgen Geschenke nicht im letzten Moment (58 Prozent) oder bestellen diese einfach online (52 Prozent).
Wie eine repräsentative Umfrage der "FOM Hochschule für Oekonomie & Management" belegt, beabsichtigen aber 33 Prozent ihre Präsente in der Woche vom 16. bis 23. Dezember zu besorgen. Sechs Prozent wollen dies sogar erst an Heiligabend tun. Fehlende Produktverfügbarkeit, unfreundliches Personal und überfüllte Geschäfte empfinden die Befragten beim Weihnachtseinkauf als besonders störend.
"Der Einzelhandel kann sich offenbar über einen besonders heißen Endspurt im Weihnachtsgeschäft freuen", sagt Professor Dr. Oliver Gansser, der die Umfrage verantwortet. "Viele Konsumenten erledigen zunächst ihre persönlichen Besorgungen für die besinnliche Zeit. Erst kurz vor dem Fest kaufen sie Geschenke." Bereits im Oktober und November haben laut Studie knapp 20 Prozent der Befragten ihre Gaben eingekauft. In den ersten zwei Dezember-Wochen wollen dies 32 Prozent der Deutschen erledigen. Acht Prozent shoppen über das ganze Jahr verteilt für die Bescherung.

Besonders bei den 16-29-Jährigen ist der Einkauf im Internet beliebt, rund zwei Drittel von ihnen kauft online. Dabei ist die Auswahl der der Geschenke nicht besonders schwierig. Ein Blick auf die Liste der beliebtesten Gaben zeigt, dass es nicht immer ausgefallen sein muss, um zu gefallen: ein Buch (50 Prozent) oder ein
toller Duft (37 Prozent) für Sie und Technikprodukte (33 Prozent) für Ihn.

Foto 1: Dickimatz, Foto 2: TiM Caspary, beide Pixelio